Die halbe Bezirksliga zittert: FCO setzt Talfahrt fort und der VfL Kamen erlebt ein Debakel

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Im wahrsten Sinne des Wortes steht der FC Overberge – hier mit Trainer Daniel Frieg (Mitte) bei einer Spielunterbrechung gegen den FC Roj – derzeit im Regen.

Bergkamen - In der Bezirksliga 8 hat sich die Lage zwei Spieltage vor Schluss nochmal dramatisch zugespitzt. Oben ist nach dem vorzeitigen Aufstieg von Kaiserau alles klar. Unten bangt nun wieder die halbe Liga um den Klassenverbleib. Aus der heimischen Region sind noch der VfK Kamen, FC Overberge, RW Unna und Westfalia Wethmar beteiligt.

In größter Not schwebt zurzeit der VfL Kamen. Zum einen hat sich der Klub durch das 2:7 gegen Wethmar selbst wieder mitten rein geschossen in den Schlamassel. Zum anderen konnte die Konkurrenz am 28. Spieltag ausnahmslos punkten. Wethmar holte sich im direkten Duell drei wichtige Zähler und hat nun 36 Punkte auf dem Konto. Kamen kommt als derzeit erster virtueller Absteiger auf 30. „Wir haben uns das selbst zuzuschreiben. Gegen Wethmar wussten wir anscheinend nicht, worum es geht“, ließ Kamens Trainer Sven König kein gutes Haar an seiner Truppe. Zu allem Überfluss handelte sich Marco Priemer eine unnötige Rote Karte ein und fehlt nun im Saisonfinale. Marven Hennig und Nico Krause mussten verletzt vom Feld, auch hier droht das vorzeitige Saisonende.

Direkt vor den Kamenern in der Tabelle steht punktgleich die Union aus Lüdinghausen. Deren Spiel in Nordkirchen fiel am Sonntag dem Wetter zum Opfer und wird am Donnerstag nachgeholt. Hier können die Unioner im Müsterland-Duell also schon vorlegen, ehe am Pfingstmontag das Duell in Brambauer ansteht. Für Kamen geht es zeitgleich im Derby gegen den SuS Kaiserau ums Überleben.

Der Meister leistete sich am Wochenende den Luxus und unterlag 1:2 in Dorstfeld. „Uns steckte die Feierei noch in den Knochen“, befand Coach Marc Woller. Gleichzeitig machte der SuS die Lage für den VfL damit noch bedrohlicher, denn durch den „Dreier“ konnte Dorstfeld mit nun 32 Punkten wieder am VfL vorbeiziehen. Vor dem Derby liegt also nun wieder mächtig Feuer in der Kamener Luft.

Ebenfalls noch nicht komplett gerettet ist der FC Overberge. Gegen den Mitkonkurrenten aus Roj bezog das Team von Daniel Frieg vor heimischer Kulisse beim 1:3 erneut Prügel und kassierte als zweitschlechstete Rückrundenelf die achte Niederlage im 13. spiel. „Wenn wir uns weiterhin so viele dumme Fehler erlauben, dann werden wir keine Punkte mehr holen“, prognostiziert der Übungsleiter noch zwei zittrige Wochen. Mit 36 Punkten hat der FCO zwar ein Polster, aber wenn der Keller weiter so punktet, könnte es eng werden. Die Gäste aus Dortmund bauten ihre Punktebilanz auf 34 Zähler aus und sind dem Klassenverbleib ebenfalls näher gerückt.

Das wiederum dürfte auch den Rot-Weißen aus Unna nicht wirklich geschmeckt haben. Der Aufsteiger trennte sich auswärts nur 3:3 vom bereits feststehenden Absteiger Eintracht Dortmund. Am Montag kommt es nun zum brisanten Heimspiel gegen Dorstfeld. Noch hat RWU mit seinen 36 Zählern vier Punkte Vorsprung. Sollte die Partie verloren gehen, brennt es aber auch am Südfriedhof wieder lichterloh. Anschließend steht nämlich das Zündstoff-Spiel beim VfL Kamen auf dem Plan.

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