Eintracht zieht Einspruch zurück – Monssor bleibt gesperrt

Monssor Monssor und Schiedsrichter Pala Auge in Auge beim Platzverweis in Capelle.

KAMEN -  Die Verbandsspruchkammer hat am Montagabend den Fall Monssor Monssor neu verhandelt – und es gab eine überraschende Wende.

Denn der Kreisligist Eintracht Werne hat die Berufung gegen die viermonatige Sperre bis zum 19. Februar 2014 vor der Verbandsspruchkammer am Montagabend zurückgezogen. Vorausgegangen war ein Gespräch unter sechs Augen zwischen Monssor, dem Eintracht-Vorsitzenden Harald Wohlfahrt und Andree Kruphölter als stellvertretender Vorsitzender Verbandsspruchkammer.

Und nun wird es kompliziert: Weil die angeblichen Beleidigungen – die sind nicht zitierfährig – des Spielers gegenüber Schiedsrichter Dursun Pala im Kreisliga-Spiel vom 20. Oktober beim SC Capelle (1:1) einen politischen Hintergrund haben könnten, war einzig die Verbandsspruchkammer zuständig.

„Das ist ein praktisches Ergebnis“

Dorthin hat der Vorsitzende der Bezirksspruchkammer, Theler, den Vorgang weitergegeben, nachdem Eintracht Werne Einspruch gegen das Urteil der KSK 21 eingereicht hatte. Da nun der Einspruch zurückgezogen wurde, tritt nun doch wieder das Urteil der KSK in Kraft, wie der VSK-Vorsitzende und Rechtanwalt Georg Schierholz (Lippstadt) erläuterte. „Das ist ein praktisches Ergebnis“, begrüßte er den Kompromiss. Er führte im SportCentrum Kamen-Kaiserau zusammen mit Elke Baltes und Kruphölter durch das Verfahren.

Bizarrerweise hätte Monnsor ab dem 27. November wieder spielen können, nachdem die BSK das Urteil der unteren Instanz aufgehoben hatte. Hätte die Eintracht die Berufung aufrechterhalten, hätte sich die VSK auf den 13. Januar vertragt, um weitere Zeugen zu hören. Dann hätte Monssor am Sonntag gegen Vinnum spielen können, es hätte aber die Gefahr bestanden, dass die Strafe länger ausgefallen wäre.

Monssor ist nun wegen „unsportlichen Verhaltens“ verurteilt worden. Licht in den Sachverhalt wurde aucham Montagabend nicht gebracht. Es waren keine weiteren Zeugen neben dem Spieler Monssor und Schiedsrichter Dursun Pala anwesend. Zudem wurde die Eintracht durch dem Klubchef Wohlfarth und Heinz Meinke aus dem Ältestenrat vertreten.

„Wir fangen hier noch einmal von Null an“, sagte Schierholz. Beide Seiten blieben bei ihren Aussagen. Der Schiedsrichter behauptete, auf deutsch und türkisch vom Spieler, den er zuvor die Geb/Rote Karte zeigte, beleidigt und zudem später noch bedroht worden zu sein. Monnsor bestritt dies erneut mit dem Verweis darauf, dass er kein türkisch könne.

Nun muss Monssor noch am Sonntag in der Partie gegen Vinnum und in der ersten Meisterschaftspartie des neuen Jahres am 16. Februar in Selm zuschauen. - fraz

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