TuRa-Handball: Männer und Frauen im Abstiegskampf

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Annika Umbescheidt und die Frauen des HC TuRa Bergkamen wollen ein Zeichen im Abstiegskampf setzen.

BERGKAMEN - Die Männer des Handball-Oberligisten TuRa Bergkamen wollen auch an diesem Wochenende versuchen, die „Rote Laterne“ abzugeben. Die Hürde bei diesem Versuch ist TuS Möllbergen. Auch die Oberliga-Frauen des HC TuRa stehen vor einem wichtigen Spiel im Tabellenkeller.

Der nächste Gegner der Bergkamener Oberliga-Männer befindet sich ebenfalls im Abstiegskampf. Der TuS Möllbergen unterlag am vergangenen Wochenende mit 24:28 gegen die Ahlener SG und zeigten dabei eine respektable Leistung. TuS-Trainer Bert Fuchs war sogar fest davon überzeugt, dass sein Team bei einem ausgeglichenerem Zeitstrafenkonto (3:11 gegen Möllbergen) die Platte als Sieger hätte verlassen können. Dementsprechend wollen sowohl Möllbergen als auch der HC TuRa jetzt im direkten Duell voll auf Sieg spielen, um im Abstiegskampf Boden gut zu machen.

Für Bergkamen ist es nach Aussage von Trainer Ingo Wagner dabei von großer Bedeutung, dass sich seine Mannschaft wieder auf die Stärken besinnt, die sie zuvor bei den beiden Siegen gegen Gevelsberg und Augustdorf ausgezeichnet hatten: „Wir müssen wieder volle Leistungsbereitschaft und den unbedingten Siegeswillen zeigen. Wenn wir von der ersten Minute an fighten und uns 60 Minuten voll konzentrieren, können wir sicher wieder an die Form dieser beiden Spiele anknüpfen.“

Zuletzt zu viele Chancen vergeben

Ein wesentliches Manko im letzten Spiel war laut Wagner die Chancenverwertung, die es jetzt wieder zu verbessern gilt: „Wir haben gegen Nordhemmern 23 Torchancen nicht genutzt, davon 15 Hundertprozentige. Dann wird es natürlich schwer, überhaupt ein Spiel zu gewinnen.“

Für Samstag hat der HC TuRa eine zusätzliche Trainingseinheit anberaumt, um sich dann explizit auf den Gegner vorzubereiten.

Möllbergen kommt unter anderem mit dem bislang besten Torschützen der Liga daher. Der Rückraumspieler Felix Bahrenberg markierte in dieser Saison schon 125 Tore, musste aber zu Beginn des Jahres zeitweise verletzungsbedingt passen.

Auch seine Nebenleute schätzt Ingo Wagner als sehr torgefährlich ein, „in dieser Liga reicht es nicht, sich auf einen oder zwei Mann zu konzentrieren“, so der TuRa-Coach noch einmal.

Bei den Bergkamenern wird in personeller Hinsicht Robin Webers (privat verhindert) als Alternative für Rückraum und Linksaußen fehlen.

Anwurf: Sonntag, 17.30 Uhr, Sporthalle Porta Süd.

Oberliga (Westfalen), Frauen: HC TuRa Bergkamen – SpVg Steinhagen. Das Duell Vorletzter gegen den punktgleichen Drittletzten hat zwar angesichts der engen Tabellenkonstellation keinen vorentscheidenen Charakter, ist aber natürlich eine ganz wichtige Partie.

Ganz unten scheint es so, als ob Coesfeld mit fünf Punkten und fünf Zählern Rückstand den Kontakt hat abreißen lassen.

Aber davor tummeln sich sechs Mannschaften, die nach derzeitigem Stand einen weiteren Absteiger ausspielen werden. Das sind LIT Handball NSM mit 14 Punkten, HSE Hamm, TSV Oerlinghausen (beide zwölf), Westfalia Kinderhaus (elf), und eben SpVg Steinhagen und HC TuRa Bergkamen (jeweils zehn Punkte).

Und anders als bei der 21:27-Niederlage in der Vorwoche im Kellerduell bei LIT Handball NSM soll der HC TuRa in diesem Heimspiel wieder sein anderes Gesicht zeigen. „In Nordhemmern waren wir nicht so kompakt wie zuletzt. Wir müssen wieder mehr Elan zeigen, diesen unbedingten Willen, dass Spiel gewinnen zu wollen“.

Denn die Niederlage in der Vorwoche war nach drei Siegen in Serie ein kleiner Rückschlag.

Und daraus soll am Samstag kein größerer werden. „Das wird zwar ein schweres Spiel für uns, aber wir wollen im Abstiegskampf die zwei Punkte daheim behalten“, sagt Wagner.

Hoffen auf Fan-Unterstützung

Der Trainer setzt dabei auf die Unterstützung des Fanclubs und hofft auf einen größeren Zuschauer-Zuspruch. Steinhagen, das zuletzt mit 20:25 im Kellerduell gegen Kinderhaus verlor und davor 24:24 gegen Hamm spielte, verfügt über eine gute und kompakte Abwehr mit starken Torhüterinnen dahinter. „Und sie haben eine torgefährlichen Rückraum“, erinnert sich der TuRa-Coach an das Hinspiel, in dem sein Team beim 22:32 chancenlos war.

Diesmal scheint ein enges Kampfspiel auf die Rot-Weißen zu warten. Durchbeißen werden sich dann Anika Kneller und Svenja Dunker, die beide mit einer Schulterverletzung angeschlagen sind, aber zum Einsatz kommen sollen. So wie bei TuRa die Langzeit-Verletzten Wascke und Lemke fehlen, plagt sich der Gast mit personellen Sorgen.

Anstoß: Samstag, 17 Uhr, Friedrichsberghalle -  myr/fraz

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