Doppeltriumph im Kreispokal für HC TuRa

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Thomas Rycharski (links) und sein Team feierten den x-ten Pokalsieg für den HC TuRa.

BERGKAMEN - Der HC TuRa Bergkamen hat sich am Sonntag in Brambauer mit einem Doppelsieg den Kreispokal bei den Frauen als auch bei den Männern gesichert.

Kreispokal, Finale (Männer): HC TuRa Bergkamen – SuS Oberaden 28:27 (14:14). Mit einem Schlusskrimi verteidigt der HC TuRa Bergkamen seinen Titel als Kreispokalsieger. Ligarivale Oberaden hält beim 28:27 (14:14) bis zum Schluss dagegen und bietet TuRa einen wahren Pokalfight. So musste der Verbandsligist anders als in den vier Jahren zuvor bis zur letzten Sekunde um den Sieg bangen.

Im dritten Duell in dieser Saison mit dem Ortsnachbarn SuS Oberaden betrug der Vorsprung nach 60 Minuten lediglich einen Treffer. „Natürlich freue ich mich über den Sieg. Ich freue mich aber nicht so darüber, wie meine Mannschaft heute lange Zeit gespielt hat. Im Großen und Ganzen hat es Oberaden mit seiner Truppe gut gemacht, es hätte auch anders ausgehen können. Wir konzentrieren uns jetzt wieder auf die Meisterschaft“, gab TuRa-Trainer Thomas Rycharski zu Protokoll, der seine Trainingsjacke während der gesamten 60 Minuten anbehielt und auf eigene Einsatzzeiten verzichtete.

Entscheidung fällt fünf Sekunden vor Schluss

Die „Cobras“ nahmen diese Partie dennoch von Beginn an ernst und zeigten eine moralisch vorbildliche Vorstellung. Die Rückraumreihe Pohl, Schichler und Fehring spielte einen Großteil der eigenen Treffer gut heraus, Nutznießer waren unter anderem Außen Neureiter und Kreisläufer Herold.

Die Grün-Weißen führten die meiste Zeit im ersten Durchgang, den ersten Ausgleich zum 7:7 stellte TuRas Mittelmann Robin Webers her. Nach dem 14:14-Pausenstand blieb die Partie die ganze Zeit umkämpft und somit eines Finales absolut würdig. Die Führung wechselte öfter hin und her.

Bei den Bergkamenern trafen die Halben Terbeck und Bicker nun besser, Oberaden hielt ebenfalls mit Rückraumtoren von Schichler und Fehring dagegen. In den Schlussminuten legte Bergkamen dann viermal eine Führung vor, die der SuS egalisierte.

Nur beim letzten Mal, fünf Sekunden vor Ende, schaffte es Rechtsaußen Neureiter nicht mehr. Nach einer strittigen Situation am Ende entschieden die Referees Hillebrand/Umbescheidt auf Abwurf, das Oberadener Lager forderte hingegen Siebenmeter. Daraus wurde nichts, die Partie war entschieden zugunsten der Rot-Weißen.

SuS: Menge (1.-60.), Caspari (n.e.) – Fehring (7/2), Neese, Köhler, Pohl (6), Salzmann, Schichler (4), Notthoff (1), Neureiter (4), Hajduk, Herold (4), Schumacher (1)

HCT: Domanski (1.-59.), Bommer (59.-60.) – Nowaczyk (5/3), Webers (5), Fröhling (1), Terbeck (5), Bicker (8/2), Ostermann (n.e.), Trost, Warias (2), Moog, Kauer (1), Rycharski (n.e.) - myr

Kreispokal, Finale (Frauen): VfL Brambauer – HC TuRa Bergkamen 20:28 (11:11). Der Kreispokalsieger 2015 der Frauen heißt HC TuRa Bergkamen. Im Finale hatte der Oberligist beim heimischen VfL Brambauer in der ersten Halbzeit ein hartes Stück Arbeit zu verrichten. Erst nach dem Wechsel lief es bei der ersatzgeschwächten Truppe von Trainer Ingo Wagner richtig rund.

In Halbzeit eins hatten die TuRanerinnen Probleme, das Kreisläufer-Spiel des VfL zu unterbinden. Brambauer kam über 2:0 und 6:4 schließlich zu einer Drei-Tore-Führung (9:5) und später sogar zum 11:7. Luisa Pischel verkürzte per Siebenmeter. Uli Richter, Trainer des Verbandsligisten, nahm eine Auszeit - die aber nur den HC TuRa wieder in die Spur brachte. Bis zum Pausenpfiff schafften Melisa Krogull, Phyllis Holz und Magdalena Pronobis den 11:11-Ausgleich.

Mit drei Toren brachte Krogull dann Bergkamen zum 14:12 voran. Brambauer kam noch auf ein Tor heran (15:14), dann setzte sich der HC TuRa aber mit 21:15 ab. Die Vorentscheidung. Die Deckung vor der nun überragenden Torhüterin Andrea Waschke stand nun sicher. Brambauer leistete sich Unkonzentriertheiten und leichte Ballverluste, die den Oberligisten zum Tempospiel einluden. Schließlich hatte der Außenseiter nicht mehr die Kraft für eine Wende, die Wagner-Sieben spielte die letzten Minuten locker herunter.

„Wir haben uns erst schwer getan. Das war aber klar. Mit dieser Mannschaft haben wir so noch nie zusammen gespielt“, meinte Ingo Wagner. TuRa: Waschke – Stecker (1), Krogull (7), Holz (6), Dunker (3), Mende-Kamps (2), Pischel (1/1), Schulze-Frieling (1), Wagner (4/3), Pronobis (3), Oberstadt - awa

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