Weischenberg: WSC hat keine Option bei Kreiswahl

HERBERN - Nach dem verkündeten Abgang des VfL Senden und BW Ottmarsbocholt nach der laufenden Saison will der Vorsitzende des Fußballkreises Lüdinghausen, Robert Heitmann, zumindest die Abwicklung des Fußballkreises geordnet regeln.

So ergab eine Sitzung des Kreisvorstandes am gestrigen Abend, dass am Donnerstag, 18. September, alle Vorsitzenden von Fußballvereinen, die Abteilungsleiter der Fußballabteilungen soiwe sportliche Leiter und die Jugendleiter aus diesen Vereine zu einem Gespräch gebeten werden.

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Das findet dann ab 19 Uhr im Vereinsheim des SV Herbern an der Werner Straße statt und hat zum Inhalt, „welche Kreis kommt für welchen Vereine in Frage. Wir wollen da Hilfestellungen geben. Ich habe bereits mit den Vorsitzenden der drei in Frage kommenden Kreise (Unna/Hamm, Münster/Warendorf, Ahaus/Coesfeld, Anm. d. Red.) darüber gesprochen“, erklärt der Kreisvorsitzende Robert Heitmann.

Thomas Overmann, Vorsitzender bei Werner SC, will genau diese Infos: „Wir werden jetzt prüfen, welcher Kreis für uns passt. Das muss nicht automatisch der Kreis Unna-Hamm sein“, stellt er klar.

Dass der WSC in seiner Kreiswahl vollkommen frei ist, bezweifelt jedoch Horst Weischenberg. „Ich glaube nicht, dass das FLVW-Präsidium dem zustimmen wird“, sagt der Vorsitzende des Kreises Unna/Hamm und verweist auf die Pläne, in Westfalen die Fußball-Kreise den politischen Kreisen anzupassen. Demnach müsste Werne als Stadt im Kreis Unna auch in den FLVW-Kreis Unna/Hamm. Bereits 2016 könnte es wieder zu der Abstimmung über eine neuerliche Gebietsreform kommen – dann wohl mit einem anderen Ergebnis als 2011.

Durch das Aus von Lüdinghausen wird es ab der Saison 2015/16 voll werden in den Ligen des Kreises Unna/Hamm. Weischenberg rechnet auf allen Ebenen mit 19er- oder 20er Staffeln. „Das ist alles machbar“, sagte er. Dreizügig würde die Ligastruktur nach seiner Auffassung aber erst dann werden, wenn nach dem Ja zur nächsten Neugliederung auch die Klubs aus Lünen und Schwerte zum Kreis Unna/Hamm stießen. „Dann kommen wir um drei Staffeln in jeder Spielklasse wohl nicht mehr herum“, so Weischenberg.

Am 13. September findet zudem die Ständige Konferenz aller Kreisvorsitzenden in Westfalen statt. „Da werden ich auch mit dem Präsidium sprechen. Also habe ich für unsere Vereine ganz frische Informationen“, erklärtder LH-Vorsitzende Heitmann.

Nachdem das Aus des Kreises besiegelt ist, Heitmann hat bereits aus der Verbands-Geschäftsstelle in Kamen-Kaiserau Post bekommen, dass er sich zum Kreiswechsel von Senden äußern soll, will der Herberner nun die Abwicklung gestalten. „Die Situation erfordert das nunmal. Wir haben dann nur noch 16 Vereine, wovon 14 eine Jugendabteilung haben“, erklärt Heitmann.“ - fraz

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