TV-Frauen scheitern im Kreispokal – TuRa kampflos weiter

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Stefanie Goletz erzielte für die Werner Frauen gegen den Lüner SV neun Treffer.

Werne - Gegen den Landesligisten aus Lünen kassierte die Werner Handballfrauen am Montagabend eine 22:27-Niederlage im Kreispokal. Hingegen ist der Oberligist HC TuRa kampflos eine Runde weiter gekommen.

Frauen 1. Runde (Kreispokal Hellweg): TV Werne – Lüner SV 22:27 (7:15). Gegen den Landesligisten aus Lünen lagen die Werner Frauen am Montagabend während der gesamten Spielzeit in Rückstand. Nur in der Anfangsphase sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel, als die ersatzgeschwächten Gastgeberinnen noch auf 5:6 verkürzten.

Nach 25 Minuten hatten sich die favorisierten Gäste schon mit 12:6 angesetzt. „Am meisten habe ich mich darüber geärgert, dass wir in der ersten Halbzeit elf Tore nach Tempogegenstößen kassiert haben – das war einfach zu viel. Da hätten wir die Räume besser zumachen oder früher stören müssen. Da haben wir einfach gepennt“, ärgert sich Trainer Hansjoachim Nickolay und gibt zu, dass es in der Kabine bei der Halbzeitansprache durchaus etwas lauter geworden ist. „Danach war es in der Kabine muxmäuschenstill“.

Offenbar zeigte die lautstarke Ansprache bei seinem Team Wirkung, denn nur noch das 7:16 entstand noch aus der zweiten Welle. „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass sie sich einen Gefallen tun sollen und einfach das zeigen, was sie können“, so der Coach über die Marschroute der zweiten Hälfte.

Mit Erfolg, denn die zweite Halbzeit entschieden die Damen, die mit 6:2-Punkten gut in die neue Bezirksliga-Saison gestartet sind, mit 15:12 für sich. „Das ist der einzig positive Aspekt, den wir mitnehmen können“, resümiert der Trainer vor der mehrwöchigen Ligapause.

Erschwerend kam bei der Pokalpartie hinzu, das Stefanie Goletz angeschlagen in das Spiel gegen musste und nicht durchspielen konnte. Trotzdem markierte sie neun Treffer. Auch Miriam Siebels war mit ihrer Fußverletzung nicht voll einsatzfähig. „Zudem ist Antonia Wolf wegen einer Fingerverletzung ausgefallen“, klagt Nickolay. Positiv in Erscheinung trat Julia Klaes aus der A-Jugend, die gut in der Deckung stand und 40 Minuten lang mitspielte.

„Das Spiel war für uns nicht so vorrangig, dass wir es auf jeden Fall hätten gewinnen müssen“, resümiert Nickolay das Aus im Pokal. So kann der TV seine Konzentration nun ganz auf die Liga setzen, wo das nächste Spiel nach der Herbstpause am 17. Oktober daheim gegen Dorstfeld ansteht.

TVW: Leder – Döge (4), Goletz (9), Klaes, Majchrzak, Schulz, Siebels (1), Skaletz (3), Nickolay (5)

Am Samstag geht es in der Liga weiter

Königsborner SV II – HC TuRa Bergkamen (kampflos) 0:1. Die nächste Pokalrunde hat dagegen der HC TuRa Bergkamen, derzeit Dritter in der Oberliga, erreicht. Dabei müssen die Spielerinnen von Ingo Wagner am Sonntag gar nicht bei der Reserve des Königsborner SV antreten, weil dieser keine Mannschaft für diese Partie stellen kann.

Der HC TuRa kann sich so ganz auf die schwierige Meisterschaftspartie am Samstag beim TSV Hahlen konzentrieren. „Das wird eine schwere Aufgabe“, blickt Wagner voraus. Bei sechs Absteigern aus der Liga wollen sich die TuRa Damen möglichst schnell ein Polster zu den Abstiegsplätzen erarbeiten. Hinzu kommt die Anreise, die pro Weg eine Fahrzeit von knapp zwei Stunden erfordert.

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