Im dritten Anlauf soll es für Pourie in Kopenhagen klappen

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Marvin Pourie, hier im August 2014 im Dress des FCK in der Champions League-Quali in Leverkusen im Einsatz: Der Werner hofft auf einen Einsatz in der Europa League gegen Borussia Dortmund oder den FC Schalke 04.

Kopenhagen - Es ist der dritte Anlauf für den Werner Angreifer Marvin Pourie, um beim früheren Champions League-Teilnehmer FC Kopenhagen Fuß zu fassen.

Am Montagabend stand Pourie 90 Minuten lang im ersten Testspiel der Saisonvorbeitung auf dem Platz – mit zwei anderen Spielern seines Teams. Und er bereitete den frühen 1:1-Endstand durch seinen Sturmpartner Nicolai Jørgensen (10.) beim Gastspiel beim slowenischen Europe League-Qualifikanten NK Celje durch einen beherzten Antritt und einem überlegten Rückpass vor und hinterließ einen starken Eindruck. Pourie eroberte Bälle, die zu Chancen führten und hatte als auffälligster Offensivspieler zwei gute Gelegenheiten, mit denen er allerdings scheiterte.

Im Rahmen des österreichischen Trainingslagers folgt am Freitag ein weiteres Testspiel gegen den russischen Erstliga-Aufsteiger Anschi Machatschkala.

Rückblende: Im Sommer 2013 wechselte der 24-Jährige vom dänischen Erstligisten FC Silkeborg zum damaligen dänischen Meister und unterschrieb einen Vier-Jahres-Vertrag. Doch in der Winterpause seines ersten Jahres wurde Pourie trotz seiner ersten Champions League-Einsätze gegen Juventus Turin und Real Madrid nach Belgien zum SV Zulte Waregem ausgeliehen.

Gereifter und ruhiger

Im Sommer 2014 kehrte der Angreifer nach einem halben Jahr in die dänische Metropole zurück – wobei er zuvor lange wegen einer Gürtelrose aussetzten musste und so auch das belgische Pokalfinale verpasste.

Ende August 2014 – Pourie spielte dabei noch in der Qualifikation zur Gruppenphase der Champions League in der Schlussphase gegen Bayer Leverkusen im Rückspiel (0:4) – wechselte der Kopenhagener Publikumsliebling dann leihweise zum dänischen Liga-Rivalen SønderjyskE.

Nun also ein neuer Versuch – und diesmal hofft der Werner auf seinen Durchbruch beim Vorjahres-Vizemeister. „Marvin ist gut drauf und hat viel vor“, sagt sein Vater Rüdiger Pourie, der gleichzeitig auch sein Berater ist.

Vor seiner Rückkehr zum Verein habe sich die Nummer 23 mit seinem Trainer Ståle Solbakken zusammengesetzt und die sportliche Situation angesprochen – dabei wurde klar, dass der aus Norwegen stammende Coach nun auf den früheren Zweitliga-Profi der Münchner Löwen beim TSV 1860 setzt.

In der Vergangenheit galt das Verhältnis als eher angespannt – Solbakken setzte eher auf andere Spieler – und der ehrgeizige Pourie wollte immer spielen. „Marvin ist mit seinen 24 Jahren jetzt auch gereifter und ruhiger. Er sieht ein, dass auch angesichts der Spiele auf europäischer Ebene nicht jeder immer spielen kann“, sagt Rüdiger Pourie, und: „Er will mit Kopenhagen Meister werden und den Pokal holen sowie europäisch spielen.“

Damit geht es schon bald los. Am 16. und 23. Juli stehen die Paarungen der zweiten Runde an. Gegner ist der Sieger des Duells AFC Newtown (Wales) und FC Valletta (Malta), Das Hinspiel gewann Newtown mit 2:1.

In der Gruppenphase gegen BVB oder S04?

Wenn der FC Kopenhagen diese Runde und auch die folgen übersteht, steht der dänische Vorzeigeklub in der Gruppenphase. „Und da hoffe ich, dass Kopenhagen und Marvin gegen Schalke 04 oder Borussia Dortmund spielt“, sagt Vater Rüdiger. Bei beiden westfälischen Vereinen hat Marvin Pourie eine Vergangenheit und es wäre wohl ein Traum, im Signal Iduna-Park oder der Veltins-Arena auflaufen zu können.

Und auch in der Superligaen geht es schon bald wieder los. Der FC Kopenhagen empfängt am 19. Juli zum ersten Saisonspiel Randers FC – und natürlich will da Marvin Pourie in der Startelf stehen, siegen und nach Möglichkeit auch treffen.

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