Trotz 2:0-Führung: WSC verpasst Endspiel

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Chris Thannheiser und der WSC verloren mit 4:6 gegen Drensteinfurt.

Werne -  In einem Bezirksliga-Duell hat der Werner SC das Endspiel des eigenen Turniers verpasst. Im Halbfinale verlor das Team von Kurtulus Öztürk gegen den SV Drensteinfurt mit 4:6 nach Elfmeterschießen . Gegner des SVD wird Westfalia Rhynern II sein.

Dabei hatte der Gastgeber bis zur 85. Minute durch Tore von Durkalic und Rohlmann mit 2:0 geführt. Im sofort folgenden Elfmeterschießen traf Bruland die Latte, Schnee verlor das Duell mit Keeper Hülsmann.

„Du führst 2:0, und dann spielst du mit einer gewissen Arroganz...“, meinte Kurtulus Öztürk und bemängelte die Einstellung einiger Spieler: „Klappt was nicht, geht sofort der Kopf runter.“

Für SVD-Trainer Ivo Kolobaric war es auch ein Erfolg des Willens: „Ich hatte heute nur zwölf Leute, viele 18- und 19-jährige Jungs dabei.“ Und die machten das richtig gut.

Richtig gut war hingegen beim WSC vor der Pause nur ein Angriff – und der führte zum 1:0. Nach vielen Versuchen über rechts verlagerte Marvin Stöver das Spiel auf links. Seifert steckte dort für Rohlmann durch und dessen scharfe Flanke verwandelte der einlaufende Daniel Durkalic in der Tormitte.

Nach dem Seitenwechwel erwarteten alle einen konditionellen Einbruch bei den Gästen, die immerhin die erste Chance besaßen. Einen Schuss von Wichmann drehte Rockel mit den Fingerspitzen noch an den Pfosten. Danach kam der Sport Club zu einigen Chancen, war aber wieder nicht zwingend genug.

Als Bozkurt in der 82. Minute im rechten Mittelfeld den Ball eroberte und mit einer scharfen Flanke Rohlmann am hinteren Pfosten bediente, schien alles klar, denn der Linksfuß vollendete sicher zum 2:0.

Doch die Drensteinfurter gaben auch jetzt noch nicht auf, hatten Abwehrchef Patrick Günner nach vorne beordert. Das sorgt ebenso für Unruhe wie die Auswechslung von WSC-Innenverteidiger Giffey. Zunächst verkürzte Oliver Logermann nach einem weiten Einwurf mit einem Kopfball, dann war wenig später auf einmal Robin Wichmann blank und schob die Kugel an Rockel vorbei zum Ausgleich ins Netz.

Im Elfmeterschießen waren die Gäste sicherer und trafen alle souverän. Bruland traf beim WSC die Latte, Schnee scheiterte danach an Lars Hülsmann. Und der ist eigentlich Feldspieler und stand nur wegen der Personalnot zwischen den Pfosten.

Werner SC: Rockel – Zilligen, Giffey (82. Konieczny), Bruland – Klossek (46. Simon) – Seifert, Leenders, Thannheiser (65. Winter), Stöver (46. Schnee) – Rohlmann, Durkalic (75. Bozkurt)

Tore: 1:0 (35.) Durkalic, 2:0 (82.) Rohlmann, 2:1 (85.) Logermann, 2:2 (87.) Wichmann – Elfmeter: 3:2 Simon, 3:3 Logermann, -:- Bruland (Latte), 3:4 Weichenhain, -:- Schnee (Torwart hält), 3:5 Günner, 4:5 Leenders, 4:6 Niehues

Die Reserve des Oberligisten Westfalia Rhynern ist am Samstag (18 Uhr, Lindert) im Finale des Werner Turniers der Gegner des SV Drensteinfurt.

Im zweiten Halbfinale setzte sich das Team aus der Bezirksliga 7 verdient mit 4:2 (2:1) gegen den VfL Kamen, Aufsteiger in die Gruppe 8, durch. Allerdings setzte sich das Team aus Hamm erst in der Schlussphase entscheidend durch.

Patrick Knörschild brachte Rhynern in der 20. Minute in Führung, David Fahralich glich in der 40. Minute für das Team von Marcon Barwig aus. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff traf Jerious Gkias für Rhynern zum 2:1.

Kamen, mit dem ehemaligen Werner Özkan Saka in der Startelf, glich durch Andreas Rumpf erneut aus (60.), dann machten Marcel Scholtysik und Sebastian Jacob alles klar für Rhynern.

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