Sieg und Niederlage für Werner Handballer

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Auch sieben Tore von Steffi Goletz halfen den TV-Frauen nicht.

Werne -  Die Handball-Männer des TV Werne haben in der Kreisliga Hellweg das Nachbarschaftsderby gegen Oberaden III mit 225:23 gewonnen. Die Frauen hingegen verschenkten in Dortmund beim ASC II mit einer 21:22-Niederlage unnötig ihre Punkte.

Kreisliga Hellweg, Männer: SuS Oberaden III – TV Werne 23:25 (14:14). „Das war ein hartes Stück Arbeit für uns und ein unangenehmes Spiel. Oberaden hat seine kämpferischen Qualitäten eingebracht“, sagte TV-Trainer Ingo Nagel nach dem Erfolg beim Aufsteiger, der sein Team zunächst einmal in die Spitzengruppe der Liga bringt.

Am kommenden Wochenende geht’s zum Bezirksliga-Absteiger HSG Unna, der in Massen gewann und ebenfalls mit an der Spitze steht. „Die sind ein bisschen selbst erklärter Favorit. Mal sehen, wie wir uns da verkaufen,“, sagt Nagel, und: „Da müssen wir aber eine Schüppe drauflegen.“

Am Römerberg fehlte den Wernern am Samstag ein bisschen die spielerische Linie und die letzte Konseqeunz im Angriff, dies vor allem auf den Wegen in die Nahtstellen der Oberadener Deckung. „Man hat solche Tage, entscheidend sind die Punkte auf der Habenseite“, meinte Nagel.

Auf dem Weg dorthin gingen die Werner zunächst mit 3:1 in Führung, kassierten aber die Tore zum 3:3 und lagen nach 18 Minuten sogar mit 7:10 zurück. Nach 22 Minuten stand es 11:11 und so ausgeglichen ging es auch der Halbzeitpause entgegen.

Nach dem Seitenwechsel setzten sich die Gäste mit vier Toren in Folge auf 18:14 ab. „Da stand die Deckung besser, wir konnten mit mehr Tempo nach vorne arbeiten ... Da habe ich gedacht, jetzt ist der Knoten geplatzt“, meinte Nagel. Bis zum 22:18 (49.) hielt der Vier-Tore-Vorsprung, dann aber kämpfte sich Oberaden noch einmal zum 22:22-Ausgleich in der 54. Minute. In der entscheidenden Phase ließ die Werner Deckung aber wenig zu, so dass es mit drei Toren in Folge zur Entscheidung ging. Tim Nadrowski machte mit dem Treffer zum 25:22 in der vorletzten Minute den Deckel drauf.

TV Werne: Rensmann (1.-60.), Wulfert (n.e.) – Häger (4/2), Berg (2), Leidecker (1), Nadroewski (2), Brocke (3), Wierling (5), Bade (7), Müller (1), Havers, Gröblinghoff, Gründgen, Bennecke (n.e.)

Bezirksliga 4, Frauen: ASC Dortmund II – TV Werne 22:21 (9:13). Zweites Spiel, erste Niederlage für die Werner Frauen. Gegen weiter unbesiegte Aplerbecker starteten die Werner furios. „Wir haben denen in der ersten Halbzeit die Grenzen aufgezeigt“, meinte TV-Trainer Hansjoachim Nickolay, aber auch: „In der zweiten Halbzeit haben wir einfach vergessen, den Deckel drauf zu machen. Das ist total ärgerlich.“

Die Werner Frauen lagen zwar gleich mit 0:1 zurück, antworteten aber mit einer bärenstarken Leistung und führten nach 13 Minuten mit 7:2. Über 10:6 (23.) hielt der TV die Führung bei vier Toren. Vor allem Katharina Dröge am Kreis und Steffi Koletz trafen immer wieder sicher. „Wir haben der Mannschaft in der Kabine ein dickes Lob ausgesprochen“, meinte Trainer Nickolay.

War’s am Ende zu viel des Lobes? Zwar kamen die Werner Frauen gut aus der Kabine und hielten den Vorsprung bis zum 16:12 (36.). „Und auch beim 17:14 nach 41 Minuten war alles noch normal“, meinte Nickolay. Doch dann gaben die Werner das Spiel immer mehr aus der Hand, vergaßen dabei, in der Abwehr die Räume eng zu machen und waren später auch nicht mehr so frisch auf den Beinen. Bitter: Die TV-Frauen vergaben drei Siebenmeter, so beim Spielstand von 20:18. „Da müssen wir eigentlich den Sack zumachen“, meinte der Trainer. So aber glich der ASC zum 20:20 aus. Zwar traf Katharina Dröge noch zum 21:20-Führungstreffer, doch Aplerbeck bekam noch zwei Siebenmeter zugesprochen und nutzte diese zum Sieg.

TV Werne: Leder – Gentes, Dröge (7), Goletz (7), A. Majchrzak, X. Majchrzak, Rosigkeit, Schulz, Siebels, Skaletz (4), Weißgerber (3)

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