WSC baut um: Keeper Gebhardt geht nach der Saison

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Daraus macht WSC-Trainer Kurtulus Öztürk keinen Hehl: Die Langscheder Offensivkraft Tim Richter (links), hier im Duell mit Tobias Jücker, ist ein Wunschspieler.

WERNE - Noch warten die „Bergkamener Wochen“ mit den Spielen gegen den SuS Oberaden und den FC TuRa Bergkamen auf das Team des Werner SC.

Doch schon längst bauen Spielertrainer Kurtulus Öztürk und der Fußball-Vorstand an dem Kader für die kommende Bezirksliga-Spielzeit. Bei fünf Punkten Rückstand auf Tabellenführer SC Husen-Kurl ist das Thema Landesliga endgültig abgehakt – trotz des 3:2-Erfolges im Verfolgerduell mit dem SV Langschede.

Das, was bisher durchsickert, lässt darauf schließen, dass der Sport Club mit einer offensiveren Grundausrichtung in die neue Spielzeit gehen wird: Kurtulus Öztürk will abkehren von der tief stehenden Viererkette und möglichst noch zwei Sechsern davor. Er will mit einer höher stehenden Abwehrkette verteidigen, die vielleicht sogar nur aus drei Spielern besteht, Überzahl im Mittelfeld herstellen und das Umschaltspiel beschleunigen. Ein Fall für technisch versierte Kräfte also.

Der Umbau fängt ganz hinten an. Zu den ersten aktuellen Stammkräften, die nicht mehr in das neue System passen, gehört Thomas Gebhardt. „Ein starker Torwart, der sich immer reinhängt und seine Stärken bei hohen Bällen und im Eins gegen Eins hat“, sagt Kurtulus Öztürk. Aber: Für seine neue Ausrichtung braucht es einen Keeper, der höher steht und permanent mitspielt. „Da haben wir sicherlich unterschiedliche Auffassungen“, sagt Gebhardt.

So trennen sich die Wege des früheren U19-Westfalenauswahlkeepers (VfL Bochum) und des Sportclubs nach eineinhalb Jahren. „Es ist die Entscheidung gefallen, dass wir sportlich fair auseinander gehen“, sagt Öztürk. Gebhardt, der im Winter 2012/2103 kam, als der Sportclub tief im Abstiegskampf steckte, bestätigt die Version.

Sein Abgang beim WSC hat sich schnell herumgesprochen. Der 29-Jährige bestätigt auch einige Anfragen. Und Kurtulus Öztürk hat inzwischen einen Keeper gefunden, der seinen Anforderungen entspricht. Vollzug soll zum Wochenende gemeldet werden. Einen Namen rückt er nicht heraus.

Keinen Hehl macht Öztürk aber daraus, dass ihm für das schnelle Umschaltspiel ein Spieler gut gefällt, der am Sonntag beide Tore gegen sein Team erzielt hat: Tim Richter. „Dabei hat er gegen uns gar nicht so gut gespielt“, sagt der Werner Spielertrainer, doch Richters Qualitäten sind hinlänglich bekannt – und wären sicherlich auch in einer höheren Liga gefragt.

Der Langscheder wird den Klub von der Ruhrbrücke verlassen, zumal ihm das System mit den permanent lang und hoch nach vorne geschlagenen Bällen nicht so gut gefällt, das SVL-Trainer Holger Stemmann am Sonntag „auf hohem Bezirksliga-Niveau“ sah. Nun ja. Richter sehnt sich eher nach gepflegtem Kombinationsfußball.

Die Nachwehen vom Spiel gegen den SV Langschede sind beim WSC übrigens geringer als erwartet. Yannick Eisenbach, der kurz nach der Pause ausgewechselt werden musste, gab Entwarnung. Sein Auftritt als einsame Spitze vor der „Doppel-Zehn“ mit Thannheiser und Schwerbrock hat seinem Trainer gefallen. „Er wird heute mit dem Training aussetzen und Donnerstag wieder einsteigen. Ist er fit, ist er am Sonntag ein Kandidat für die Startelf“, sagt Öztürk – auch wenn Daniel Durkalic sich wieder fit melden würde.

Bei Hisham Saado, der in seinem erst dritten Spiel nach langer Verletzungspause mit Leistenproblemen ausgewechselt werden musste, will Öztürk Vorsicht walten lassen. Möglich, dass für den Innenverteidiger bereits die Sommerpause begonnen hat. „Wir wollen das nichts riskieren“, sagt Öztürk. - gu

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