Werne bereitet Oberaden III ein Debakel – Frauen verpassen Revanche

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Nicht gefordert wurde die Werner Abwehr beim klaren Sieg gegen Oberaden.

Werne - Mit einem deklassierenden Kantersieg haben die Werner Kreisliga-Männer den Aufsteiger aus Oberaden förmlich aus der Linderthalle gefegt. Hingegen verpassten die Werner Bezirksliga-Frauen die Revanche gegen ASC Dortmund II, auch wenn die Frauen des TV Werne lange Zeit gut auf Kurs waren.

Kreisliga (Männer): TV Werne – SuS Oberaden III 50:11 (23:4). „So ein Ergebnis habe ich in meiner Trainerlaufbahn noch nicht gehabt“, sagte TV-Trainer Ingo Nagel.

Oberadens Co-Trainer Christian Lohmeier fehlten fast die Worte: „Es haben zwar zwei, drei Leute gefehlt. Aber das es so heftig wird, damit habe ich nicht gerechnet.“

Zu Spielbeginn hielt der Gast bis zum 5:3 noch mit. Doch danach zog der Tabellenzweite an. Mit zehn Toren in Folge zum 15:3 und acht weiteren in Serie nach dem vierten Gegentreffer war die einseitige Partie zur Pause entschieden (23:4).

„Ich habe den Jungs in der Pause gesagt, sie sollen ohne Gnade ihr Ding durchziehen und keine Geschenke verteilen. Und das haben sie gegen einen vollkommen überforderten Gegner gemacht. Für Oberaden tut es mir ein bisschen Leid. Das war heute aber ein alles andere als alltägliches Spiel“, sagte Nagel weiter.

Irgendwann ging es für die Gastgeber nur noch darum, nachdem Oberaden den zweistelligen Bereich erreicht hatte, dass die 50-Tore-Marke geknackt wird.

Als nach 55 Minuten der TVW erst 44 Treffer auf seiner Habenseite hatte, zogen die Gastgeber noch einmal an. Und vier Sekunden vor dem Abpfiff traf Luca Gründken zum 50:11-Endstand unter dem Jubel der Fans in der Halle. Die Konsequenz: Er muss genauso wie Top-Torjäger Alexander Gröblinghof für das 40. und Tobias Jäger für das 30. Tor seinem Team eine Kiste Bier spendieren.

TVW: Rensmann – Bade (8/3), Brocke (3), Gröblinghoff (11), Havers (1), Jäger (7/3), Leidecker (3), Wierlng (4), Gründken (6)

Spielfilm: 5:3, 15:3, 23:4 – 34:5, 44:8, 44:10, 50:11

Bezirksliga (4), Frauen: TV Werne – ASC Dortmund II 19:22 (9:10). Die Revanche ist missglückt, auch wenn die Frauen des TV Werne lange Zeit gut auf Kurs waren. Doch eine Schwächephase rund zehn Minuten vor Schluss kostete die Heimpunkte. „Eine ärgerliche Niederlage, wir haben es am Ende selbst aus der Hand gegeben“, ärgerte sich auch Trainer Hansjoachim Nickolay über die Niederlage gegen den direkten Verfolger. Platz zwei ist dadurch trotzdem nicht gefährdet, nur der Rückstand auf Spitzenreiter Villigst-Ergste ist nun auf sechs Punkte angewachsen. „Da wäre uns natürlich lieber gewesen, wenn wir auf vier Punkte dran wären, dann hätten sie noch eher unseren Atem gespürt“, erklärte Nickolay.

Zehn Minuten vor dem Ende waren beide Mannschaften noch gleichauf. Doch weil die ASC-Keeperin einige gute Paraden zeigte und die Werner Frauen teilweise nicht schnell genug zurück kamen, bauten sich die Gäste durch zwei Tempo-Gegenstöße einen Zwei-Tore-Vorsprung auf, der am Ende entscheidend sein sollte (16:18/50.). Auch eine Auszeit brachte keine Besserung. Die Werner Frauen ließen plötzlich zu große Lücken in der Abwehr, vorne wurde der eine oder andere Wurf zu leicht genommen. Die Gäste nutzten das eiskalt aus und zogen entscheidend davon.

Schon zum Ende der ersten Hälfte hatten die TVW-Frauen den ASC sträflich zurückkommen lassen, als sie in der 27. Minute bereits mit 9:7 führten und dann innerhalb der drei Minuten noch drei Tore kassierten, so dass die Dortmunderinnen mit einer Führung in die Pause gehen konnten. Zu Beginn der zweiten Hälfte kämpfte sich das Nickolay-Team nochmal ran und zeigte Moral, reichen sollte es aber nicht.

TVW: Leder – Dröge (5/2), A. Majrczak (1), Rosigkeit (6), Skaletz (2), Weißgerber (3), Wolf, Anton, Stengl (3)

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