„Bad boys“ begeistern die heimische Handball-Szene

+
TV-Jugendtrainerin Beate Przybilla.

Werne/Bergkamen - Die deutsche Handball-Nationalmannschaft überrascht und begeistert.

Nach dem 25:23-Sieg gegen Dänemark am Mittwochabend spielt das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson am Freitag ab 18.30 Uhr (live im ZDF, ab 17.30 Uhr) in der Tauron-Arena von Krakau gegen Norwegen um den Einzug ins Finale.

Wir haben uns bei den heimischen Handballtrainern und -spielern umgehört, was sie der DHB-Auswahl noch zutrauen. Hier die Stimmen:

Beate Przybilla (Jugendtrainerin TV Werne): „Das ist stark, was die sogenannten bad boys bislang gezeigt haben. Klasse ist auch, wie Trainer Sigurdsson den jungen Spielern Selbstvertrauen gibt und sie dann auch mit Selbstvertrauen auf der Platte stehen, obwohl sie noch so unerfahren sind. Ihnen ist jetzt alles zuzutrauen. Und das Finale mit deutscher Beteiligung wollen wir doch alle gerne schauen...“

Thomas Rycharski (Trainer HC TuRa Bergkamen): „Ich denke mal, ab jetzt ist alles drin. Jeder hat doch im Vorfeld gedacht, dass in der Hauptrunde Schluss ist. Das war schon überragend gegen Dänemark. Wie Torwart Wolff schon gesagt hat: Jetzt spielen sie ohne Druck. Wenn die jungen Bengels gegen Norwegen die gleiche Leidenschaft zeigen und noch eine Schüppe drauf legen, dann wird das Sonntag ein schönes Finale.“

Mats-Yannick Roth (Spieler SuS Oberaden): „Das ist eine absolute Überraschung, dass die Mannschaft gegen Dänemark gewonnen hat – auch angesichts der Tatsache, das fünf bis sechs Stammspieler gefehlt haben. Wenn man sich nun die Konstellation anschaut, dass mit Polen und Frankreich zwei Favoriten ausgeschieden sind, ist gegen Norwegen das Finale drin. Und da ist dann alles möglich.“

Ingo Wagner (Frauentrainer HC TuRa): „Die junge Mannschaft hat bislang positiv überrascht. Sie haben bislang von Spiel zu Spiel eine Schüppe drauf gelegt mit dem Höhepunkt gegen Dänemark. Ich glaube, das Finale ist drin und da wird die Tagesform entscheiden. Sie sind schlecht auszurechnen und spielt extrem variantenreich in der Deckung mit starken Torhütern dahinter.“

Markus Steinhoff (Vorsitzender TV Werne): „Was sie bislang gezeigt haben, dafür gibt es ein Wort: Geil. Im Endeffekt traue ich ihnen alles zu. Nach 52 Minuten gegen Dänemark mit zwei Toren zurückzulegen und 25:23 zu gewinnen, das hat schon was. Der Halbfinal-Gegner Norwegen spielt ähnlich wie Island, und gegen die haben wir in de Vorbereitung gut ausgesehen. Es kommt auf die Tagesform an.“

Rene Zacharias (trainer TuS Overberge): „Ich bin überrascht von der Mannschaft. Denn das war ja von der Papierform her nicht die beste Auswahl, die wir hätten aufstellen können. Doch die Jungs machen das super – vor allem als Team. Wenn wir ins Endspiel kommen, sind wir auch persönlich betroffen. Dann werden wir kurzfristig unser Spiel in Dellwig verlegen und das Finale zusammen schauen.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare