Werner Siegesserie: „Schade, dass Pause ist“

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TV-Trainer Bernd Hüttemann hat zuletzt die richtige Ansprache für sein Team gefunden – das hat achtPflichtspiel in Folge gewonnen.

WERNE - Es waren schon außergewöhnliche Ausschläge, die die Werner Kreisliga-Handballer im ersten Teil der Saison 2014/15 zeigten. Stand am Anfang der Saison ein Fehlstart mit 2:8-Punkten aus dem ersten fünf Spielen mit zeitweise ganz schwachen Leistungen, folgte danach eine Siegesserie, die immer noch anhält.

„Schade, dass wir jetzt so eine lange Pause haben“, sagt deshalb TV-Trainer Bernd Hütemann angesichts von sechs Erfolgen in Serie in der Kreisliga. Denn weiter geht es erst am 11. Januar daheim gegen den Soester TV III, bevor eine Woche später das Hinrundenende beim verlustpunktfreien Spitzenreiter SuS Oberaden II folgt.

Aber nicht nur in der Liga schreibt der Tabellenfünfte mit nun 14:8-Zählern eine Erfolgsgeschichte. Auch im Kreispokal sorgt der Turnverein für Furore. Dem 36:25 gegen den Bezirksliga-Spitzenteam Lüner SV folgte im Viertelfinale ein 27:25 gegen TuS Jahn Dellwig, einem weiteren Bezirksligisten.

Team hat Umschwung „alleine geregelt“

„Das ist etwas, was sich die Mannschaft erarbeitet hat“, lobt Hüttemann den Willen des Teams, im Training mitzuziehen und die Inhalte danach auch umzusetzen.

Seit acht Partien sind die Werner also ungeschlagen. Das war Mitte Oktober und nach der 19:28-Klatsche beim Tabellendritten HC TuRa Bergkamen III nicht abzusehen.

Was ist seitdem passiert? Trainer Hüttemann hatte das Team bei einer Trainingseinheit bewusst alleine gelassen, ihr aber vorher die Frage gestellt, wie es weiter gehen soll und was geändert werden muss. „Da haben sie das für sich geregelt“, sagt Hüttemann. Danach wurde Lünen im Pokal aus der Halle geschossen und mit dem frisch gewonnen Selbstbewusstsein in der Liga so weiter gemacht.

Und nun werden mittlerweile auch Ausfälle wie am Sonntag von gleich vier Leistungsträgern und Stammspielern locker kompensiert und das Schlusslicht SCE Heessen mit 31:22 besiegt.

Das war zu Saisonbeginn anders. Da war der Abgang von Fabian Schüttpelz zu ASV Senden II und Trainer-Sohn Jonas zum Bezirksligisten TuS Eintracht Overberge nicht so einfach aufzufangen.

Nun hat die Mannschaft aber ihr System gefunden – und an dem beißen sich momentan die Gegner die Zähne aus. Das heißt, kompakt in der Deckung stehen und über schnelle Spieler wie Julian Berg den Weg bei Ballgewinnen nach vorne zu suchen.

Die Meisterschaft und der Bezirksliga-Aufstieg sind nach dem Fehlstart natürlich kein Thema mehr – aber Platz drei ist in Reichweite. Und der soll es am Ende dann auch sein. - fraz

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