Ausstehende Abgaben

Bergkamen: Fußballverband wirft Gurbet Spor raus

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Gurbet Spor Bergkamen (schwarz-weiße Trikots) ist vom Spielbetrieb ausgeschlossen worden.

BERGKAMEN - Das Präsidium des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW) hat am Freitag den Bergkamener Fußballverein Gurbet Spor ausgeschlossen. Das teilte der FLVW-Direktor Carsten Jaksch-Nink auf Anfrage des Westfälischen Anzeigers mit. Der Grund dafür sind ausstehende Abgaben an Fußballverband und den Kreis in Höhe einer niedrigen vierstelligen Summe.

„Das war ein einstimmiger Beschluss“, sagte Jaksch-Nink. Dem Präsidium gehören sieben Personen an. Damit entsprach dieses Gremium den Antrag des Fußballkreises Unna/Hamm vom 3. März. Begründet wurde der Beschluss gegen den B-Ligisten mit Paragraf 10, absatz 1 der Verbandssatzung. Demnach habe Gurbet Spor „in grober Weise gegen die Verbandssatzung verstoßen.“

Nach Veröffentlichung dieses Beschlusses in den nächsten Amtlichen Mitteilungen des FLVW am kommenden Freitag, 27. März, erhält der Klub eine zehntägige Frist, um sportrechtlich gegen die Beschluss vorzugehen. Dann würde die Verbandsspruchkammer die Rechtmäßigkeit prüfen – und auf Grund der ausstehenden Zahlungen zu keinem anderen Beschluss kommen.

„Das Ganze ist selbstverschuldet. Wir haben es mit einem Verein ohne Führung zu tun. Wenn wir nicht zu dieser Sanktion gegriffen hätten, wäre das allen Vereinen mit engagierten ehrenamtlichen Mitgliedern nicht zu vermitteln gewesen“, sagte der Verbands--Direktor.

Gurbet Spor wurde mit dem Antrag vom 3. März bereits verboten, am Spielbetrieb teilzunehmen. Momentan sind alles Partien abgesagt. Bis der Verbandsausschluss rechtskräftig ist, wird dies auch vorerst so bleiben.

Die Tür zurück in den Verband ist damit allerdings nicht zugeschlagen. Falls Gurbet Spor zeitnah seine Schulden bezahlt, könnten der Verein ein Wiederaufnahmeverfahren beantragen, wie Jaksch-Nink betont. Dann würde auch eine Stellungnahme des Vorstandes aus dem Fußballkreis Unna/Hamm eingeholt – in der würden dann auch Für und Wider abgewägt. „Und wir müssten schauen, was sich da für Akteure aufstellen“, ist für den Direktor auch wichtig, durch wen der Verein dann geführt wird.

Auch wenn dieses Prüfverfahren sich über einige Zeit hinziehen wird, betont Carsten Jaksch-Nink: „Wir sind dafür da, dass alle, die bei uns Fußball spielen wollen, dies auch können.“ Nur sollten sie sich eben an die geltenden Regeln halten. - fraz

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