Ziel der TuRa-Frauen ist wieder der Oberliga-Klassenerhalt

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Der Oberliga-Kader mit (hintere Reihe, v.l.) Sandra, Romina Jackenkroll, Anika Kneller, Christin Lembcke, (mittlere Reihe, v.l.) Trainer Ingo Wagner, Svenja Dunker, Aileen Stecker, Silja Mende-Kamps, Luisa Pischel, Janine Pawelz, Physio Niceas Bevers; (vorne, v.l.) Michelle Oberstadt, Helena Schäfer, Andrea Waschke und Melissa Krogull. Es fehlen Laura Thielmann, Stefanie Momberg Wagner

BERGKAMEN - Eine Sportlerweisheit besagt, dass für einen Aufsteiger die zweite Saison immer die schwierigste sei. Demnach stehen die Handballerinnen des HC TuRa Bergkamen vor einer großen Herausforderung in der Oberliga, die am Wochenende mit einem Auswärtsspiel beim TuS Bielefeld-Jöllenbeck Fahrt aufnimmt.

„Das ist schon ein Hammer-Auftakt, der uns da gleich erwartet“, sagt Ingo Wagner, der mit gehörigem Respekt zum Aufsteiger nach Ostwestfalen reist. „Sie haben uns vor zwei Jahren fast den Aufstieg versaut. Die Euphorie ist groß und Spiele in Bielefeld immer unangenehm“, weiß der TuRa-Trainer. Zum ersten Heimspiel ist dann Ex-Bundesligist SC Greven am Friedrichsberg zu Gast. „Diese Truppe will oben mitspielen, hat noch eine Rumänin für die Halbposition verpflichtet“, ist Ingo Wagner gut informiert. Der TV Verl komplettiert als dritter Gegner den Auftakt, der dem HC TuRa gleich alles abverlangen wird. „Wir werden schnell wissen, wo wir stehen“, sagt der Bergkamener Übungsleiter.

Die Vorbereitung endete mit einem überzeugenden 32:16-Erfolg gegen den Verbandsliga-Absteiger Westfalia Hörde, übrigens trainiert vom Ex-TV-Trainer Ralf Wolters. „Insgesamt können wir zufrieden sein. Wir haben nur ein Testspiel verloren. Gerade in den vergangenen Jahren haben wir uns gegen unterklassige Gegner nicht mit Ruhm bekleckert“, erinnert sich Wagner, der mehr improvisieren musste, als ihm lieb war. Denn mit Christin Lembcke und Anika Kneller fallen ihm beide Etat-Linksaußen aufgrund von Verletzungen lange aus. „Unser erstes Ziel war, verletzungsfrei durchzukommen. Das ist uns leider nicht gelungen“, klagt Wagner: „Diese Ausfälle schmerzen. Wir müssen diese als Mannschaft auffangen und ein bisschen hin und her schieben.“

Wichtig wird für den HC TuRa Bergkamen sein, gut aus den Startlöchern zu kommen. In der vergangenen Saison gelangen der Wagner-Sieben nur zwei Siege in der Vorrunde. „Diesmal müssen wir mehr Punkte einfahren. Unser Saisonziel ist ganz klar wieder der Klassenerhalt“, sagt der Coach.

Zwar kam mit Michelle Oberstadt (TVG Kaiserau) nur ein Neuzugang an den Friedsrichsberg, doch während der letzten Spielzeit verpflichtete der Oberligist bereits Phyllis Holt, Luisa Pischel und Melissa Krogull. So stehen Wagner mehr Alternativen zur Verfügung. Oberstadt spielt genau wie Silja Mende-Kamps und Sandra Wagner am Kreis. Krogull versuchte sich in der Vorbereitung in der Rückraum Mitte, Die flinke Krogull kann aber auch auf Rechtsaußen wirbeln.

„Die Vorbereitung war lange genug. Wir sind froh, dass die Saison jetzt endlich los geht. Wir sind auf einem guten Weg“, fällt das Fazit von TuRa-Trainer Ingo Wagner trotz der personellen Sorgen positiv aus. - awa

Abgänge: Roxana Weddig, Annika Umbescheidt (beide Pause)

Zugang: Michelle Oberstadt (TVG Kaiserau)

Kader: Andrea Waschke (TW), Helena Schäfer (TW), Stefanie Momberg (TW) – Anika Kneller, Christin Lembcke, Janine Pawelz, Romina Jackenkroll, Laura Thielmann, Melissa Krogull, Svenja Dunker, Luisa Pischel, Aileen Stecker, Phyllis Holz, Silja Mende-Kamps, Sandra Wagner, Michelle Oberstadt

Trainer: Ingo Wagner

Saisonziel: möglichst früh den Klassenerhalt sichern

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