Ex-Herberner Christian Oles hat Hobby zum Beruf gemacht

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Christian Oles, der auch für den SVH spielte.

LA MANGA -  Es herrscht Hochbetrieb auf dem großen Trainingsgelände des La Manga Club an der Costa Calida in Spanien. Auf einem der Nebenplätze absolviert der Bundesligist Borussia Dortmund seine morgendliche Trainingseinheit, auf dem Hauptplatz mit der kleinen Tribüne tritt die U16-Nationalmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes zu einem Testspiel gegen den Nachwuchs von Atletico Madrid an. Und das mit heimischer Beteiligung.

Denn auf der Bank sitzt der frühere Chrisitan Oles, Spieler des SV Herbern unter Coach Ralf Dreier, der auch für die Hammer SpVg spielte und dort als Jugendcoach tätig war. Denn er ist seit einiger Zeit als Co-Trainer der Auswahl tätig.

Oles, der schon seit 2011 als Verbandstrainer des Saarlandes für die Auswahlteams verantwortlich und in die Trainerausbildung integriert ist, ist für den DFB praktisch im Nebenjob tätig. Als Assistent von U16-Chefcoach Meikel Schönweitz, mit dem er 2012 den Lehrgang für die Fußball-Lehrer-Lizenz in Hennef erfolgreich abschloss. Teilnehmer waren damals unter anderem auch die Nationalspieler Mehmet Scholl, Stefan Effenberg, Christian Wörns und Jörg Heinrich. „Als Verbandstrainer unterstützen wir ohnehin den DFB bei der Nachwuchsarbeit“, erzählt Oles, der in Münster ein Studium der Sportwissenschaft abgeschlossen hat.

Urlaub nehmen für die DFB-Auswahl

„Meikel hat mich angerufen, ob ich nicht Lust hätte, als Co-Trainer einzusteigen. Da habe ich schnell zugesagt“, erzählt Oles, der jetzt im Schnitt einmal im Monat mit dieser Auswahl unterwegs ist, bei zahlreichen Lehrgängen, Trainingslagern, Länderspielen und Turnieren. Urlaub nehmen für die DFB-Auswahl.

„Da ich das ja neben meinem Hauptberuf als Verbandstrainer mache, muss ich mir für diese Maßnahmen immer Urlaub nehmen. Das ist nicht so einfach“, verrät der 37-Jährige.

Im Februar steht schon wieder eine längere Reise zu einem Viererturnier mit Spanien, Holland und den Gastgebern nach Portugal an.

Dem Fußball-Lehrer bereitet diese Aufgabe unheimlich viel Spaß. „Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Ansonsten würde ich doch nicht meinen Urlaub opfern“, sagt der Hammer. „Es wäre sicherlich auch einmal interessant, Cheftrainer bei einem Profiklub zu sein“, erklärt Oles. Doch so wirklich kann er sich das eigentlich nicht vorstellen: „Die Nachwuchsarbeit ist mein Ding. Da kann man unheimlich viel bewegen.“ Das hat er schon zu seiner Hammer Zeit getan.

Bei der HSV hat er von der C- bis zur A-Jugend alles trainiert – darunter auch mit Sebastian Schnee einen aktuellen Spieler des Bezirksligisten Werner SC – auch, als er Spieler beim SC Westtünnen oder SV Herbern war. Ursprünglich stammt Oles vom SVA Bockum-Hövel. - P. Sch.

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