SV Stockum und Herbern II im Endspiel des Symalla-Cups

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WSC-Kapitän Kai Wintjes (rechts) wird in dieser Szene vom überragenden Herberner Spieler Marcel Pottmeier bedrängt, Der traf einmal und holte einen Strafstoß heraus.

Stockum - Der SV Herbern II hat das Finale beim Symalla-Cup des SV Stockum erreicht – nach einem 3:1 (1:1)-Erfolg am Dienstagabend gegen den künftigen Kreisliga-Rivalen Werner SC II in der Staffel A2 (Münster). Dort wartet nun am Freitag ab 19.45 Uhrder Gastgeber SV Stockum.

Halbfinale: Werner SC II – SV Hebern II 1:3 (1:1). In einer tempo- und abwechslungsreichen Partie war der Sieg für das Team von Trainer Timy Schütte am Ende verdient. „In der zweiten Halbzeit waren wir besser. Wir waren sehr gut in Bewegung“, sagte Schütte.

Sein Team ging früh in Führung. Als an der Außenlinie am Strafraumrand Stefan Leenders den starken Marcel Pottmeier fest hielt, war dies genauso unnötig wie ein unstrittiger Strafstoß. Den verwandelte Stefan Aschoff sicher für den SVH II (12.). In der Folgezeit versuchte es die WSC-Reserve zunächst mit langen Bällen. Chancen gab es hier durch den glücklosen Fuhrmann, der vertändelte (20.), und Winter (22.).

Mustergültig wurde dann das 1:1 über drei Stationen vorgetragen. Nach einer Herberner Ecke fing WSC-Keeper Luca Wiegel den Ball und legte auf Sebastian Schnee ab. Die Leihgabe der „Ersten“ marschierte 60 Meter mit den Ball und servierte die Kugel Oliver Winter, der zunächst gekonnt Roters ins Leere rutschen ließ, schließlich Keeper Sebastian Adamek umkurvte und ins leere Tore einschob (28.). Wenig später war Herberns Ramon Lutter frei durch, der aber an Luca Wiegel scheiterte (30.).

Nach der Pause wurde der Sport Club kalt erwischt – nach neun gespielten Minuten stand es 3:1 für die Blau-Gelben. Beim schön herausgespielten 2:1 nach 48 Minuten lief Jücker auf der rechten Außenbahn fast bis zur Grundlinie und seine scharfe Hereingabe legte am „zweiten Pfosten“ Kortendieck auf Marcel Pottmeier zurück, der keine Probleme hatte, den Ball aus kurzer Distanz ins Tor zu schieben.

Beim 3:1 parierte Wiegel zwar noch den Versuch von Michael Aschoff, gegen den Nachschuss von Daniel Heitmann war er aber machtlos (54.). Die „Zweite“ des Werner SC erholte sich davon nicht mehr. Als Eisenbach einen Pressschlag gegen Pottmeier verlor, lief dieser in den Strafraum, umdribbelte zwei weitere Gegenspieler, schoss aber um Zentimeter am Tor vorbei (60.). Auch der Gegenseite traf Stefan Leenders nach einer Ecke noch die Latte per Kopf (63.) – ansonsten blieben aber Chancen und eine Schlussoffensive der Blau-Roten aus. Die Herberner stellten nun das strukturiertere und abgeklärtere Team.

„In der ersten Halbzeit müssen wir vielleicht ein, zwei Tore mehr machen. Wir sind nach der Pause schlecht reingekommen“, sagte WSC-Trainer Kurt Gumprich.

WSC II: Wiegel – S. Leenders, Liesegang-Plümper, Eisenbach (83. Kuhn), Kerk, Schnee, Wintjes (55. Egert), Seifert (63. Bichler), Winter, Telgmann, Fuhrmann (77. Bichler)

SVH II: S. Adamek – Lübke, S. Aschoff, C. Adamek, Roters, Heitmann, Jücker, Krieter, M. Aschoff, Pottmeier (81. Paschedag), Lutter (46. Kortendiek)

Tore: 0:1 (12.) Foulelfmeter S. Aschoff, 1:1 (28.) Winter, 1:2 (48.) Pottmeier, 1:3 (54.) Heitmann

Halbfinale: SV Stockum – Hammer SpVg III 3:0 (1:0). Die Gastgeber setzten sich am Abend im ersten Halbfinale hochverdient durch. Stockum bietet sich nun am Freitag im Endspiel die Chance, das eigene Turnier nach 2002, 2004, 2008 und 2012 zum fünften Mal zu gewinnen. Die Partie begann kurios – nämlich erst einmal gar nicht. „Hamm hatte erst nicht genügend Spieler, dann gab es Probleme mit den Pässen“, erklärte Rolf Bock, Sportlicher Leiter des SV Stockum. Erst mit knapp 25-minütiger Verspätung ging es los. Beide Teams einigten sich aufgrund des nachfolgenden zweiten Halbfinals auf eine verkürzte Spielzeit von zweimal 40 Minuten.

Am besten mit der Verzögerung kamen die Platzherren zurecht. Bereits in der dritten Minute traf Torjäger Necati Bacak zum 1:0. Die Elf von Ralf Gondolf bestimmte auch danach das Geschehen. „Spielerisch war die erste Halbzeit schon recht ordentlich, auch wenn noch Luft nach oben ist“, meinte der SVS-Coach. Kurz vor dem Seitenwechsel ließen die Gastgeber die Zügel dann etwas schleifen, leisteten sich viele Ballverluste im Mittelfeld.

In der zweiten Hälfte ließ Stockums Defensive weiterhin nichts anbrennen, die „Dritte“ der Hammer SpVg kam überhaupt nicht zum Torabschluss. Ganz anders der SV Stockum: Über die starke rechte Seite leitete Thierry Opsölder einige Angriffe ein, doch seine Querpässe fanden keinen Abnehmer. In der Rolle des Schützen agierte Opsölder dann glücklicher, als der umsichtige Ali Karaman mustergültig nach innen passte. Im Nachschuss war der Ball drin – 2:0 (60.). Der Widerstand des Außenseiters war nun endgültig gebrochen. Stockum drängte auf den dritten Treffer. Lupp und Bacak scheiterten, ehe der fleißige türkische Angreifer kurz vor dem Abpfiff sein zweites Tor erzielte.

SVS: Packheiser – Bußkamp (53. Zimmer), Radstaak (63. Tayar), Lupp, Barthel (25. Uzun), C. Opsölder (70. Eliyazici), T. Opsölder (65. Ashar), Ünal, Kozlik, Karaman, Bacak

Tore: 1:0 (3.) Bacak, 2:0 (60.) T. Opsölder, 3:0 (77.) Bacak

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