Die Gewinnerin der Herberner Vorbereitung: Die Mannschaft  

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Sebastian Schütte (Mitte) hat in der Vorbereitung überzeugt.

Herbern – Das war ein Ausrufezeichen in der Generalprobe. Eine Woche vor dem Wiederbeginn der Landesliga 4 mit dem Heimspiel gegen den Tabellenzehnten SG Borken siegte der SV Herbern am Samstag beim höherklassigen Westfalenligisten SuS Neuenkirchen mit 6:1.

 Die Eindrücke, die das Team schon beim 3:2-Erfolg gegen den Landesligisten SuS Kaiserau und beim 2:2 daheim gegen den FC Iserlohn als weiteren Westfalenligisten zeigten, fanden so noch einmal eine Steigerung. 

Denn gegen Iserlohn zeigte sich die Möllers-Elf ebenfalls spielerisch stärker als der Gast. Es scheint so, dass der Rest der Saison gerne kommen kann. Doch Möllers warnt.

 „Das waren alles nur Tests. Nächste Woche geht es um Punkte“, erwartet der 49-Jährige eine ganz andere Intensität im Spiel, zumal die SG Borken als robustes und kampfstarkes Team gilt, das auch noch den Blick nach unten richten muss. Möllers weiß aber auch, dass sein Team sich vieles in der Vorbereitung hart erarbeitet hat. „Wir haben die Grundlage geschaffen für eine ordentliche Rückserie“, führt der zum Ende der Saison scheidende Trainer aus.

 Wohin die Reise noch gehen kann, diese Frage lässt Möllers bewusst offen. Der Rückstand auf Spitzenreiter Westfalia Kinderhaus beträgt sieben Zähler und auf Platz zwei mit dem SV Mesum nur fünf Punkte, wobei der SVM bereits ein Spiel mehr absolviert hat. „Ich hoffe, wir können das in die nächste Woche retten und dass wir den Schwung, die Frische und das Zweikampfverhalten mitnehmen“, sagt Möllers aber zu dem Gefühl, das ein 6:1-Erfolg bei einem höherklassigen Gegner auslöst. 

Auf die Frage, ob es einen Gewinner in der Vorbereitung gibt, antwortet Möllers: „Die Mannschaft.“ So hätten alle Spieler gut mitgezogen, alle seien nahe beieinander und der Konkurrenzkampf sorge dafür, dass alle an die Leistungsgrenze gehen. Ein Beispiel war dafür die zweite Hälfte im Spiel in Kaiserau. Möllers wechselte sieben Mal – und statt eines Bruches im Spiel zog der SVH noch weiter das Tempo an und wurde noch stärker. 

Einen Gewinner gab es aber doch: Sebastian Schütte nach seiner langwierigen Verletzung. „Er hat zu seiner alten Fitness und Spielfreude zurückgefunden“, freut sich Möllers über die Entwicklung des dribbelstarken Außenbahnspielers in der Offensive, der den Führungstreffer in Neuenkirchen erzielte. 

Dort traf Julian Trapp gleich dreimal, in Kaiserau auch schon zweimal. Der Winter-Rückkehrer, der sein Studium in New Mexico bis zum Wintersemester unterbrochen hat, sorgt dafür, dass das Fehlen des besten Torschützen der ersten 16 Saisonspiele fast nicht bemerkt wurde.

 Whitson befindet sich immer noch im Heimaturlaub in Brasilien und wartet darauf, einen günstigen Rückflug zu bekommen. „Ich rede aber lieber über die, die da sind“, sagt Möllers. Und das ist eben der groß gewachsene Trapp, der aber dennoch technisch versiert ist und als „Wandstürmer“ viele Bälle festmachen kann – und dazu regelmäßig per Kopf trifft. 

Nach dem Borken-Spiel steht erst einmal wieder eine dreiwöchige Meisterschaftspause für Herbern an – bedingt durch das spielfreie Karnevalswochenende (23.Februar) und die Zwangspause nach dem Rückzug von Münster 08 vor Saisonbeginn. Um im Rhythmus zu bleiben – auch vor dem prestigeträchtigen Derby am 20. Spieltag (8. März) gegen den Werner SC – überbrückt die Möllers-Elf die Pause mit zwei Testspielen beim SC Münster 08 II am 22. Februar und am 29. Februar beim Westfalenligisten TuS Hiltrup. Dass die Herberner Spieler diese Partien durchaus ernst nehmen, bekam am Samstag der SuS Neuenkirchen zu spüren.

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