Handball: TVW-Männer gewinnen das Verfolgerduell

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Die Männer des TV Werne ließen Heeren II keine Chance.

WERNE - Im Verfolgerduell der Hellweg-Kreisliga mit dem HC Heeren II präsentierte sich die Handballer des TV Werne wieder heimstark und siegten unerwartet deutlich mit 31:13 (15:6). Die Bezirksliga-Frauen hatten da schon mehr Probleme mit dem Vorletzten und entkamen knapp einer Blamage.

Kreisliga Hellweg Männer: TV Werne – HC Heeren II 31:13 (15:6). Nun trennen die Werner lediglich noch zwei Punkte von Heeren und vier vom angestrebten dritten Platz, den TuRa Bergkamen III belegt.

Am Ende blieb das Rätsel, warum der TV Werne das Hinspiel noch mit 18:23 verloren hatte. Gleich zu Beginn gelang es dem TV sich auf 5:2 abzusetzen. Eine starke und aggressive 6:0-Deckung, wie Trainer Bernd Hüttemann sie gefordert hatte, ließ den Gästen kein durchkommen. „Die Jungs haben sich hoch engagiert gezeigt, gerade in der Abwehr. Wir wussten, dass Heeren nicht in der Lage ist gegen eine defensive Deckung zu bestehen“, so Hüttemann. Heeren schien regelrecht ideenlos im Angriff und kamen die Gäste doch einmal zum Abschluss, hielt Torhüter Fabian Rensmann seinen Kasten so gut wie sauber. Dank seines starken Rückhaltes und der starken Abwehr gelang es dem TV immer wieder viel Tempo in das Spiel zu bringen. So war die Partie bereits nach der ersten Halbzeit entschieden (9:4, 13:6, 15:6).

„Es blieb natürlich die Angst, dass wir uns in der zweiten Halbzeit von Heeren einlullen lassen. Das haben wir zum Glück nicht getan“, sagt Hüttemann. Stark wie in der ersten Halbzeit kam der TV aus der Kabine und ließ Heeren nicht den Hauch einer Chance. Mit einer Serie von neun Toren in Folge (17:8, 26:8) waren die Gäste völlig überrannt und konnten dem TV nur noch zuschauen. Nach Ablauf der Zeit blieb dem TV noch ein Siebenmeter, den Torhüter Fabian Rensmann zum Schlussstand von 31:13 verwandelte. „Erfreulicherweise konnten wir alle Mannschaftsteile spielen lassen und es hat sich keiner verletzt. Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel“, so Hüttemann.

TVW: Rensmann (1), Wulfert - Abdinghoff (4), Bade (2), Berg (4), Brocke (4), Gröbblinghoff (1), Gründken (1), Havers (3), Most (3), Müller, Schroer(3), Thiemann (5)

Bezirksliga 4, Frauen: TV Werne – SG Handball Hamm III 25:22 (11:15). Eine sehr schwache Leistung zeigten die Werner Frauen vor heimischem Publikum, die dennoch reichte, um gegen den Vorletzten den dritten Tabellenplatz zu verteidigen. Obwohl die Hammerinnen als klarer Außenseiter anreisten, bewiesen sie Kampfgeist und setzten den TV mächtig unter Druck.

Personeller Mangel machte sich auf beiden Seiten deutlich. Beim TVW fiel Miram Siebels noch kurzfristig wegen Krankheit aus und Stefanie Goletz musste arbeiten. Auf der anderen Seite traten die Gäste ohne Torhüterin an, so dass eine Feldspielerin zwischen die Pfosten musste.

Wie bereits im Hinspiel lief die erste Halbzeit absolut nicht wie geplant. „Wir hatten gerade mal eine Rückraumspielerin zur Verfügung und der gesamte Spielfluss fehlte“, versucht TV-Coach Hansjoachim Nickolay das Debakel zu erklären. Nachdem sich die Gastgeber mit 3:1 einen kleinen Vorsprung erspielten, brach das Spiel scheinbar völlig auseinander. Hamm zeigte Biss im Angriff, kämpfte sich immer wieder durch die Werner Abwehrreihen und glich zum 4:4 aus. Zu viele technische Fehler im Angriff ließen den TV ins Hintertreffen geraten (7:8, 10:12). „Wir haben Hamm durch unsere Fehler stark ins Spiel gebracht“, so Nickolay. Das änderte sich auch bis zur Halbzeit nicht (11:15).

Nach einer deutlichen Standpauke sollte es in Halbzeit zwei besser laufen für den TV. Sichtlich aufgeweckter kam Nickolays Team aus der Kabine und verkürzte zum 13:15. Hamm fand jedoch schnell zu alter Form zurück und hielt den TV auf Distanz (14:17). Erst eine Viertelstunde vor Schluss legte sich der Schalter bei den Gastgeberinnen um und es gelang der Ausgleich zum 20:20.

„Wir hatten nicht damit gerechnet so ins Hintertreffen zu geraten. In der zweiten Halbzeit haben wir unser Problem, die Deckung, zum Glück nochmal besser in den Griff bekommen“, so der TV-Coach. Durch den Führungstreffer von Janina Schöpper (21:20) schöpfte der TV neuen Mut und legte noch einmal drauf. Fünf Minuten vor Schluss ließen sie sich den geringen Vorsprung dann nicht mehr nehmen. - mk

TVW: Leder – Dröge (7), Fuhsy, A. Majchrzak (5), X. Majchrzak (2), Michalski (2), Schöpper (9), Schulz, Klaes - mk

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