BWO feiert Heimsieg, Stockum wird Dritter

Daniel von der Ley – hier im Spiel gegen den Kreisliga-Spitzenreiter SuS Olfen – hat mit dem Landesligisten SV Herbern das Zwischenrunden-Ticket gelöst.  Foto: Zöllner

OTTMARSBOCHOLT   Der Ausrichter BW Ottmarsbocholt hat seinen Heimvorteil genutzt und sich gestern Abend erstmals bei der 22. Auflage der Hallenmeisterschaft des Kreises LH den Titel gesichert.

Im Endspiel in der neuen Halle am Sportzentrum siegte das Team von Ralf Bülskämper mit 2:1 im Finale gegen den Kreisliga-Rivalen Capelle.

Dritter wurde der SV Stockum, der im Neunmeterschießen um Platz drei Union Lüdinghausen mit 2:1 besiegte, wobei Cedric Packheiser als bester Torwart des Turniers drei Schüsse abwehrte.

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Hallenkreismeisterschaft (LH) in Ottmarsbocholt

Im Außenseiter-Finale brachte Mondrian Runde nach Zuspiel von Sudholt den SC Capelle in Führung. Es war auch danach eine taktisch geprägte Partie, in der der SCC mehr für das Spiel machte und die Blau-Weißen wie in Partien zuvor mit großem Engagement und Kampfkraft dagegen hielten.

Denis Hölscher glich aus und als Capelles Reher nach einem Foulspiel zweieinhalb Minuten vor Schluss eine Zeitstrafe erhielt, nutzte Rehbein die Überzahl, um mit einem platzierten Weitschuss zum 2:1 zu treffen.

„Im Vorfeld misst man der Hallenmeisterschaft nicht die größte Bedeutung bei. Aber es wurde für uns eine schöne Veranstaltung und wir haben die einmalige Gelegenheit genutzt, daheim zu gewinnen“, freute sich BWO-Trainer Ralf Bülskämper.

Sein Team setzte sich im Halbfinale knapp mit 3:2 gegen den ein starkes Turnier spielenden SV Stockum durch. Auch dies war eine Partie auf Augenhöhe, doch die leicht überlegenen Stockumer leisteten sich zwei Fehler, die Vernauer und Volbracht zum 2:0-Zwischenstand nutzten. Als Marcel Heidenreich in Überzahl zum 1:2 traf, kam wieder Hoffnung auf. Doch nach dem 1:3 Vernauer gelang Sertan Uzun nur das 2:3. Kurz vor Schluss scheiterte Packheiser mit einem Weitschuss und vergab das mögliche 3:3. „Uns kam bis zum Halbfinale entgegen, dass wir nicht das Spiel machen mussten. Das war in der Partie gegen Ottmarsbocholt dann anders. Es war aber am Ende auch ein bisschen Pech dabei“, sagte Stockums Torhüter Packheiser.

In der anderen Vorschlussrunden-Partie setzte sich der SC Capelle in einem ausgeglichenen Partie gegen Bezirksligist Union Lüdinghausen durch, der mit seiner Reserve antrat. Das 1:0-Siegtor erzielte Alex Sudholt.

In der vorherigen Endrunde ging es ausgeglichen und spannend bis zum Ende zu. Der Landesligist SV Herbern scheiterte dabei, weil er nach seinem knappen 1:0-Auftaktsieg gegen Eintracht Werne (Tor durch Schütte) sich gegen den SV Stockum und Union Lüdinghausen zwei Niederlagen leistete.

Der SV Stockum siegte in seinen ersten beiden Spielen (2:0 gegen Alstedde und 2:1 gegen Lüdinghausen), um dann ausgerechnet das Derby gegen die Eintracht mit 0:1 zu verlieren. Erkan Taymaz traf für die Eintracht, die durch den ersten Sieg plötzlich wieder zurück im Turnier war. Doch gegen Lüdinghausen verspielten die Evenkämper in der letzten Minute einen 2:1-Vorsprung und verlor noch 2:3. Dadurch war Union Lüdinghausen mit sieben Punkten durch und auch der abschließende Sieg der 1:0-Herberner gegen Alstedde änderte nichts mehr an deren Aus.

In der Parallel-Gruppe schaffte der mit einem Rumpfkader angetretene Werner SC – es spielten drei A-Jugendliche und zwei Reservespieler mit – nur einen Sieg (3:2 gegen den erfolglosen VfL Senden) bei drei Niederlagen. Hinter dem Gruppensieger SC Capelle (neun Punkte) stritten sich BWO und Titelverteidiger SG Selm um das Halbfinalticket. Beide Teams hatten am Ende sieben Punkte auf der Habenseite und Ottmarsbocholt lag auf Grund der mehr erzielten Tore bei gleicher Tordifferenz kanpp vor den Selmern.Der Landesligist SV Herbern und der diesjährige Ausrichter der Hallenkreismeisterschaft, BW Ottmarsbocholt, haben am Freitagabend zum Auftakt der LH-Titelkämpfe die Tickets für die Zwischenrunde am Sonntag gebucht. Am Samstag folgten noch u.a. der SV Stockum, Werner SC und Eintracht Werne.

 Eine kleine Werner Stadtmeisterschaft gab es am Samstag in der Vorrunden-Gruppe D mit drei Teams aus der Lippestadt – dazu kam noch der A-Ligist GS Cappenberg.

Am Ende lag souverän der Bezirksligist Werner SC vorne, auch Eintracht Werne schaffte trotz der 2:5-Auftaktniederlage gegen den Sport Club in die Endrunde. Im Duell WSC gegen Eintracht führte der Sport Club schon deutlich durch Tore von Eduard Fuchs, Neuzugang Necati Bacak (2) und Hisham Saado 4:0 ehe Thierry Opsölder verkürzte. Nach dem 5:1 durch Nico Schmidt schaffte es Jussef Saado durch seinen Treffer, dass das Bruderduell der Saados in der Torschützenliste ausgeglichen endete.

Der WSC ließ ein 5:2 gegen Schlusslicht Cappenberg (Tore durch Fuchs, Eichhorst 2, Schmidt und Kozlik) und ein 3:1 gegen den TFC Werne folgen, wobei in dieser Partie der B-Ligist durch Mario Dömland in Führung ging. Das Spiel für den Favoriten drehten dann Saado, Fuchs und Schmidt.

Der TFC startete mit einem 1:0-Sieg durch Cem Özdemir gegen Schlusslicht Cappenberg ins Turnier. Gegen Eintracht Werne führte der TFC zweimal durch Tore von Özdemir, den hart umkämpften Eintracht-Sieg retteten Jussef Saado und Sandro Ünal mit seinem Doppelpack.

Und nach dem 3:2-Erfolg gegen Cappenberg standen die Evenkämper als Gruppenzweiter fest. Es trafen hier Saado, Erkan Taymaz und erneut Ünal.

Der Werner Stadtmeister SV Stockum hat seine Vorrunden-Gruppe C am Samstag ungeschlagen überstanden, hatte dabei aber auch Glück.

Denn am Ende hatten drei Teams fünf Punkte auf der Habenseite, wobei der Titelverteidiger SG Selm (6:3) und das Team von Ralf Gondolf (6:4) auf Grund des besseren Torvhältnisses die Nase vor dem Vorjahres-Finalisten FC Nordkirchen hatten (6:5).

Punktlos und chancenlos war der Bezirksligist TuS Ascheberg, der alle drei Spiele verlor. Der Davertpokal-Sieger von vor 14 Tagen trat allerdings auch nicht in Bestbesetzung an.

Die Stockumer starteten mit einem 1:1 gegen Selm, wobei Tim Köhler den Ausgleich markierte. Beim 3:3 gegen den FC Nordkirchen lag der SVS scon 3:1 durch Tore von Tim Köhler und Marcel Heidenreich (2) in Führung, ehe das Team von Heiko Ueding noch ausglich.

Mit dem 2:0 gegen den TuS Ascheberg – die Tore erzielten erneut die stakren Halenspieler Köhler und Heidenreich – erzielten die Stockumer genau das Ergebnis, dass sie zum Weiterkommen brauchten. Denn im letzten Spiel der Gruppe trennten sich Selm und Nordkirchen 1:1, so dass am Ende die Höhe der Sieg aller Teams gegen Ascheberg den Ausschlag gab.

Der höchstklassige Kreisvertreter SV Herbern, der zum zehnten Mal den Titel gewinnen will, blieb dabei ungeschlagen. Und auch die 2:4-Abschlussniederlage des Gastgebers BW Ottmarsbocholt gegen den SuS Olfen in seiner neuen Halle hatte keine Auswirkungen mehr, da auch der BWO schon vor seiner letzten Partei nach dem Herberner 3:1-Sieg gegen Olfen nicht mehr einzuholen war.

Das Turnier begann mit einem torlosen Remis der beiden späteren Gruppensieger. In einer ausgeglichenen Partie hatten beide Teams eine Vielzahl an Chancen, wobei Herberns Nils Venneker in der vorletzten Minute den Pfosten traf. Allerdings durften sich die Herberner auch bei ihrem Keeper Leo Venker bedanken, der eine Reihe guter Paraden zeigte.

Im zweiten Herberner Spiel schafften die Blau-Gelben das Kunststück, gegen den völlig überforderten C-Ligisten SC Lünen 13 in den zwölf Minuten Spielzeit ein zweistelliges Ergebnis mit dem 10:0 herauszuschießen.

Steven Farchmin (3), Daniel von der Ley (2), Marian Tüns, Tim Bröer, Dominick Lünemann Nils Venneker und Lukas Mangels trafen hier fast nach Belieben.

Da auch in der Folgezeit Ottmarsbocholt seine beiden Partien gegen Davensberg (1:0, Tor durch Frederik Volbracht) und mit 7:0 gegen den SC Lünen gewann, war das Team Ralf Bülskämper bereits weiter. Ein sehenswertes Tor gelang gegen Lünen Dennis Hölscher, der zum 4:0 den Lüner Torhüter mit der Hacke „tunnelte“.

Denn der Kreisliga-Spitzenreiter SuS Olfen und auch Davaria Davensberg kamen am Ende jeweils auf zwei Siege und zwei Niederlagen.

Im Vergleich der Davensberger gegen den SV Herbern hatte das Team von Trainer Christian Bentrup ein klares Chancenplus und ging auch durch Steven Farchmin in Führung.

Doch in Unterzahl – Atalan musste nach einem Bandencheck gegen Farchmin für zwei Minuten auf die Strafbank – gelang Sebastian Kaiser sogar der Ausgleich. In der Überzahl sorgte aber Nils Venneker kurz darauf für den Herberner Siegtreffer.

Auch im letzten Spiel gegen den SuS Olfen tat sich der SVH zunächst schwer, da er ein Vielzahl an Chancen vergab. Dann sorgte ein Fehlpass der Herberner für die 1:0-Führung für Olfen durch Niels Kleischmann.

Dominick Lünemann nach einem sehenswerten Volleyschuss nach Bandenvorlage durch Venneker, Lukas Mangels und erneut Lünemann machten den 3:1-Sieg des Favoriten perfekt. „Ich denke mal, wir haben ganz ordentlich gespielt. Wir können uns aber am Sonntag sicherlich noch steigern“, sagte SVH-Trainer Christian Bentrup.

- fraz

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