TVW-Frauen müssen ihren Sieg teuer bezahlen

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Ellena Weißgerber wird hier von der Dortmunder Deckung gestoppt.

Werne - Die Handball-Frauen des TV Werne haben sich den 22:19-Sieg gegen ÖSG Viktoria Dortmund teuer erkauft. Die Männer springen durch den Sieg gegen Ahlen auf Rang zwei.

Bezirksliga 4 Frauen: TV Werne – ÖSG Viktoria Dortmund 22:19 (11:9). Xenia Majchrzak verdreht sich anfangs der zweiten Halbzeit ohne Fremdeinwirkung das linke Knie und fällt auf jeden Fall am kommenden Sonntag im Spitzenspiel bei der HSE Villigst-Ergste aus. „Der Ausfall ist schmerzhaft. Sie muss auf jeden Fall in die Röhre. Ich hoffe, dass sie sich nur etwas gezerrt hat“, sagt TV-Trainer Hans-Joachim Nickolay.

3:1 führen die Dortmunder Frauen in der Anfangsphase durchaus überraschend. Dann finden die Gastgeberinnen ihren Spielrhythmus und ziehen auf 10:5 davon. Es ist die erste Chance, die Begegnung frühzeitig zu entscheiden. Doch „blöde Abspielfehler“ (Nickolay) werden bestraft und das Liga-Schlusslicht verkürzt auf 10:9.

Auch nach dem Seitenwechsel kommen die Werner zunächst nicht weg. Der 12:9-Führung folgen zwei Gästetreffer zum 12:11 – wohl auch, weil die Werner geschockt sind von Majchrzaks Verletzung.

Dann aber scheint alles klar: Die TV-Frauen setzen zu einem Zwischenspurt an und führen – unter anderem durch drei Tore von Steffi Goletz – mit 16:11, dann sogar mit 18:12. „Aber auch hier“, sagt Trainer Nickolay, „haben wir vergessen, den Sack früh zuzumachen.“

Der Erfolg gerät allerdings nicht mehr in Gefahr, auch wenn Ellena Weißgerber beim Spielstand von 19:15 die dritte Zeitstrafe kassiert und die ÖSG nun offener deckt. „Wir haben es uns unnötig schwer gemacht, hätten uns in dieser Phase mehr ohne Ball bewegen müssen“, sagt Nickolay.

Dennoch führt Werne kurz vor Schluss mit 22:17, kassiert dann noch einmal zwei Tore. „Die hätten so nicht sein müssen“, meint Nickolay, schiebt aber gleich nach: „Ein gutes Pferd springt eben nur so hoch, wie es springen muss.“

TV Werne: Gentes – Dröge (2), Goletz (7/2), Klaes, A. Majchrzak, X. Majchrzak (1), Siebels, Skaletz (5), Weißgerber (6/3), Wolf, Stengl (1)

Kreisliga Hellweg (Männer): TV Werne – Ahlener SG III 31:27 (14:13). Die Werner Männer haben im Kampf um die Aufstiegsplätze zur Bezirksliga einen direkten Konkurrenten bezwungen. Der Heimsieg des neuen Tabellenzweiten ist am Ende verdient.

In der ersten Halbzeit sieht es zwischenzeitlich so aus, dass sich der Gastgeber absetzen kann. 10:6 führen die Werner, doch sie bekommen den Mittelblock und die kräftigen Center der Gäste nicht in den Griff. „Ganz egal, wie wir dagegen gestanden haben“, sagt Trainer Ingo Nagel, und: „Dadurch hat sich Ahlen am Leben gehalten.“

In der Halbzeitpause schwört Nagel sein Team noch einmal ein: „Ich habe immer gesagt, es wird ein enges Spiel, und da müssen wir die Chancen, die wir bekommen, auch nutzen.“ Das machen die Werner, doch Ahlen bleibt über den Kreis im Spiel. Aber die Werner führen mit einer Ausnahme (24:24) stets mit ein oder zwei Toren. Die Gäste reagieren, ziehen aus der 5:1-Deckung einen weiteren Mann vor, um mehr Druck auszuüben. Doch die Werner finden die Wege unter anderem durch zwei Einläufertore von Gröblinghoff.

Als Thiemann aus der Rückraummitte zum 28:26 trifft, auf der Gegenseite die ASG vom Kreis aus nur den Außenpfosten trifft und Gründken kurz darauf das 29:26 erzielt, ist 90 Sekunden vor dem Ende alles klar. Zwar trifft Ahlen noch einmal, doch Bade veredelt mit zwei Toren den Erfolg: Zunächst trifft er mit einem Heber, dann mit der Schlusssirene bei einem Tempogegenstoß.

TV Werne: Rensmann, Wulfert – Berg, Leidecker (1), Havers (2), Brocke (2), Jäger (9/1), Gröblinghoff (7), Thiemann (2), Gründken (4), Nadrowski, Bade (4), Müller

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