Kreismeisterschaft: Viel Wehmut und zwei Spanier

Rekordsieger SV Herbern, hier im Duell mit dem PSV Bork, verpasste es, den letzten Pokal mit nach Hause zu nehmen.

ASCHEBERG -   Hans-Dieter Gay nahm sich viel Zeit, als er Aschebergs Torjäger Hendrik Heubrock den Pokal als Kreishallenmeister überreichte. Es sollte das letzte Mal sein, dass ein Kreisvorstand den Pokal an den Titelträger weiter gab. Dementsprechend nahm sich Gay die Zeit, ehe Heubrock von seiner Mannschaft mit einer La Ola empfangen wurde.

Gemeinsam mit den Fans hatte die Mannschaft die Sekunden bis zur Schlusssirene runtergezählt, ehe sie in einer Jubeltraube auf das Feld liefen. Es war der erste Titelgewinn für die Ascheberger, entsprechend groß war die Freude.

Schon beim Davertpokal war der TuS ordentlich dabei, doch fehlten ihnen beim Ausscheiden in der Zwischenrunde die letzten Körner – und zwei Spanier wie sich herausstellen sollte und auch schon vor dem Davertpokal von Trainer Holger Möllers vermutet wurde.

Jorge Molina Rodriguez und David Franco Cabrera wirbeln seit dem Sommer für den TuS Ascheberg und waren am ersten Januar-Wochenende noch auf Heimaturlaub. „Ich mag Futsal“, gab Jorge Molina Rodriguez in noch gebrochenen Deutsch zu Protokoll.

Und das war deutlich zu sehen – nicht umsonst wurde er als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet. „Jorge hat uns mit seiner Ruhe enorm weitergeholfen“, lobte auch sein Trainer Holger Möllers in den höchsten Tönen. Aber auch David Franco Cabrera steuerte einige wichtige Treffer bei – zur Belohnung wurden direkt Selfies mit Pokal in die Heimat geschickt.

Neben Rodriguez und Cabrera fiel aber auch Hendrik Heubrock mit seinen 13 Treffern positiv auf. „Hendrik ist eine Rakete in der Halle“, schoss es aus Möllers heraus. Auch im Finale gegen seinen ehemaligen Verein SV Herbern hatte Heubrock zweimal getroffen.

Während die Ascheberger noch ihren Sieg feierten, bauten die Herberner Verantwortlichen schon die Tore ab – und der Rekordsieger verpasste es, den Pokal für immer zu behalten.

„Wir können zufrieden sein mit dem Turnier, es lief alles reibungslos“, zog SVH-Geschäftsführer Dominik Reher ein positives Fazit nach dem Turniermarathon für die Herberner. Während er bilanzierte, zog er schon die Stöpsel aus der Technik. Denn auch er wollte nach zwei Wochenenden und sechs Tagen in der Halle an der Nordkirchener Straße – der SVH richtete vor einer Woche bereits den Davertpokal aus – nur noch eines: ab nach Hause. - lel

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