TV-Frauen erfüllen Pflicht, Männer verlieren unglücklich

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ZV-Trainer Hansjoachim Nickolay sah einen klaren Sieg seiner Werner Frauen.

WERNE -   Die Bezirksliga-Frauen des TV Werne erfüllengegen das Schlusslicht ihre Pflicht, die Kreisliga-Männer verlieren hingegen unglücklich.

Bezirksliga (4), Frauen: TV Werne – SC Huckarde-Rahm 20:11 (9:5). Trainer Hansjoachim Nickolay war nach dem Pflichtsieg gegen den Tabellenletzten zufrieden mit seinem Team. „Das war eine gute Mannschaftsleistung“, meinte er nach dem zweiten Sieg im zweiten Heimspiel der Saison, der dem Team weiterhin den Blick in Richtung Tabellenspitze öffnet.

Nickolay hatte das Tempospiel als Schlüssesl zum Erfolg ausgemacht – und entsprechend starete sein Team. Nach etwa 20 Minuten führte sein Team bereits mit 7:1. „Wir haben den Gegner in der ersten Halbzeit extrem unter Druck gesetzt, haben elf Bälle von denen angefangen“, freute sich Nickolay über die Abwehrarbeit.

Aber im Angriff fehlte ihm die Präzision. „Wir hätten zur Pause schon 16, 17 Tore haben müssen“, meinte er. So sah es beim Halbzeitpfiff noch erträglich aus für die Gäste, die einen kurzen Durchhänger bei den Wernern sogar zu drei Toren in Folge bis zum 7:4 genutzt hatten.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Werner Frauen gegen die sehr defensiv eingestellten Huckarder über 11:6 zur 14:7-Führung, bevor sie sich den zweiten kleinen Hänger in dieser Partie leisteten und auf 15:10 verkürzten. Mit vier Toren in Folge machten die Gastgeberinnen, die mit Steffi Goletz ihre beste Schützin hatten, schnell alles klar.

Für Sarah Stengl war’s das vorerst letzte Spiel im TV-Dress. Sie tritt aus beruflichen Gründen kürzer.

TV Werne: Dietz – Dröge (2), Goletz (12/5), A. Majchrzak, X. Majchrzak (3), Michalski, Schöpper (2), Schulz, Siebels, Stengl (1/1)

Kreisliga Hellweg (Männer): TV Werne – VfL Kamen 21:22 (11:6). „Ein super Spiel gehabt und gesehen ... aber leider mit dem falschen Ausgang. Das Spiel hätte keinen Sieger verdient gehabt“, meinte TV-Trainer Bernd Hüttemann nach dem brutal harten Ende aus seiner Sicht. Fünf Sekunden fehlten seinem Team am Ende zu einer Punkteteilung mit dem hohen Favoriten.

So bleibt der selbst ernannte Aufstiegskandidat mit drei Siegen aus drei Spielen oben, während die Werner sich mit 2:4 Punkten ein wenig nach unten orientieren müssen. Dies eher kurzfristig, wie Hüttemann meint, denn: „Nächsten Sonntag sind wir in Heeren. Mit der Leistung vom Samstag ist das eine machbare Aufgabe.“

Gegen den VfL Kamen legten die Werner eine furiose Anfangsphase hin. Nach zehn Minuten führten die Gastgeber mit 5:1, sorgten mit zwei bärenstarken Torleuten und einer überzeugenden Abwehrarbeit dafür, dass die Kamener Tormaschine kaum Wirkung erzeugte. „Nur sechs Gegentore, das ist schon grandios“, freute sich Hüttemann.

Doch die Kamener steigerten nach dem Seitenwechsel die Intensität ihrer Angriff, das Werner Bollwerk stand nicht mehr so stabil. „Die haben schon einen enormen Druck ausgeübt“, sagte Hüttemann, dessen Team nach 40 Minuten den Ausgleichstreffer zum 12:12 kassierte. Das Kopf-an-Koppf-Rennen setzte sich über 16:18 (51.), 19:19 (55.) und 21:21 fort, bis Sekunden vor dem Ende die Kugel zur Entscheidung ins Werner Tor flog. „Es waren Kleinigkeiten, die das Spiel entschieden haben“, meinte Hüttemann, dessen Team nach der Pause fünf Mal Latte oder Pfosten getroffen hatte. Herausragend aus einer guten TV-Mannschaft waren für den Trainer die beiden Keeper, die unter anderem fünf Siebenmeter abwehrten, und Rechtsaußen Julian Berg mit seinem vorbildlichen Einsatz

TV Werne: Wulfert, Rensmann – Bade (4), berg (6), Bolduan (4), Brocke (3), Havers (2), Wierling (2), Abddinghoff, Schroer, Most, Gröblinghoff, Gründken - gu

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