TV-Frauen feiern Kantersieg – Männer als Seriensieger

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Katharina Dröge steuerte vier Treffer zum Sieg der TVW-Frauen bei. In dieser Szene haben ihr Tatjana Kabitzsch (Nr. 9) und Magdalena Pronobis nichts entgegen zu setzen.

WERNE -   Mit einem 26:16-Kantersieg im Derby verabschieden sich die Bezirksliga-Handballerinnen des TV Werne in die Winterpause. Die ersatzgeschwächte Reserve des HC TuRa Bergkamen hielt nur im zweiten Durchgang phasenweise dagegen, als die Werner Frauen in der Defensive ein wenig nachlässig wurden. Und die Werner Männer feiern den fünften Sieg in Folge.

Bezirkskliga 4, Frauen: TV Werne – HC TuRa Bergkamen 26:16 (13:5). „Endlich haben wir einen Gegner auch mal mit zehn Toren aus der Halle geschossen.“ TVW-Trainer Hansjoachim Nickolay war die Freude über den deutlichen Sieg merklich anzuhören. Ute Kirscht, Trainerin der TuRa-Reserve war dementsprechend natürlich enttäuscht, wusste aber woran es lag. „Wir sind hier heute mit sechs A-Jugendlichen angetreten und hatten die Zweite eher als Ersatz auf der Bank – da fehlte natürlich das Zusammenspiel zwischen den Mädels“, erklärte sie die besonderen Voraussetzungen auf Seiten der TuRaner, bei denen drei Stammspielerinnen fehlten, so dass sie ohne etatmäßige Kreisspielerin losfahren mussten.

Dementsprechend lief im ersten Durchgang für die Gäste wenig zusammen. Nur fünf Tore hatte die HC-Reserve zur Pause auf dem Konto. „Wir haben uns das Leben teilweise auch sehr gemacht, viele Pässe waren zu ungenau“, erklärte Kirsch. Nickolay durfte da auf Werner Seite schon zufriedener gewesen sein. „Dafür, dass wir nur acht Leute waren, haben die Mädels ein gutes Spiel gemacht.“

Erstmals ließen sie auch im zweiten Durchgang nicht locker und hatten weiter Zug zum Tor. Eine Schrecksekunde gab es in der 49. Minute, als TuRa-Torfrau Sonja Bliß nach einem Siebenmeter von Stefanie Goletz am Boden liegen blieb. Der Ball prallte vom Arm an ihren Kopf und traf sie unglücklich an der Schläfe. Ein Krankenwagen wurde gerufen, da Bliß über Schwindel und Übelkeit klagte. TuRa hatte Glück, die A-Jugend-Torhüterin Julia Henseler war zufällig in der Halle und wurde spontan nachgemeldet. „Super, dass sie da war“, war auch Kirscht froh über den Zufall.

Nach der Spielunterbrechung kamen die Werner Frauen merkbar aus dem Tritt, kassierten zu leichte Gegentore durch Kreisläuferin Carolin Nattler und Rückraum Tanja Kabitzsch. Dennoch schmolz der Vorsprung nicht zusammen, da die TVW-Frauen vor dem gegnerischen Tor weiterhin eiskalt blieben, auch wenn sie einige Würfe ungenutzt ließen.

„Die Mädels haben sich endlich mal belohnt und haben über 60 Minuten voll durchgezogen“, war Nickolay zufrieden mit dem letzten Auftritt vor der Winterpause. Die kommt der TuRa-Reserve angesichts der Verletzten ebenfalls ganz recht. - lel

TVW: Dietz – Dröge (4/1), Fuhsy (1), Goletz (8/4), A. Majchrzak (4), X. Majchrzak, Michalski (3), Schöpper (5)

HC TuRa: Bliß (1.-49.), Henseler – Peters, Nattler, Röckenhaus, Wölke, Kabitzsch, Kerling, Pronobis, Richter, Pötter, Schulze-Frieling, Kops

Kreisliga Hellweg: TV Werne – TV Ennigerloh II 31:24 (19:12). Der fünfte Meisterschaftssieg in Folge für die Männer des TV Werne ist geschafft. Damit wächst das positive Punktekonto der Werner Herren weiter an – mittlerweile steht es bei 12:8.

Der Start ins Spiel lief für die Werner Herren perfekt, nach einer Viertelstunde lagen die Werner Herren schon mit 12:7 in Front und dominierten das Spiel. Diese Führung bauten sie bis zur Pause weiter aus, die Defensivarbeit war ausschlaggebend für die Dominanz und Ennigerloh konnte dem Tempospiel der Gastgeber über die erste Welle nicht folgen. Daran nicht unbeteiligt war Julian Berg, der am Ende auf neun Tore kam und damit bester Torschütze auf Werner Seite war. Allein in der ersten Hälfte traf er über die Kontersituation allein sieben Mal. „Das hat er stark gemacht, er ragte damit schon raus“, gab es auch ein Lob von Trainer Bernd Hüttemann.

In der zweiten Hälfte nahm TVW-Trainer Bernd Hüttemann die etatmäßige Innenverteidigung mit Brocke und Havers aus dem Spiel und wagte ein Experiment, da beide am kommenden Wochenende im Urlaub sind. Für die beiden agierten im zweiten Durchgang die jungen Jannik Most und Jonas Thiemann in der Verteidigung. Der Sieg geriet durch diese Umstellung aber zu keiner Zeit in Gefahr, Ennigerloh kam zwischenzeitlich höchstens auf fünf Tore heran (25:20/45.).

„Die Jungs haben hier und da Lehrgeld bezahlt, aber die Sache insgesamt gut gemacht“, war Hüttemann zufrieden mit dem, was er gesehen hatte. „Über die Höhe des Sieges kann man vielleicht streiten, er hätte sicher höher ausfallen können, aber wichtig ist nur, dass wir dieses Experiment erfolgreich gestaltet haben.“ - lel

TVW: Rensmann, Jücker – Berg (9), Bade (4), Gröblinghoff (4), Wierling (4), Bolduan (2), Havers (2), Abdinghoff (2), Brocke (1), Thiemann (2), Gründken, Schroer, Most (1)

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