Pokalfinal-Wochenende beim HC TuRa Bergkamen

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Schon im vergangenen Jahr hieß der Sieger bei den Herren im Kreis Hellweg HC TuRa Bergkamen, hier noch mit Trainer Jörg Rode (links).

BERGKAMEN - Pokalfinal-Wochenende beim HC TuRa Bergkamen: Sowohl die Oberliga-Frauen, als auch die Oberliga-Männer sind in den Endspielen des Hellwegkreises gefragt. Für den Trainer beider Mannschaften, Ingo Wagner, liegt der Fokus aber in beiden Fällen auf dem Abstiegskampf. Verlieren müssen beide deswegen noch lange nicht.

Die Männer des Handball-Oberligist HC TuRa Bergkamen starten am Samstag (1. März) um 18 Uhr als Seriensieger in das Finale um den Hellweg-Pokal – und ist auch in dieser Partie favorisiert. Gegner ist der Tabellenführer der Verbandsliga, HSE Hamm. Der allerdings schickt eine „Pokalmannschaft“ an den Friedrichsberg.

Drei Mal in Folge holten die TuRaner zuletzt diese Trophäe – mit deutlichen Ergebnissen in den Finalspielen: 2011 wurde die Ahlener SG mit 39:23 abgefertigt, ein Jahr später war der Lüner SV mit 33:15 dran. Nur der HC Heeren hielt im vergangenen Jahr beim Bergkamener 37:33-Erfolg über weite Strecken mit.

Ähnlich wie bei den Frauen nimmt TuRa-Trainer Ingo Wagner auch das Spiel seiner Männer ernst, misst ihm aber nicht die allergrößte Bedeutung bei: „Ich hoffe auf ein interessantes Spiel, in dem wir aber kein unnötiges Risiko eingehen werden. Wir haben schwierige Spiele in der Oberliga vor uns, die gehen ganz klar vor.“

Der Gegner ist derzeit klar auf Oberliga-Kurs. In den ersten Runden des Pokals traten sie mit einer Mixed-Truppe aus erster und zweiter Mannschaft an. Auch dieses Mal wird nicht etwa die Verbandsliga-Spitzenmannschaft anreisen, sondern eine verstärkte Bezirksligareserve.

Trainiert wird die Truppe vom Coach der zweiten Mannschaft, Heinz Hunhold. Aus der ersten Mannschaft stehen nach WA-Informationen die Spieler Phil und Marius Schrage, Nils Korte, Justin Black und Keeper Jannik Presch zur Verfügung.

Dem HC TuRa Bergkamen kommt demnach in jedem Fall die Favoritenrolle zu. Aber auch TuRa selbst wird nicht ohne Ausfall antreten. Torwart-Routinier Carsten Schröder wird fehlen, seinen Platz neben Stork auf der Keeper-Position wird der junge Domanski einnehmen.

Außerdem ist Allrounder Robin Webers nicht dabei, der zuletzt in der ersten Mannschaft nicht im Kader stand. Auf Anfrage äußerte sich Ingo Wagner zur letztgenannten Personalie folgendermaßen: „Natürlich soll Robin weiterhin in der Oberliga spielen.“

Für den Coach ist die Verteidigung des Kreispokaltitels ein erstrebenswertes Ziel, allerdings im Rahmen der Vorbereitung auf das nächste wichtige Ligaspiel in Bielefeld am folgenden Wochenende.

Hellweg-Pokal, Finale (Frauen): TuRa Bergkamen – Königsborner SV. Bergkamens Trainer Ingo Wagner peilt das „Pokal-Double“ an. Da er mit seinen beiden Oberligamannschaften ins Finale eingezogen ist, winkt ihm bei den Damen und auch den Herren der Titelgewinn.

Den Auftakt machen am heutigen Samstag (1. März) um 16 Uhr am Friedrichsberg aber zunächst die Frauen.

Mit dem HC TuRa und dem Königsborner SV treffen hier die beiden besten Mannschaften aus dem Kreis Unna aufeinander, die zudem in den Jahren 2012 (TuRa mit 35:27 gegen Hammer SC) und 2013 (Königsborn mit 35:27 gegen Kaiserau) den Pokal holten.

Vor allem für die Unnaer lief es zuletzt richtig rund in der Liga: Die letzten sechs Begegnungen wurden gewonnen, die Tabellenführung mit drei Punkten Vorsprung ist die Folge.

Auch TuRa Bergkamen wies eine Klasse höher in der Oberliga in diesem Jahr schon einige Erfolge im Abstiegskampf auf, wenngleich zuletzt gegen den designierten Aufsteiger und Meister ASC 09 Dortmund eine bittere 23:45-Niederlage zu Buche stand.

Dabei hielten die Bergkamenerinnen aber wenigstens 20 Minuten gut mit bis zum 10:10. „Danach haben wir aufgehört Handball zu spielen und unsere Chancen nicht mehr genutzt. Aplerbeck hat es dann sehr gut gemacht und sehr viele einfache Tore geworfen“, erinnert sich Ingo Wagner noch an die letzte Begegnung.

Für ihn hat das Kreispokalfinale nicht den allerhöchsten Stellenwert: „Wir wollen es vernünftig angehen, immerhin ist es ein Finale. Letztlich nehmen wir es aber nicht so ernst, das Spiel soll uns weiter auf den Abstiegskampf in der Oberliga vorbereiten“, sagt der TuRa-Trainer.

Bergkamen ohne Dunker und Pawelz

Auch KSV-Trainerin Sandra Rother gibt der Meisterschaft Vorrang, auch wenn sie sagt: „Grundsätzlich nehmen wir ein Pokalfinale immer ernst.“ Für Rother ist der Kontrahent klarer Favorit in der Begegnung: „Bergkamen ist mittlerweile in der Oberliga angekommen und hat tolle Ergebnisse eingefahren. Wir haben zuletzt in der Vorbereitung gegeneinander gespielt und mussten da doch deutlich hinterher gucken.“

Beim HC TuRa sind mit Svenja Dunker und Janine Pawelz zwei Spielerinnen privat verhindert, auf Königsborner Seite fehlen Laura Kreft (privat verhindert) und Sophia Biermann (krank). - myr

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