Kurtulus Öztürk befeuert beim Werner SC Konkurrenzdruck

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Torjubel beim Werner SC nach dem 3:1 mit (von links): Joel Simon, Dominik Giffey, Marvin Bruland, Chris Thannheiser und Dennis Seifert.

Werne -  Es war beim ersten Blick auf die Startelf des Werner SC fast so, als habe es die Sommerpause nicht gegeben. Neun Stammkräfte aus der vergangenen Saison standen auf dem Feld.

Einzig die Ex-Herberner Christof Zilligen und Marvin Bruland kamen für die Bezirksliga-Premiere 2015/2016 neu in die Dreier-Abwehrkette. Kein Wunder also, dass der Sport Club in den folgenden 90 Minuten beim 4:1 gegen Eintracht Dortmund schon sehr eingespielt wirkte.

„Es hat gut funktioniert“, freute sich auch Trainer Kurtulus Öztürk. Die beiden Neuen haben am Sonntag gezeigt, dass sie mit ihrer Landesliga-Erfahrung ein großer Gewinn sind – auch wenn ihnen anfangs in der Dreier-Abwehrkette noch ein wenig Ruhe fehlte. „Vor allem Marvin hat großen Drang nach vorne zu gehen, da wird’s dann ab und an kritisch“, meint Öztürk. Die Viererkette, nach Zilligens vorsorglicher Auswechslung mit leichten Adduktorenproblemen zur Pause installiert, komme Bruland da eher entgegen: „Zweite Halbzeit hat er das richtig gut gespielt“, meinte Öztürk.

Tja, sagt der WSC-Trainer, eine automatische Garantie auf einen Startelf-Platz am kommenden Sonntag beim TuS Hannibal beinhalte sein Lob nicht. „Heese, Klossek, Schnee, Hisham Saado sind ab sofort wieder dabei – alles Anwärter auf die erste Elf. Da sollen die von Sonntag nicht glauben, dass sie sich ausruhen dürfen.“ Zudem warten mit Marvin Stöver und Marco Konieczny weitere Spieler auf ihre Chance, nicht zu vergessen Yasin Yilmaz und Baran Günes. „Ich habe am Dienstag 22 Spieler beim Training“, sagt Öztürk, der mit einem bunten Programm arbeiten will, bei dem zum Schluss das Tempo erhöht wird. „Müdigkeit raus, Spaß rein“, sei das Motto der Einheit.

„Alle wissen, dass der Kader in der Breite qualitativ enorm stark ist. So etwas hatte ich hier in den zwei Jahren hier bisher noch nicht. Auch 25 Hütten aus der Vorsaison zählen in diesem Jahr nicht mehr“, sagt Öztürk zum Beispiel mit Blick auf Torjäger Daniel Durkalic, der – so sein Trainer – „keine gute Vorbereitung hatte.“ Durkalic meldete sich mit einem Tor zurück. „Wichtig“, meinte Öztürk. Und auch Erkan Baslarli durfte – frisch aus dem Urlaub und quasi ohne Vorbereitung – sein Jokertor erzielen. „Er soll so schnell wie möglich fit werden“, zählt für den Trainer in diesem Fall jede Minute Spielpraxis.

Überraschungen habe es für ihn am ersten Spieltag nur eine gegeben: „Die Höhe des Wethmarer Sieges gegen Husen-Kurl.“ Mit 8:1 siegte die Westfalia gegen den Landesliga-Absteiger. Und auch beim Mitkonkurrenten um die Meisterschaft machte sich vor allem im Offensivspiel bemerkbar, dass sieben Feldspieler aus der Vorsaison in der Startelf standen.

Das wird aber wohl nicht so bleiben. Trainer Lüggert musste auf Zugang Camara vom TuS Hannibal verzichten, weil es Probleme mit der Spielberechtigung gab. Und der Chilene Sebastian Mora, der in der Winterpause gekommen war und wieder verschwand, ist als Neuzugang erneut gemeldet.

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