Werne verliert im Pokal: Oberaden gegen TuRa im Finale

Lutz Wierling war mit acht Toren bester Werner Angreifer bei der 25:30-Pokalniederlage gegen den Verbandsligisten SuS Oberaden. - Foto Eickmann

WERNE - Der Handball-Verbandsligist SuS Oberaden ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat im Kreispokal-Halbfinale den Kreisligisten TV Werne in der Werner Ballspielhalle mit 30:25 (16:9) bezwungen. Auch wenn die Gastgeber letztlich chancenlos waren, zeigte sich Werner Trainer Bernd Hüttemann „relativ zufrieden“. Im Endspiel trifft der SuS nun auf den HC TuRa Bergkamen.

Kreispokal, Halbfinale: TV Werne – HC TuRa Bergkamen 25:30 (9:16.). Die „Cobras“ aus Oberaden mussten dabei auf nicht weniger als sieben Spieler verzichten, die sich verletzt oder privat verhindert angemeldet hatten (Roth, Wix, Stennei, Vogel, Neese, Herold, Pohl).

Und der Gastgeber begann motiviert und ging nach vier Minuten sogar mit 3:2 in Führung. Der SuS benötigte einige Zeit, sich an die haftmittelfreien Bedingungen zu gewöhnen. „Die erste Viertelstunde war okay“, sagte TV-Trainer Bernd Hüttemann nach dem 5:5-Zwischenstand.

Nach und nach fanden die Gäste aber immer besser ins Spiel und erzielten viele Tore aus dem aufgebauten Angriff.

Vor allem das Zusammenspiel des Rückraums mit Kreisläufer Benny Neureiter klappte gut. Im rechten Rückraum agierte zum ersten Mal der junge Lauris Hajduk, der ebenfalls einige Akzente setzte. Nach und nach ging Oberaden immer deutlicher in Führung. „Oberadens körperliche Überlegenheit wurde zu groß. Und wir hatten auch viele Fehler im Angriff. Man hat gesehen, wo der Unterschied zwischen Verbands- und Kreisliga liegt“, sagte TV-Trainer Bernd Hüttemann.

Nach dem 16:9 zur Pause betrug der Vorsprung Mitte der zweiten Halbzeit bereits elf Tore (24:13).

Von da an flachte die Partie deutlich ab. Technische Fehler auf beiden Seiten nahmen zu und der TV Werne wurde noch zu vielen Gegenstößen eingeladen. Der Kreisligist nahm das dankend an und freute sich, noch für ein sehr achtbares Endergebnis sorgen zu können.

Auch die Umstellung auf zwei Kreisläufer, diese Rolle füllten Gründken, Abdinghoff und Gröblinghoff im Wechsel aus, sorgte aus Werner Sicht für ein positiveres Ergebnis.

„Wir wollten dieses Spiel gewinnen, und das ist uns gelungen. Natürlich haben wir am Ende abgebaut, aber da war das Ding auch im Prinzip schon entschieden“, so SuS-Coach Ralf Weinberger nach dem Finaleinzug.

TV: Wulfert 15-60.), Rensmann (1.-15.) – Bade (2), Berg (2), Müller (1), Brocke (1), Havers, Most, Gröblinghoff (2), Thiemann (7), Wierling (8), Gründken (1), Abdinghoff (1), Benecke

SuS: Menge (1.-45.), Caspari (45.-60.) - Fehring (7/2), Neureiter (8/2), Notthoff, Schichler, Schumacher (2), P. Stennei (3), Stratmann (3), Brenne (1), Hajduk Beste Spieler: Neureiter, Hajduk

Torfolge: 3:2, 5:5, 6:11, 9:16 – 11:19, 13:24, 20:28, 25:30

Halbfinale, Männer: SuS Oberaden II – HC TuRa Bergkamen 22:25 (12:15). Sehr achtbar verkaufte sich Kreisliga-Spitzenreiter SuS Oberaden II gegen die drei Klassen höher spielenden Ortsnachbarn aus Bergkamen.

Die Gäste reisten mit voller Kapelle an, allerdings schonte Trainer Thomas Rycharski einen Teil der Mannschaft, besonders aus der „ersten Sieben“. So weilten die Spieler Stork, Terbeck, Bicker, Trost und Warias nur auf der Bank und wurden zum Teil gar nicht eingesetzt. Auch „Tomek“ Rycharski selbst wirkte nicht aktiv mit und konzentrierte sich auf die Coaching-Aufgaben.

Dafür stand nach vielen Monaten Co-Trainer und Torwart-Oldie Carsten Schröder mal wieder zwischen den Pfosten. Die Partie war letztlich über 60 Minuten sehr ausgeglichen. Die TuRaner erspielten sich zwar schnell ein Zwei- bis Drei-Tore-Polster, allerdings schaffte der Underdog immer wieder den Anschluss. Das Spiel der Gäste fokussierte sich im Angriff auf das Zusammenspiel mit Kreisläufer Philipp Ostermann, der erstmals wieder Spielanteile in der ersten Mannschaft erhielt.

Diese Spielausrichtung funktionierte dann auch immer wieder, insgesamt markierte Ostermann wie meisten Feldtore im Spiel. Oberaden war immer dann erfolgreich, wenn sie im gebundenen Spiel den nötigen Druck aufbauen konnten. Wurde die hoch gewachsene TuRa-Defensive in Bewegung gebracht, fielen auch die Tore. Von den Halbpositionen zumeist über Krock oder Schuchtmann. Nachdem im zweiten Durchgang auch noch einige Konter gelaufen wurden, erzielte Oberaden Mitte der zweiten Halbzeit sogar noch zweimal den Ausgleich. Thomas Rycharski ging jetzt kein Risiko mehr ein und wechselte seine Shooter Pascal Terbeck und Alexander Bicker auf den Halbpositionen ein.

Diese erzielten dann zwar keine Feldtore, allerdings brachten deutlich mehr Sicherheit ins Spiel des Verbandsligisten. In der Schlussphase markierten die Rot-Weißen noch 4:1 Tore, sodass der Erfolg am Ende auch nicht allzu zittrig war. „Oberaden hat es heute gut gemacht. Sie haben toll dagegen gehalten. Ich glaube auch, dass sie aufsteigen werden. Ich bin froh, dass sich auf beiden Seiten keiner verletzt hat. Das war erstmal das Wichtigste. Wir freuen uns jetzt auf das Finale gegen Oberadens Erste“, meinte TuRa-Trainer Thomas Rycharski nach der Partie. Sein Kollege Björn Grüter war trotz der Niederlage voll des Lobes für sein Team: „Die Jungs haben sich heute super verkauft.“

SuS II: Kissing (1.-30.), Schaumann (31.-60.) – P. Schuchtmann (2), Rodefeld (3), Junge (n.e.), Jaszmann (1), Krock (5), Titz, Schuchtmann (5), Gonschewski (4/2), Guminski, Wagner Neureiter (2)

TuRa: Schröder (1.-60.), Domanski (n.e.) – Bicker (2/2), Fröhling (2), Kauer (3), Moog, Nowaczyk (7/4), Reininghaus (1), Terbeck, Trost (n.e.), Warias (n.e.), Ostermann (8), Webers (2) - myr

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