WSC verliert mit 1:4 – Rockel bricht sich Rippe

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Sebastian Schnee gegen Yassir Mhani.

WERNE - 45 gute Minuten, mehr hatte der Werner SC im Test gegen den Tabellenletzten der Landesliga (3), SC Husen-Kurl, nicht zu bieten und verlor nach 1:0-Pausenführung völlig den Faden und das Spiel mit 1:4.

„Einige haben sich in der zweiten Halbzeit mit allem beschäftigt, aber nicht mit den wesentlichen Dingen“, ärgerte sich Trainer Kurtulus Öztürk.

Bitter zudem: Nach 33 Minuten musste Keeper Michael Rockel verletzt raus. Er zog sich, wie eine Untersuchung unmittelbar anschließend ergab, bei einer Abwehraktion den Bruch einer Rippe zu und wird vier bis sechs Wochen ausfallen.

Vor der Pause ließen die Werner gegen mäßig engagierte Dortmunder den Ball wunderbar laufen, boten einige sehenswerte Angriffe: So zum 1:0 nach knapp zwölf Minuten, als Schwerbrock einen Diagonalball lang auf die linke Seite schlug, Julian Rohlmann die Kugel im Laufen mit der Brust annahm und noch das Auge für Janis Leenders hatte, der mitgelaufen war und den Ball nur über die Linie schieben musste.

In der 21. Minute traf Chris Thannheiser nach einer Linksflanke von Simon mit einem Kopfball nur die Latte, später musste Husens Keeper bei einem 17-Meter-Schuss Thannheisers nachfassen. Auf der Gegenseite verlebte Rockel einen ruhigen Tag, bis er seinen Kasten verlassen musste und folgenschwer mit Heptner zusammenprallte.

Rockel-Vertreter Sebastian Vorwick hatte seine erste gute Szene in der 50. Minute. Da entschärfte er den abgefälschten Schuss von Yassir Mhani. Ein Stellungsfehler von Seifert ermöglichte Marc Müller den Ausgleich (52.), und beim Husener Führungstreffer durch Yassir Mhani (54.) waren gleich alle Abwehrspieler desorientiert. Spätestens jetzt war klar: Die Werner machten nun 40 Prozent weniger, Husen-Kurl 20 Prozent mehr.

Die erste WSC-Chance der zweiten Halbzeit besaß Joel Simon erst in der 69. Minute per Kopf nach Freistoß von Rohlmann. Im direkten Gegenzug traf Müller zum 1:3, vier Minuten später nutzte Heptner eine von mehreren weiteren Chancen der Dortmunder zum vierten Tor.

Beim WSC ging derweil gar nichts mehr, zumal Trainer Öztürk sechs neue Feldspieler gebracht hatte. Bacak hätte noch das zweite Tor machen können, doch sein Schuss wurde kurz vor der Linie noch zur Ecke geklärt.

WSC: Rockel (33. Vorwick) – Giffey, H. Saado (46. Nowak), Seifert – Schnee, Simon, Schwerbrock (65. Bartsch), Simon (70. Eisenbach), Rohlmann – Thannheiser (70. Klimecki) – Durkalic (56. Kozlik), Leenders (61. Bacak)

Tore: 1:0 (12.) Leenders, 1:1 (52.) Müller, 1:2 (54.) Mhani, 1:3 (70.) Müller, 1:4 (73.) Heptner - gu

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