TV Werne unterliegt im Spitzenspiel – Frauen in der Spur

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TV-Trainer Ingo Nagel

Werne - Seine erste Pflichtspiel-Niederlage nach der Rückkehr auf die Bank des TV Werne musste am Samstagabend Trainer Ingo Nagel hinnehmen. Die Werner Bezirksliga-Frauen kamen hingegen zum dritten Sieg.

Kreisliga, Herren: TV Werne – VfL Kamen 19:24 (11:11). Denn im Spitzenspiel der bis dahin einzig beiden ungeschlagenen Teams setzte sich der Vorjahres-Vizemeister der Kreisliga in der Linderthalle am Ende deutlich durch.

„Das war ein verdienter Sieg für Kamen, auch wenn er am Ende zwei, drei Tore zu hoch ausgefallen ist“, gratulierte der Werner Coach dem Gegner zum Erfolg.

Dabei verlief die Partie bis zur 47. Minute absolut auf Augenhöhe. Bis dahin schaffte es keine Mannschaft, sich mit mehr als zwei Toren abzusetzen. Mit Beginn der Schlussphase kassierte der Gastgeber aber zwei Zeitstrafen, „die Kamen eiskalt ausgenutzt hat“, wie Nagel mitansehen musste.

Nagel mit seinem Team zufrieden

Der VfL zog über 19:16 (49.) auf 21:17 (53.) davon – das war die Entscheidung. Auch wenn die Werner in der Schlussphase versuchten, mit einer offenen Deckung das Spiel drehen, behielten die VfL-Spieler ihre Nerven und bauten den Drei-Tore-Vorsprung wieder zum 24:19-Endstand aus. „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen“, sagte Nagel.

Vor der Pause nutzte der Gastgeber vor einer durchaus stattlichen Kulisse ebenfalls alle Fehler gegen die gemeinhin als sattelfest bekannte Kamener Deckung konsequent aus. „Und selber nur elf Tore kassiert zu haben, dass war auch schon gut“, lobte Nagel seinen Abwehrverbund. Und auch nach dem Wechsel fanden die Werner lange Zeit gegen das Kamener Abwehrbollwerk Lösungswege durch Treffer vom Kreis und aus dem Rückraum – „bis eben Kleinigkeiten den Ausschlag für Kamen gegeben haben“, wie Nagel meinte.

Trotz der ersten Saisonniederlage bleiben die Werner weiterhin auf Platz zwei, der am Ende der Saison zum Sprung in die neue Bezirksliga unter der Federführung des Kreises Hellweg führt. „Damit bin ich insgesamt zufrieden“, sagte Nagel vor der dreiwöchigen Meisterschaftspause.

TVW: Rensmann (1.-60.), Rövekamp (bei einem Siebenmeter) – Bade (7/4), Brocke (3), Berg (2), Leidecker (1), Havers (1), Wierling (1), Beneke (1), Gründken (1), Thiemann (1), Müller (1, Narwoski, Gröglinghoff

Am Donnerstag im Pokal gegen HC TuRa

In der 2. Runde des Kreispokals (Hellweg) empfängt der Kreisligist TV Werne am Donnerstag ab 20 Uhr in der Linderthalle das benachbarte Verbandsliga-Spitzenteam vom HC TuRa Bergkamen.

Bezirksliga 4, Frauen: SC Huckarde-Rahm – TV Werne 11:19 (5:10). Die Werner Frauen bleiben nach diesem Auswärtserfolg auf Tuchfühlung zur Spitze. Huckarde versuchte es gleich mit einer Portion Härte: Steffi Goletz hatte nach einer Minute schmerzhaften Kontakt und musste – am Knie verletzt – auf die Bank. Die Gastgeberinnen nutzten dies gegen sichtlich geschockte Werner, die nur zu neunt angereist waren.

4:0 hieß es für Huckarde, dann nahm Trainer Hansjoachim Nickolay nach neun Minuten eine Auszeit, „um die Mannschaft wach zu rütteln“ (Nickolay). Dies zeigte Wirkung, und auch die Rückkehr von Goletz nach elf Minuten gab neuen Schub. Sieben Tore in Folge brachten die 7:4-Führung. Weil die Abwehr nun besser stand und in Kim Leder einen großen Rückhalt besaß, führten die Werner Frauen zur Pause sogar mit fünf Toren.

Gleich nach dem Wechsel zogen sie auf 12:5 davon und hielten die Führung bis zum Ende – trotz weiterer harter Attacken vor allem gegen Dröge und Goletz. Insgesamt, sagt Nickolay, sei es eine zähe zweite Hälfte gewesen: „So als ob die Uhr langsamer geht.“

Gleich heute Abend geht es für die TV-Frauen weiter. In der ersten Kreispokal-Runde empfangen sie den Lüner SV (20 Uhr, Lindert).

TV Werne: Leder – Dröge 2, Goletz 8/1, A. Majchrzak, X. Majchrzak, Siebels, Skaletz 2/1, Weißgerber, Wolf

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