Handball: TV-Frauen klettern auf Rang drei

+
Katharina Dröge und die Frauen des TV Werne kletterten auf Rang drei.

WERNE - Die Handballerinnen des TV Werne tauschten durch ihren Sieg gegen die Reserve der TVG Kaiserau die Plätze mitdem Gegner und finden sich nun auf Platz drei in Schlagweite zum Spitzenduo wieder. Die Kreisliga-Männer hatten dagegen ihre Schwierigkeiten mit dem geharzten Ball in Lünen und verloren, obwohl sie eigentlich auf Augenhöhe waren.

Bezirksliga (4), Frauen: TV Werne – TVG Kaiserau II 26:11 (15:4). Die tiefen personellen Einschnitte beim Verbandsligisten aus Kamen über den Jahreswechsel hinweg haben tiefe Spuren hinterlassen. So siegten die Werner am Abend sehr deutlich gegen dessen Reserve, die vor diesem Spiel noch mit einem Punkt Vorsprung auf dem dritten Platz gelegen hatte.

Dass die Werner Frauen siegen und mit ihrem Gast die Plätze in der Tabelle tauschen würden, deutete sich schnell an. 4:0 führten die Gastgeberinnen in der frühen Phase der Partie – alle Tore herausgespielt über Tempogegenstöße. Elf davon schlossen die Werner davon im gesamten Spiel ab. „Das ist schon eine Hausnummer. Die zweite Welle ist neben unserer Abwehr einfach unsere stärkste Waffe“, meinte Trainer Hansjoachim Nickolay.

Dessen Team stand in der Abwehr in der Tat überaus sicher und ließ in den 60 Minuten gerade einmal vier Feldtore der Kaiserauer zu. Dies nicht zuletzt auch wegen Torfrau Lana Gentes. Die A-Jugendliche war mit 18 Paraden ein enormer Rückhalt für ihr Team und bekam – auch für ihr großes Engagement im Training – ein dickes Lob vom Trainer.

Das alles wirkte zusammen und führte dazu, dass schon vor dem Seitenwechsel (15:4) die Partie eigentlich entschieden war.

So gerieten andere Dinge in den Fokus: Für die letzten Minuten nahm Kim Leder den Platz im Tor ein. Es war ihr Comeback nach einem Sehnenabriss unter dem Fuß, den sie sich Anfang September im ersten Saisonspiel eingehandelt hatte. „Schön, dass sie wieder dabei ist“, meinte ihr Trainer.

Hansjoachim Nickolay freute sich nicht nur darüber: „Wir auf Platz drei, das hätte doch keiner von uns erwartet“, meinte er. Und er freut sich nicht zuletzt auch über die Aussichten: Gegen Hamm III, Villigst-Ergste und Wellinghofen warten – unterbrochen vom Nachholspiel beim Schlusslicht Huckarde – drei lösbare Heimspiele in Folge. Und weil Dellwig das Spitzenspiel bei Oespel-Kley 26:25 gewann, sind die beiden Führenden auch nur noch je vier Punkte entfernt...

TV Werne: Gentes, Leder – Dröge (5), Fuhsy (1), Goletz (9/5), X. Majchrzak, A. Majchrzak, Michalski (1), Schöpper (7), Schulz, Siebel (1)

Spielfilm: 4:0, 7:3, 11:3, 15:4 – 18:7, 24:29, 26:11

Kreisliga Hellweg (Männer): VfL Kamen – TV Werne 27:21 (12:9). Man sollte meinen, dass das größte Hindernis am eigenen Erfolg die gegnerische Mannschaft ist. Doch für die Männer des TV Werne war es am Samstagabend der geharzte Ball, der in den Werner Hallen strikt verboten ist und ihnen in einem „Spiel auf Augenhöhe“, wie TVW-Trainer Bernd Hüttemann betonte, gegen den Tabellenzweiten die größten Schwierigkeiten bereitete.

„Die sechs Tore Unterschied resultierten aus Ballverlusten aufgrund von Problemen mit dem Spielgerät unsererseits. Die hat Kamen dann zu Tempogegenstößen genutzt“, beschreibt Hüttermann die Probleme seiner Spieler mit der ungewohnt klebrigen Kugel.

So liefen die Werner von Beginn an einem Rückstand hinterher. Über 1:5 nach zehn Minuten und 5:9 nach 20 Minuten ließen sich die TVW-Männer aber nicht hängen und schafften einen Drei-Tore-Rückstand zur Pause.

Doch nach der Pause setzten sich die Probleme mit dem Ball fort und die Gastgeber bauten den Vorsprung immer weiter aus auf zwischenzeitlich sechs Tore (16:10, 18:12). Doch dann folgte eine starke Phase der TVW-Männer, in der sie auf 17:19 herankamen. Entscheidend war dabei die gute Defensivarbeit, die den Kamenern das Leben schwer machte. „In der Phase hatten wir eine sattelfeste Abwehr“, lobte der TVW-Coach sein Team. Doch leichte Ballverluste zerstörten die Hoffnungen auf einen möglichen Punktgewinn. Fünf Minuten vor dem Ende war das Spiel beim Stand von 24:18 für die Gastgeber gelaufen.

„Unser größter Gegner war heute der geharzte Ball“, sagte Hüttemann. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat eigentlich gut gearbeitet.“

Für die Kamener bleibt’s bei einer Niederlage (gegen unbesiegte Oberadener) und die Hoffnung auf den Bezirksliga-Aufstieg, während die Werner mit weiterhin guter Bilanz (15:5 Punkte aus den letzten zehn Spielen) zu den lediglich fünf Teams mit positiven Punktekonto zählen.

TVW: Wulfert, Rensmann – Bade (7), Berg (4), Müller, Brocke (3), Havers (1), Gründgen (2), Schroer, Most, Gröblinghoff, Wierling (2), Abdinghoff (1), Thiemann (1) - lel/gu

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare