Katsigiannis über Wechsel ins "Handball-Hollywood"

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Nico Katsigiannis.

BERGKAMEN/WERNE - Der Bergkamener Nikolas Katsigiannis (32) konnte den größten Triumph seiner bisherigen Karriere bejubeln: Er wechselt zur neuen Saison vom HC Erlangen zum THW Kiel. WA-Mitarbeiter Mats-Yannick Roth sprach mit Katsigiannis, der in Werne geboren wurde und letztes Jahr noch zwei Monate vereinslos geblieben war.

Herr Katsigiannis, beschreiben Sie doch einmal Ihre Gefühlslage seit der Gewissheit, in der nächsten Saison für den weltweit erfolgreichsten Handballverein der letzten Jahre spielen zu können.

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Katsigiannis: Es ist schon ein total großes Gefühl! Die Entwicklung vom letzten Sommer bis heute war unglaublich für mich. Im August war ich noch arbeitslos und hatte keinen Verein mehr, ein paar Monate später dann das. Für mich absolut überragend. Mein Handy hat seit Montag fast nicht mehr still gestanden.

Wie kam denn der Kontakt zum THW Kiel zustande? Und wann haben Sie dann eine Entscheidung getroffen?

Katsigiannis: Vor Weihnachten wurde mir in einem Telefonat mitgeteilt, dass der THW Interesse an mir hat. Ende Dezember hatte ich dann ein Treffen mit den Kielern in Berlin, bei dem dann alles sehr konkret wurde. Unterschrieben in Kiel habe ich dann am 2. Januar. Wenn man als Handballer eine Pro- und Contra-Liste erstellen wollte, ob sich so ein Wechsel lohnt, steht auf der Pro-Seite „THW Kiel“. Das reicht, mehr braucht man eigentlich nicht überlegen.

Der THW ist die Marke schlechthin im deutschen Handball, wurde alleine seit 2005 neunmal Deutscher Meister. Was macht für Sie den Reiz aus, zu solch einem großen Klub zu wechseln?

Katsigiannis: Es ist einfach noch einmal ein ganz anderes Level als alle meine bisherigen Stationen. Als Schauspieler will man es irgendwann einmal nach Hollywood schaffen, als Handballer will man zum THW Kiel.

Wie werden Sie mit der Umstellung zurechtkommen, dass es in Kiel vom ersten Spieltag an darum geht, möglichst viele Titel in einem Jahr zu sammeln?

Katsigiannis: Der Druck ist auf jeden Fall ein ganz anderer. Die Aufmerksamkeit ist natürlich auch viel größer, das ist für einen Sportler auch eine tolle Sache. Vielleicht war die Situation damals bei Eintracht Hildesheim eine ähnliche, als wir auch unbedingt aus der zweiten Liga aufsteigen wollten.

Sind Sie schon bekannt mit ihren künftigen Kollegen?

Katsigiannis: Ich habe früher gemeinsam mit Dominik Klein in der Jugendnationalmannschaft gespielt. Mit Steffen Weinhold war ich außerdem zwei Jahre lang in Nordhorn zusammen.

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