Erfolge für Werner Handballteams

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TV-Trainer Ingo Nagel.

Werne - Eine wechselhafte Partie zeigten die Werner Kreisliga-Handballer des TV Werne am Samstag im Verfolgerduell gegen Westfalia Kamen – an deren Ende stand aber ein klarer Erfolg. Zudem haben sich die Werner Bezirksliga-Frauen durch einen knappen Erfolg an die Tabellenspitze gesetzt.

Kreisliga, Männer: TV Werne – Westfalia Kamen 24:17 (8:8). „Wir hätten früher die Partie entscheiden müssen. Dass es bis zur 51. Minute unentschieden stand, hätte nicht sein müssen“, sagte TV-Trainer Ingo Nagel. Der Grund dafür war, dass „wir 23 Fahrkarten geworfen haben“, hatte der Werner Coach die zahreichen Fehlversuche seines Teams gezählt. Das hatte die 25:28-Niederlage aus der Vorwoche beim Lüner SV II gut verarbeitet und stand in der Deckung sicher. Allerdings wurden am Anfang schon einige Chancen vergeben, so dass es nach neun Minuten erst 2:1 stand. Danach hatten die Gastgeber ihre beste Phase vor der Pause und zogen auf 8:2 davon (19.).

Die Gäste reagierten und wurden in einer Auszeit neu eingestellt – mit Erfolg. Ins Werner Spiel kam laut Nagel „ein totaler Bruch“, die Partie kippte und der Gastgeber erzielte bis zur Pause keinen Treffer mehr. Die Werner Angreifer ermöglichten zudem dem Gäste-Keeper mit „halbhohen Würfen in seine Sahneecke“ (Nagel) viele Paraden oder verwarfen. Die Konsequenz war, dass es beim Seitenwechsel 8:8 stand. „Was zwischen der 19. und 30. Minute los war, dafür habe ich keine Erklärung. Aber die Reaktion, die die Mannschaft gezeigt hat, spricht für sie“, lobte Nagel den Siegeswillen seiner Spieler.

Aber auch zu Beginn der zweiten Hälfte änderte sich zunächst nicht viel am Spielverlauf. Die Gäste gingen zum 9:8 in Führung und bauten diese auf 14:12 aus (46.).

Nun reagierte auch Nagel und brachte mit Tim Nadrowski und Luca Gründken zwei Kreisläufer. Damit kam Kamen nicht zurecht und nach 51. Minuten war mit dem 16:16 der Gleichstand hergestellt. Und es kam noch besser für die Hausherren. Mit einem 5:0-Lauf binnen fünf Minuten war die Partie entschieden, wobei drei Treffer vom Kreis aus erzielt wurden und zwei per Tempogegenstoß. Der Rest war Schaulaufen.

TV: Wulfert, Rensmann – Berg 1, Brocke 1, Gröblinghoff 1, Gründken 1, Havers 1, Jäger 7/1, Leidecker 2, Müller 5, Nadrwoski 3, Thiemann 1, Wierling 1

Tore: 2:1, 8:2, 8:8 – 12:14, 16:16, 21:16, 24:17

Bezirksliga 4, Frauen: TV Wickede – TV Werne 17:18 (10:10). Zu einem hart erkämpften Erfolg mühten sich die Werner Frauen am Samstagnachmittag bei ihrem Gastspiel in Wickede (Ruhr) und behaupten sich weiter in der Spitzengruppe. Matchwinnerin war dabei Neuzugang Ellena Weißgerber, die die letzten vier Treffer für das Team von Trainer Hansjoachim Nickolay erzielte.

Die Partie verlief dabei höchst wechselhaft. Nach dem frühen Rückstand war die Partie bis zum 3:3 ausgeglichen (6.). Doch danach zeigte der Angriff der Gäste eine starke Leistung. Vor allem aus dem Rückraum und mit der zweiten Welle erzielte die Nickolay-Sieben nun ihre Treffer und setzte sich auf 9:4 ab (15.).

Doch dann kam ein Bruch und der Faden riss ab. Die Gäste-Spielerinnen wollten nun zu viel, warfen zu früh und trafen speziell von Außen nicht. „Wir hatten gefühlt 30 Versuche von den Außenseiten und dabei nur einen Treffer erzielt. Da waren wir diesmal sehr schwach“, monierte Coach Nickolay und kündigte für die 14-tägige Spielpause dafür ein verstärktes Training an.

Wickede erzielte nun Tor um Tor, während die Gäste nur noch einmal bis zum Seitenwechsel trafen. So stand es 10:10 zur Pause.

Und nach dem Seitenwechsel drohte den Werner Spielerinnen, die Partie komplett zu entgleiten. Wickede zog auf 14:10 davon, auch weil sich die Gäste durch unnötig kassierte Zeitstrafen selbst schwächte.

Doch der Wechsel der Torfrauen – Lena Gentes kam für die etwas unglücklich agierende Kim Leder – brachte mehr Defensiv-Stabilität und über 12:15 sorgte Ellena Weißgeber per Siebenmeter für den 15:15-Ausgleich (53.).

Sie brachte ihre Farben auch wenig später in Führung und danach konterte Werne durch Weißgeber immer wieder den Ausgleich durch Torerfolge.

Zehn Sekunden vor Ende bekam der TV Werne beim Stand von 17:17 einen Siebenmeter zugesprochen, den Weißgerber nervenstark verwandelte. „Es war ein zähes Ringen. Aber am Ende zählen nur die zwei Punkte“, sagte Nickolay.

TV: Leder (1.-36.), Gentes (36.-60.) – Siebels, Dröge 2, Goletz (5), A. Majchrzak, X. Majchrzak 1, Weißgerber (6/3), Wolf, Skaletz

Tore: 1:0, 3:3, 4:9, 10:10 – 14:10, 15:16, 17:18

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