Mehrere Sieger beim 6. Sansi-Cup

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Das Flüchtlingsteam FC Schwarz-Rot-Gold aus Selm freute sich über die Turniereinladung zum Sansi-Cup in Werne.

Werne - Bei der 6. Auflage des Hobbyfußball-Turniers um den Sansi-Cup des FC Sansibar setzte sich am Samstag bei Temperaturen von 45 Grad Celsius in der Sonne Ypsilon BW aus Werne durch.

Ein weiterer Gewinner ist die Flüchtlingshilfe. Über eine Spende in Höhe von 170,50 Euro – das ist der gesamte Reingewinn – darf sich der Caritasverband Lünen-Selm-Werne für seine Arbeit freuen.

Im Vorjahr wurde noch das Afrika-Projekt des BVB-Profis Neven Subotic mit der Spendensumme bedacht.

Nach der Vorrunde steigerte sich das Siegerteam, das im gesamten Turnierverlauf nur zwei Gegentore kassierte, von Spiel zu Spiel. Dem 3:0 im Viertelfinale gegen den FC Pottasche folgte ein 4:0 gegen Die kühlen Blonden im Halbfinale. Im Endspiel siegten die früheren Young Boys Werne deutlich mit 5:0 gegen den FC Holzer, der es bei der Premiere gleich ins Finale schaffte. Es war zudem der höchste Turniersieg. Der FC Holzer schaffte es ins Finale durch ein 4:2 gegen FC Dosenbier.

Für den Turniersieger des erstmals im Sportzentrum Dahl ausgetragenen Wettkampfes trafen im Finale Monssor Monssor, Pascal Jozefiak, Jason Kaufmann (2) und Felix Seifert.

Ursprünglich sollten zwölf Teams teilnehmen, eines sagte aber wegen der Hitze ab und zwei aus personellen Gründen.

Die Organisatoren sagten den Wettkampf trotz der Hitze nicht im Vorfeld ab und hielten Rücksprache mit den Teams. Und die wollten unbedingt kicken. „Wir haben extra Pavillons als Schattenspender und eine Dusche zur Abkühlung aufgebaut. Dazu gab es für alle Teams kostenlos Wasser“, sagte Mitorganisator Jan Hische vom FC Sansibar. Nur zwei Zahlen zum Vergleich: Da bei einem Hobbyturnier eigentlich auch gerne mal ein Bier getrunken wird, gingen im Vorjahr 480 Liter Gerstensaft durch die Zapfanlage. Dieses Jahr waren es gerade 80. „Dafür sind wir alle 350 Halbliterflaschen Wasser losgeworden“, erklärt Hische. Die Spiele liefen in einem fairen Rahmen ab – „wir achten schon bei der Einladung darauf, wer kommen soll und wer eher nicht“, erklärt Hische.

Passend zum Spendenadressaten mit der Flüchtlingshilfe spielte auch erstmals ein Team mit, dass nur aus Asylbewerbern bestand. In der Mannschaft FC Schwarz-Rot-Gold waren 15 Kicker dabei, die in den Flüchtlings-Unterkünften in Selm, Bork und Cappenberg leben.

Flüchtlingsteam freut sich über Einladung

„Das ist optimal“, freute sich etwa Hermon Sishay aus Eritrea, der seit zwei Jahren in Deutschland lebt. Das Team mit Spielern aus Ghan, Guinea, Mali, Nigeria und Ägypten blieb trotz guter Ansätze und technisch starker Einzelspieler ohne Tor und Punktgewinn. „Wir müssen noch zusammen finden“, ergänzte Teamsprecher Shisay, der auch die Beflockung der roten Trikots gestaltet hat.

„So ein Turnier ist ideal, um die Hemmschwelle abzubauen“, war auch Nicole Marega von der Flüchtlichshilfe Selm dankbar für die Einladung durch den FC Sansibar. Sie und die Spieler des FC Schwarz-Rot-Gold würden sich über weitere Turniereinladungen oder Freundschaftsspiele freuen.

Interessenten für einen Kontakt zum FC Schwarz-Rot-Gold können sich an die WA-Sportredaktion unter der e-mail-Adresse sport-werne@wa.de wenden.

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