Faustschläge: Titelkampf stand vor dem Abbruch

BERGKAMEN - Traditionell bildet die A-Jugend den Abschluss der Bergkamener Hallenstadtmeisterschaften – in diesem Jahr ohne eine Mannschaft des Ausrichters VfK Weddinghofen. Am Ende setzte sich der FC TuRa sovuerän durch, wobei die Titelkämpfe erneut vor dem Abbruch standen. Bei den D-Junioren holte zuvor in der Halle an der Overgberger Straße der VfK Weddinghofen seinen einzigen Erfolg.

Bei der A-Jugend wurde mit vier Teams gespielt. Am Ende setzte sich Titelverteidiger TuRa Bergkamen ohne Punktverlust und mit einem Torverhältnis von 10:3 locker durch. Doch zwischendurch sah es gar nicht danach aus, dass einen Stadtmeister geben wird, denn die Veranstaltung stand kurz vor dem Abbruch.

Was war geschehen? Im Eröffnungsspiel zwischen TuRa und dem SuS Rünthe kam es nach einem Zusammenprall zwischen dem SuS-Torhüter und einem TuRa-Stürmer zu einer Auseinandersetzung, bei der ein weiterer und eigentlich unbeteiligter TuRa-Spieler dem SuS-Keeper einen Faustschlag verpasste.

Folgerichtig zeigte der Schiedsrichter die Rote Karte. Danach wurde normal weitergespielt werden. Vor dem nächsten Spiel rief der Veranstalter Weddinghofen die Trainer aller vier Teams zusammen und informierte sie, dass bei einer weiteren Entgleisung das Turnier abgebrochen wird.

Doch das passierte aus sportlicher Sicht zum Glück nicht und es konnte weiter gespielt werden. „Mich ärgert nur, dass wieder alle sagen: Typisch, TuRa Bergkamen ist wieder beteiligt“, war TuRa-Jugendleiter Ali Osman Calikbasi sauer. Zweiter wurde am Ende die A-Jugend des SuS Rünthe, obwohl die ersten beiden Spiele gegen TuRa Bergkamen und Overberge klar verloren gingen. Da aber der SuS Oberaden klar besiegt wurde, sprang Rang zwei heraus. Dritter wurde der FC Overberge, der gegen den SuS Rünthe gewann. aber gegen FC TuRa und den SuS Oberaden patzte. Die Grün-Weißen musste sich mit dem vierten Platz abfinden.

„Wir freuen uns riesig. Der Sieg wurde von uns quasi verlangt“, meinte VfK-Trainer Robin Kannchen. Seine D-Junioren errangen für die Gastgeber den einzigen Hallen-Stadtmeistertitel in diesem Jahr.

Die Schwarz-Weißen lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem FC Overberge. Im letzten Turnierspiel gegen TuRa Bergkamen musste Weddinghofen gewinnen. Erst Furhan Cengiz erlöste den VfK. Danach wurde es spannend, als TuRa zwei Minuten in Überzahl agieren durfte. Doch Torwart Julian Neuholz hielt den Sieg für die Häupenweg-Kicker fest. Dritter wurde der SuS Rünthe vor dem FC TuRa und SuS Oberaden.

„Am Ende bin ich mit der Veranstaltung zufrieden. Einzig bei den A- und B-Junioren wurde es ein wenig ruppig, ansonsten lief alles sehr fair ab. Zudem muss ich sagen, dass ich mit der Besucheranzahl sehr gut leben kann, besonders bei den Kleinen waren viele Familien da. Mein persönlicher Höhepunkt waren die E-Jugend, bei denen viele Spiele ein sehr hohes Potenzial haben“, sagt der stelllvertretenden Jugendleiter Sascha Wambach vom Ausrichter VfK. - sep/awa

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