Jugendstil setzt sich gegen TV Werne durch – Männer desolat

Hansjoachim Nickolay.

WERNE - Schon bevor die Partie gegen Kaiserau überhaupt angepfiffen wurde, hatte TV-Frauentrainer Hansjoachim Nickolay mit Hiobsbotschaften zu kämpfen. Und auch die Werner Männer hatte im Kellerduell am Ende keine gute Nachrichten zu verbreiten.

Bezirksliga 4, Frauen: TV Germania Kaiserau II – TV Werne 27:22 (16:11). So musste Janina Schöpper kurzfristig aufgrund einer Grippe passen und die letzte verbliebene Torhüterin Anka Dietz musste pfeifen. Die noch aus Verbandsligazeiten bekannte Torfrau Sandra Rüther erklärte sich kurzfristig bereit, der Mannschaft zu helfen, obwohl sie seit drei Jahren kein Handball mehr spielt. „Sie hat ihre Sache gut gemacht, aber dieser personelle Engpass hat uns am Ende ein wenig den Zahn gezogen“, gestand Nickolay, der nur acht Spielerinnen zur Verfügung hatte. Davon waren nur zwei etatmäßige Rückraumspielerinnen, so dass Katharina Dröge auf dieser Position aushalf.

Trotz aller Umstände hielten die Werner Frauen die Partie gegen den jungen Gegner – die Mannschaft bestand hauptsächlich aus Jugendspielerinnen – lange offen. Erst nach der Hälfte der ersten Halbzeit zogen die Gastgeberinnen auf fünf Tore weg (11:6/17.). „Wir sind durch unnötige Ballverluste und Passfehler ins Hintertreffen geraten. Die Mädels haben zu wenig durchgezogen und sich nicht die Freiwüfe gesichert“, ärgerte sich Nickolay. In der zweiten Hälfte kämpfte sich die Mannschaft nochmal auf drei Tore heran (19:16/42.), doch wieder kippte die Partie im zweiten Abschnitt der Halbzeit. „In der Phase haben wir unnötig auf das Tor geworfen. Unsere kraftlosen Würfe konnte die Torhüterin fangen und hat Tempogegenstöße eingeleitet“, sagte der TVW-Coach. Dadurch kam am Ende der deutliche Rückstand zustande.

„Mit einer Rückraumspielerin mehr hätten wir Kaiserau sicher mehr unter Druck setzen können. Aber die Mädels, die da waren, haben alles gegeben“, zollte Nickolay seinem Rumpfkader Respekt.

TVW: Rüther – Dröge (5), Fuhsy, Goletz (10/3), A. Majchrzak (2), X. Majchrzak (5), Michalski, Schultz

Kreisliga (Hellweg) Männer: HC Heeren II – TV Werne 23:18 (12:13). Eine enttäuschende Leistung boten die Werner beim Gastspiel in Heeren. „Das war desolat, wir haben uns präsentiert wie der Abstiegskandidat Nummer eins“, fand Trainer Bernd Hüttemann auch deutliche Worte für das, was er mitansehen musste. Die Bilanz einer vor allem in der zweiten Hälfte schwachen Mannschaftsleistung waren nur fünf Tore im zweiten Durchgang.

Nach einem verschlafenen Start – 1:5 nach zehn Minuten – kam die Mannschaft wieder zurück ins Spiel und holte sich nach zwanzig Minuten die erste Führung (7:6). Bis zur Pause gab es dann ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen beiden Teams mit einer Werner Führung zur Pause. Doch statt einer Stabilisierung des Spiels in Durchgang zwei, habe sich Mitte der Habzeit laut Hüttemann plötzlich niemand mehr an die Vorgaben aus der Halbzeit gehalten, Heeren zog auf vier Tore davon. Einzig Torhüter Fabian Rensmann habe die Mannschaft vor einer höheren Niederlage bewahrt.

„Es hat jeder so gespielt, wie er es für richtig hält, das war eine sehr schlechte Mannschaftsleistung“, war Hüttemann hörbar enttäuscht von seinem Team.

TVW: Rensmann, Wulfert – Bade (3), Berg (4), Bolduan (1), Brocke (4), Havers (2), Abdinghoff (1), Gröblinghoff (2), Benecke (1), Müller - lel

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