Landesligist verliert 2:4

Gemen bleibt Herberns Angstgegner

+
Sebastian Schütte (rechts) im Zweikampf mit einem Gemener.

Borken – „Da war mehr drin für uns“, stellte Holger Möllers, Trainer des Landesligisten SV Herbern, zum Duell bei Westfalia Gemen fest, dass die Herberner mit 2:4 (1:1) verloren.

Der Knackpunkt aus seiner Sicht: Zu viele Geschenke für den Gegner. „Wir haben dem Gegner drei von vier Toren geschenkt und uns damit nicht für unseren Einsatz belohnt“, erklärte der SVH-Coach nüchtern. Hinter ihm lagen 90 intensive Minuten, die sich nun an die bisherigen Gemen-Erfahrungen der Herberner einreihen.

 Denn nach der 0:4-Niederlage aus der vergangenen Saison steht aktuell fest: Für den SVH gibt es in Gemen nichts zu holen. Der Rückstand für die Gäste resultierte aus einer konsequenten Balleroberung der Gemener. Der Ball landete bei Torjäger Tim Bröcking, der sich die Chance nicht nehmen ließ. Die Herberner ließen sich davon nicht unterkriegen. Simon Mors kam rund zehn Minuten später vor Westfalia-Keeper Sven Schneider an den Ball und Oscar Cabrera durfte den Abpraller ins leere Tor lupfen. 

Damit war die Partie wieder ausgeglichen und gestaltete sich auch so bis zur Pause. Die Herberner hatten zwar die bessere Spielanlage, taten sich aber schwer, gefährlich ins letzte Drittel zu kommen. 

Die zweite Hälfte startete dann mit einem Paukenschlag. Görkem Cangül ging mit Tim Bröcking vor dem Strafraum in den Zweikampf, das Foul zog Bröcking dann aber erst im Strafraum. Der Gefoulte verwandelte dann auch den fälligen Strafstoß zur erneuten Führung der Gastgeber. Doch erneut ließen sich die Gäste nicht hängen. 

Keine zehn Minuten später stieß Marcel Scholtysik in den Strafraum und wurde gehalten. „Ich denke schon, dass man das pfeifen kann“, beurteilte Möllers die strittige Szene. Kapitän Philipp Dubicki ließ sich auf jeden Fall nicht aus der Ruhe bringen und traf zum erneuten Ausgleich für die Gäste. Dann folgte aber das dritte Geschenk an die Gastgeber. Einen Freistoß aus dem Halbfeld klärten die Herberner zunächst gut, doch bei der zweiten Flanke „rücken wir nicht konsequent genug raus“, bemängelte der SVH-Trainer. 

So landete der Ball am Hinterkopf von Gemens Patrick Janert und prallte von da aus genau ins Eck – keine Chance für den SVH-Keeper Sven Freitag. Die Gäste hatten aber erneut die Riesenchance auf den Ausgleich. Nach einer Flanke von Scholtysik stand Simon Mors fünf Meter vor dem Tor völlig frei, traf aber das Tor nicht. 

Dadurch, dass die Herberner alles versuchten, um noch den Ausgleich zu machen, kassierten sie mit dem Schlusspfiff durch einen Konter den vierten Gegentreffer, der alles klar machte.

SVH: Freitag – Idczak, Schulte, Dubicki, Cangül (86. Dellwig-Jerez), Richter, Cabrera, Schett, Schütte (46. J. Höring), Scholtysik, Mors 

Tore: 1:0 (18.) Bröcking, 1:1 (26.) Cabrera, 2:1 (46./FE) Bröcking, 2:2 (54./FE) Dubicki, 3:2 (71.) Jahnert, 4:2 (90.) Enke

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare