TV-Männer erleben Debakel – Werner Frauen mit Pflichtsieg

Kaum ein Durchkommen gab es für die Werner Kreisliga-Herren – hier mit Maik Bolduan (Mitte), der hier von Bergkamens Tor-Torschützen Tim Gerwien unsaft gestoppt wird. - Foto: Wagner

BERGKAMEN - Ein Debakel erlebten die Kreisliga-Männer des TV Werne am Samstag bei der „Dritten“ des Verbandsligisten HC TuRa und rutschten ganz tief in den Keller auf den vorletzten Platz mit 2:8- Punkten ab. Hingegen schafften die Werner Bezirksliga-Frauen den erwarteten Pflichtsieg gegen SG Handball Hamm III beim 18:14 (5:5).

Kreisliga (Hellwg): HC TuRa Bergkamen – TV Werne 28:19 (11:8.). Die Gastgeber, die erneut auf ihre Routiniers und auch auf drei Spieler aus der in der Landesliga spielenden Reserve zurückgreifen konnten, setzen sich hingegen überraschend mit nun 6:2-Punkten in der Spitzengruppe fest.

Dabei hatte Gäste-Trainer Bernd Hüttemann von seinem Team nach der schwachen Vorstellung aus dem Spiel gegen HC Heeren vor der Herbstpause eine Reaktion gefordert – und die Mannschaft diese auch angekündigt. Allerdings schaffte sein Team zum zweiten Mal in Folge nicht, die 20-Tore-Marke zu knacken.

Und die Gäste begannen auch gut und führten 2:0. Als TuRas „Dritte“ die Partie zum 5:4 drehte (17.), war der Gast immer noch im Rennen. Dabei war das Spiel ziemlich zerfahren und kam nur selten Spielfluss auf. Bis zur Pause setzte sich Bergkamen im Derby leicht ab (11:8). „Das sah bis dahin gut aus . Wir haben in der Abwehr gut verschoben“, sagte TV-Trainer Bernd Hüttemann.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte hielt der TVW den Rückstand noch gering. Allerdinngs klappte die Maßgabe, ein weniger offensiver zu spielen“, gar nicht. Denn als ab Mitte der zweiten Hälfte die Hausherren zulegten und auch ihre Chancen besser nutzten, wurde das Ergebnis deutlicher und die Sache bitterer für die Gäste.

Über das 16:12 von Tim Gerwien (42.) und dem 19:14 (48.) zog Bergkamen auf 28:19 am Ende davon.

Bei den Gastgebern ragten die beiden Reserve-Leihgaben André Rutke und Tim Gerwien, die jeweils sieben Treffer erzielten, heraus.

Angesichts des Abrutschen des TVW auf dem vorletzten Paltz bleibt Trainer Hüttemann entspannt. „Wir hatten ja bei unseren Niederlagen auch gute Spiele dabei. Es geht eng zu. Aber wichtig ist dann auch, gute Leistungen anzurufen.“

Am kommenden Wochenende an Sim-Jü hat der TV Werne sein Spiel verlegt.

HC TuRa III: Wagner, Westbomke – Bevers (3), Rutke (7), Turk, Hagenkötter (1), Osterwald, Althusmann (1), Althusmann (1/1), Wortmann (5/1), Rösener (4), Gerwien (7)

TV: Wulfert, Rensmann – Abdinghoff, Bade, Berg, Beneke, Bolduan, Brocke, Gröblinghoff, Havers, Nadrowski, Thiemann, Gründken

Bezirksliga 4, Frauen: SG Handball Hamm III – TV Werne 14:18 (5:5). Nach einer zähen ersten Hälfte gelang den Werner Frauen mit mehr Konzentration endlich wieder ein Sieg. Zwar hatte sich Trainer Hansjoachim Nickolay einen deutlicheren und einfacheren Sieg gewünscht, doch erwiesen sich die Gastgeberinnen als widerspenstiger Gegner, der den TV-Frauen das Leben schwer machte.

Doch in der ersten Hälfte, in der beide Teams gerade einmal fünf Tore warfen, standen sich die Werner Frauen erstmal selbst im Weg. „Wir haben zu viele technische Fehler gemacht“, stellte Nickolay fest. Aber auch die technischen Fehler der Gastgeberinnen nutzten die TV-Frauen nicht konsequent aus. „Wir waren nicht aggressiv genug, um uns die verlorenen Bälle von Hamm zu holen“, monierte der TV-Coach. Und auch beim eigenen Abschluss fehlte die letzte Durchschlagskraft. „Wir haben immer auf den Pfiff des Schiris gewartet, anstatt selber durch zu ziehen“, kritisierte Nickolay.

Und die Kritik gab er in der Halbzeitpause deutlich an seine Spielerinnen weiter. „Das gab eine Standpauke“. Und die sollte fruchten. Zu Beginn der zweiten Hälfte zogen die Werner Frauen schnell auf drei Tore weg (5:8/35.).

Doch die Gastgeberinnen erwiesen sich als zäh, kamen immer wieder ran. Über 7:8 (37.) auf 9:10 (42.) und 11:12 (45.) blieb es weiterhin spannend. „Hamm hat uns das Leben schwer gemacht und zwischendurch natürlich Blut geleckt“, gab Nickolay zu.

Doch beim Stand von 12:16 (54.) war das Spiel gelaufen., die Mannschaft habe die Partie danach locker runtergespielt. Vor allem Stefanie Goletz zeigte sich im zweiten Durchgang sehr treffsicher, traf insgesamt acht Siebenmeter. „Sie wird immer sicherer und tritt auch nach vergebenen Siebenmetern wieder an“, freut sich der Coach über die Leistung seiner Führungsspielerin. - lel/fraz

TVW: Dietz – Dröge (6), Goletz (11/8), Fuhsy, A. Malcjzarek, X. Malcjzarek (1), Michalsky, Schöpper, Schulz, Sievels

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