TVW: Frauen schaffen kleine Überraschung

Janina Schöpper erzielte zehn Tore für ihr Team beim Erfolg über Villigst-Ergste. -  Foto: Hillebrand

WERNE - Die Werner Handballmänner siegten im Kreisliga-Verfolgerduell im Derby klar mit 23:14 gegen die „Dritte“ von TuRa. Die Werner Frauen siegten ebenfalls überraschend trotz personeller Probleme gegen Villigst-Ergste.

Bezirksliga 4 Frauen: TV Werne – HVE Villigst-Ergste 26:21 (11:11). Wiedergutmachung betrieben die Werner Frauen gegen den Tabellenfünften und überraschten dabei ihren Trainer Hansjoachim Nickolay. Denn trotz einer sehr dünnen Personaldecke – Xenia Majchrzak musste sich aufgrund ihrer Kopfverletzung aus dem Huckarde-Spiel kurzfristig abmelden – behielten die TVW-Frauen in der entscheidenden Schlussphase die Nerven.

Zuvor war es immer wieder hin und her gegangen, mal führten die Werner Frauen, mal die Gäste. Zunächst lag der TVW vorne, gab die Führung beim Stand von 5:4 wieder her, als sie die Ergster Rechtsaußen Charlene Bahnusen nicht in den Griff bekamen (5:6). Und auch eine weitere zwischenzeitliche Führung von 10:7 sollte nicht reichen, bis zur Pausensirene waren beide Teams wieder gleichauf (11:11/30.).

Im zweiten Durchgang bot sich zunächst das gleiche Bild. Erst setzte sich Villigst ab, dann führten wieder die Gastgeber, ehe Villigst ein deutliches Polster vorlegte (15:17). Doch als sich die Werner Frauen auf 19:19 (47.) herangekämpft hatten, begann die entscheidende Phase, in der die Gastgeber starke Nerven zeigten. Da Stefanie Goletz, sonstige Torgarantin in den Werner Reihen in Manndeckung genommen wurde, eröffneten sich Freiräume, die Janina Schöpper und Katharina Dröge sicher nutzten.

Letztere brachte ihr Team mit drei Treffern in Serie sicher nach vorn (22:19/55.). Aber als sie sich bei ihrem letzten Treffer verletzte und nicht weiterspielen konnte, war der Schreck beim Trainer groß. „Ich habe Schweißausbrüche bekommen, weil ich befürchtet habe, dass der Deckungsverbund dann nicht mehr so stabil ist, aber die Mädels haben mich eines besseren belehrt“, erklärte Nickolay. Die Abwehr packte weiter konzentriert zu und Janina Schöpper und Stefanie Goletz steuerten die wichtigen Treffer bei. „Mit dem Sieg hat keiner gerechnet, deswegen ist er doppelt was wert“, war Nickolay stolz auf die Leistung seines Teams. - lel

TVW: Gentes, Leder, Dietz – Dröge (6/3), Fuhsy, Goletz (7/2), A. Majchrzak (2), Michalski, Schöpper (10), Schulz (1)

Kreisliga Hellweg Männer: TV Werne – TuRa Bergkamen III 23:14 (12:5). Wer es gerne zäh mag, hätte seinen Spaß gehabt am Derby zwischen TuRa III und dem TVW. Dank eines dezimierten Kaders und dem ungewohnten harzfreien Ball, wie TuRa-Trainer Peter Krause erklärte, waren die Gäste in der ersten Hälfte völlig von der Rolle. Am Anfang ließen sich die Werner Männer anstecken, lagen sogar mit 0:2 zurück. „Das Spiel hatte keinen Esprit, aber das wurde uns irgendwann zu bunt“, erklärte TVW-Trainer Bernd Hüttemann. Er stellte um und zog zwei Spieler nach vorne in Manndeckung. Das unterband das Spiel der Bergkamener, die ohne Rückraumspieler nach Werne gereist waren, und brachte den Wernern viele Ballgewinne. Die Konsequenz: Werne zog davon, führte zwischenzeitlich mit 6:2 und baute den Vorsprung bis zur Pause auf 12:5 aus. „Bei uns klappte nichts, wir haben im Angriff viel zu viele Bälle liegen lassen“, sah Krause ein chaotisches Spiel.

In der zweiten Hälfte bot sich das gleiche Bild, auch wenn es sich auf Bergkamener Seite ein wenig besserte. TuRa bekam kein richtiges Tempo ins Spiel, Werne zog weiter davon. Jörg Rösener, ehemaliger Zweitliga-Spieler auf Seiten der Bergkamener kam nur auf einen Treffer. „Der hat im letzten Spiel noch zwölf Tore geworfen und jetzt nur eins – er kommt auch nicht ohne Harz klar“, deutete Krause nochmals an, wie schwer sich seine Mannen mit der harzfreien Halle tat.

Das Fazit von seinem Trainerkollegen fiel da schon anders aus. „Wichtig war, dass ich alle Spieler einsetzen konnte“, betonte Hüttemann und hatte dann doch noch einen kleinen Kritikpunkt für sein Team. „Solche Mannschaften schießt man sonst eigentlich mit 40 Toren aus der Halle, das hätten wir noch besser machen können“, erklärte er. „Unter dem Strich zählen aber die gewonnenen zwei Punkte“. - lel

TVW: Rensmann, Wulfert – Bade (4), Berg (3), Most, Brocke (3), Havers, Abdinghoff (2), Gröblinghoff (2), Thiemann (3), Wierling (5), Schroer

TuRa III: Wagner – Osterwald, Wortmann (5/2), Althusmann (2), Müller (1), Rösener (1), Menschner (1), Konwert (4)

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