Sieg für WSC im ersten Test, Herbern spielt remis

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Marvin Stöver (links) und Marvin Holtmann stellen ihren Hilbecker Kontrahenten.

Werne/Herbern - Während Fußball-Landesligist SV Herbern in seinem bereits fünften Testspiel ein 2:2-Unentschieden gegen Bezirksligist VfL Wolbeck holte, bestritt der Werner SC das erste Testspiel der Vorbereitung. Dabei gab es einen 2:1-Sieg bei Landesligist SV Hilbeck.

SV Hilbeck - Werner SC 1:2 (1:0). Erster Test, erster Sieg und ein zwiegespaltener Trainer: Landesligist Werner SC hat den klassengleichen SV Hilbeck (Staffel 3) mit 2:1 (0:1) bezwungen und zeigt dabei zwei Gesichter, in der Reihenfolge zumindest aber ganz nach Geschmack des Trainers. 

Denn in der ersten Hälfte ist dem WSC deutlich anzumerken, dass es noch an Testspielminuten auf dem Feld mangelt – viele individuelle Fehler, wenig Kombinationen in der Offensive, insgesamt noch viel Luft nach oben. Ganz anders in Hälfte zwei, da zeigt der WSC das genaue Gegenteil. „Das zeigt, dass die Jungs aus der Halbzeitansprache etwas mitgenommen haben“, schmunzelt WSC-Trainer Lars Müller, dem diese Variante deutlich lieber ist als zuerst eine starke Halbzeit und dann eine schwache. 

Etwas, das seine Mannen ebenfalls mit aus der Kabine nehmen, ist eine andere taktische Ausrichtung. In der ersten Hälfte zündet das klassische 4-4-2-System nicht. Vor Torhüter Linke starten Stöver, Goletz, Link und Poggenpohl in der Viererkette, davor stehen Neuzugang Jannis Vertgewall, Jussef Saado, Yannick Lachowicz und Mondrian Runde, vorne beginnen Daniel Durkalic und Jannik Prinz. 

„Wir haben es nicht geschafft Dinge spielerisch zu lösen und wenn wir mal bis nach vorne gekommen sind, haben wir mit dem letzten Pass eine schlechte Entscheidung getroffen“, stellt Müller fest. Nach 22 Minuten führt ein Ballverlust im Spielaufbau sogar zum Rückstand. 

So folgt zum Seitenwechsel auch der Systemwechsel und der fruchtet. Link, Holtmann und Stöver bilden die Dreierkette, Niewalda und Nemitz rutschen in die Viererkette, Prinz, Saado und Durkalic stürmen vorne zu dritt. Und plötzlich erspielen sich die Gäste zahlreiche Möglichkeiten. Die Tore fallen aber erst spät. 

Zunächst spielt Durkalic den Ball raus auf Vertgewall, der den Ball anstatt selbst abzuschließen, nochmal scharf vor das Tor spielt. Dort muss Durkalic nur noch abstauben (82.). Drei Minuten vor dem Ende beweisen die WSC-Männer einen langen Atem. Saado chipt den Ball in den Lauf von Prinz, der kommt vor dem Kasten aber nochmal ins Straucheln, doch im vierten Versuch schafft es Saado doch noch den Ball im Tor unterzubringen und den Werner Sieg unter Dach und Fach zu bringen. 

„Wir müssen schauen, dass wir wieder mehr Flexibilität bekommen was die Systeme angeht. Auch individuell muss jeder noch ein bisschen zulegen. Wir haben noch einen Haufen Arbeit vor uns aber für den ersten Test war das schon gut“, betont Müller. 

WSC: Linke (46. Hoppe) – Stöver, Goletz (46. Holtmann), Link, Poggenpohl (46. Niewalda), Runde (46. Nemitz), Vertgewall, Lachowicz, Prinz, Saado, Durkalic 

Tore: 1:0 (22.) Schnettker, 1:1 (82.) Durkalic, 1:2 (87.) Saado

VfL Wolbeck – SV Herbern 2:2 (1:1). Herberns Trainer Holger Möllers konnte mit dem Unentschieden gegen einen „starken“ Bezirksligisten gut leben. „Am Ende der dritten Woche kommen wir so langsam an einen Punkt, an dem man merkt, dass die Jungs ein paar Körner lassen. Vor allem die letzte halbe Stunde war hart“, stellte er fest. Zudem war der Kader ein wenig dezimiert, da Defensivkraft Dennis Idczak am Samstag geheiratet hat und Teile des Kaders deswegen in Wolbeck nicht zur Verfügung standen. „Trotzdem haben die Jungs das gut gemacht“, wollte Möllers keine Ausreden gelten lassen. 

In der ersten Hälfte mussten beide Teams eine Viertelstunde in der Kabine verbringen – Starkregen sowie Blitze und Donner verhinderten ein Weiterspielen. So kam es, dass Wolbeck in der zwölften Minute der Nachspielzeit einen Fehler im Spielaufbau der Herberner zur Führung nutzte, die Gäste aber nur drei Minuten später durch einen Kopfball von Nika Amoev ausglichen. 

In der zweiten Hälfte brachte Julian Trapp, der sich in seinen Semesterferien bei seiner ehemaligen Mannschaft fit hält, mit einem an Philipp Just verursachten Foulelfmeter den SVH wieder in Führung, ehe Wolbeck nur zehn Minuten später der Ausgleich nach einem erneutem Fehler im Spielaufbau gelang. 

Am Montag (20 Uhr) starten die Herberner dann in den Fuchs-Cup auf eigener Anlage mit dem Gemeindederby gegen Davaria Davensberg. „Als Ausrichter will man natürlich jedes Spiel gewinnen“, verspricht Möllers ein attraktives Spiel.

SVH: Haarseim – Richter, Krampe, Just, Sobbe, Amoev, Höring, Airton, Breloh, Plechaty, Lünemann – Dubicki, Trapp, Schmitt, Hoenhorst 

Tore: 1:0 (45.+12), 1:1 (45.+15) Amoev, 1:2 (58.) 11m Trapp, 2:2 (68.)

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