TV-Frauen mit Teamgeist zum Erfolg

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TV-Trainer Hansjoachim Nickolay.

WERNE -   Auch wenn in der Handball-Bezirksliga 4 der Frauen noch ein Spieltag aussteht, kann dem TV Werne den dritten Platz keiner mehr nehmen. Eine Platzierung, die sich vor der Saison niemand in den kühnsten Träumen ausgemalt hätte. Doch über ein Abwehrbollwerk und einen ausgeprägten Teamgedanken kamen die Werner Frauen zum Erfolg.

„Es ist eine pflegeleichte Mannschaft“, sagt Trainer Hansjoachim Nickolay mit einem Schmunzeln. Männliche Trainer bei Frauenmannschaften stoßen manchmal an ihre Grenzen, doch davon wusste Nickolay nichts zu berichten. Auf dem Feld und auch abseits davon war von Meckern nichts zu sehen. Eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Saison.

Schmerzhafte Abgänge zu Saisonbeginn

Bevor es überhaupt losging, hatte das Team schon schmerzhafte Ausfälle zu verkraften. Laura Weidehoff und Katharina Schulz fielen verletzt aus und mit Sarah Stengl und Linda Hillebrand verließen zwei Leistungsträger die Mannschaft. Und die dünne Personaldecke sollte sich rächen. Denn sobald einzelne Spielerinnen krank waren, gab es Unordnung im sonst so sicheren Deckungsverbund der Stammsieben. „Im Endeffekt ist das sehr ärgerlich, wir haben unnötig Spiele abgegeben, weil wir nicht komplett waren“, gibt auch Nickolay zu, dass eigentlich sogar der zweite Tabellenplatz und damit die Relegation möglich gewesen wäre.

Die TVW-Frauen haben am kommenden Wochenende spielfrei, der Rest der Liga muss noch einmal ran. Aber bis dato haben die Werner Frauen die zweitbeste Abwehr der Liga. Ein Wert, auf den auch der Trainer stolz ist. „Darauf habe ich großen Wert gelegt und gerade in der 6:0-Deckung hatten wir, wenn sie stand, ein Bollwerk“, stellt er klar. Und auch das Umschalten von Abwehr auf Angriff zählt er zu den Stärken seines Teams, das er erst zu dieser Saison übernommen hat.

Einziger Wermutstropfen: „Manchmal haperte es an der Einstellung, da waren wir nicht konzentriert genug und haben deutliche Führungen leichtfertig verspielt“, beklagt er. Das sei eine Sache, die in der kommenden Saison besser werden müsse. Und auch der dünne Kader müsse aufgestockt werden. Mit Ellena Weißgerber kam in der vergangenen Woche (wir berichteten) schon ein Neuzugang für den Rückraum, derzeit laufen noch weitere Gespräche mit potenziellen Neuzugängen. Ein Wermutstropfen ist sicher der Rückzug von Janina Schöpper, die in der kommenden Saison kürzer treten will.

„ Mädels wollen sicher nochmal aufsteigen“

„Die Mädels wollen sicher nochmal aufsteigen, aber ich sage, dass die Top 3 in der kommenden Saison sicher auch ein super Ergebnis wäre“, gibt Nickolay sich verhalten optimistisch mit dem Ausblick auf die kommende Saison. Erstmal dürfen er und seine Mannschaft jetzt die Füße hochlegen – die neue Saison beginnt erst im September. - lel

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