Pleiten für die Werner Handballteams

Fabian Brocke und die Werner Männer verloren in KamenFoto: Wagner Dateiname: xr14s789

WERNE -  Mit Siegen waren die Männer und Frauen des TV Werne in die Saison gestartet. Am zweiten Spieltag setzte sich der Gleichklang fort – allerdings diesmal wenig erfreulich.

Kreisliga (Hellweg), Herren: TuS Kamen – TV Werne 28:25 (13:13). „Da wäre mehr drin gewesen“, ärgerte sich Trainer Bernd Hüttemann gestern Abend. Doch mangelhaft umgesetzte taktische Vorgaben machten alle Hoffnungen auf Werner Seite zunichte.

Dabei war nach der ersten Hälfte alles möglich. Denn di gestaltete sich völlig ausgeglichen; mal lag Werne vorne, mal Gastgeber Kamen. In der 29. Minute zeichnete sich dann aber eine Pausenführung des TVW ab. Mit zwei Toren lag die Hüttemann-Sieben in Front. Doch innerhalb einer Minute fing sich das Team zwei Tempogegenstöße und ging so mit einem Unentschieden in die Pause.

In der ersten Halbzeit war Kamen hauptsächlich über den Kreisläufer und einen Rückraumschützen erfolgreich. „Da wollten wir anpacken und am Kreis enger stehen. Aber das hat diesmal überhaupt nicht geklappt“, musste Hüttemann zugeben.

Innerhalb von zehn Minuten zog Kamen auf 20:15 davon (40.), die taktischen Mittel griffen überhaupt nicht. Hüttemann reagierte erneut, stellte einen Kamener Spieler in Manndeckung. Diese Aktion fruchtete, Werne arbeitete sich auf 18:20 heran (45.). In der Folge gab es Zeitstrafen auf beiden Seiten, doch der TVW verkraftete diese nicht so gut wie die Gastgeber. Erneut zog Kamen auf fünf Tore davon (23:18, 50.). Das veranlasste Hüttemann dazu, noch eine zweite Manndeckung anzuordnen, wieder mit kurzfristigem Erfolg, Werne war beim 21:23 (54.) auf zwei Punkte dran. Doch Unstimmigkeiten in der Abwehr verhalfen Kamen zur deutlichen 26:22-Führung. Werne war drei Minuten vor Schluss noch einmal auf Schlagdistanz (24:26) dran, der Versuch einer offenen Manndeckung ging aber nach hinten los. Hüttemann: „Kamen war einfach zu clever und hat sich nicht irritieren lassen.“

TV: Wulfert, Rensmann – Bade 4, Benecke 1, Berg 2, Bolduan 6, Brocke 1, Havers 2, Schroer 1, Most 1, Wierling 5, Abdinghoff 1

Bezirksliga 4, Frauen: DJK Oespel-Kley – TV Werne 29:20 (16:10). Am Ende wurde es deutlich für die Werner Frauen. Doch nach der Roten Karte für Stefanie Goletz rund zehn Minuten vor Schluss und geschwächt durch weitere Zeitstrafen war die Gegenwehr der TV-Frauen gebrochen. „Das ist verständlich, dass dann irgendwann die Luft raus ist“, zeigte auch Trainer Hansjoachim Nickolay Verständnis für die schwindenden Kräfte. In seinen Augen hatte der Schiedsrichter seiner Mannschaft das Leben aber auch ordentlich schwer gemacht. Am Ende standen sieben Zeitstrafen auf Werner Habenseite, nur drei bei Oespel-Kley. „Aktionen, bei denen wir eine Zeitstrafe bekommen, wurden auf der anderen Seite nicht in dem Maß geahndet, das ist schon fragwürdig“, bemerkte Nickolay.

Denn seine Mädels kämpften trotz aller Widrigkeiten. „Dafür kann ich der Mannschaft nur ein Kompliment machen, sie haben sich in der zweiten Hälfte am Riemen gerissen und alles gegeben“, lobte der Coach. Zwischenzeitlich waren sie auf 18:21 herangekommen, doch dann gab es die Rote Karte für die treffsichere Stefanie Goletz und Sarah Stengel musste für Anka Dietz ins Tor. Die gestartete Aufholjagd war jäh beendet.

In der ersten Hälfte sah er dafür Dinge, die ihm nicht so gut gefielen. Denn nach einem 1:5-Rückstand zu Beginn kämpfte sich sein Team auf 5:7 wieder ran. Doch durch überhastete Angriffe und daraus resultierende Tempogegenstöße zog Oespel-Kley wieder davon und Werne lief einem Rückstand von fünf bis sechs Toren hinterher.

„Da Spiel müssen wir abhaken und weitermachen“, blickt Nikolay dennoch positiv nach vorne.

TV Werne: Dietz, Dröge (1), Goletz (10/5), A. Majchrzak, X. Majchrzak (1), Michalski, Schöpper (6), Schulz, Siebelt, Stengel (1), Fuhsy - lel

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