Treffen der Rünther Meisterkicker: Mit Eddy, Szepan und Lappes

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Voll war’s im Keller des Vereinsheimes am Hafenstadion, wo sich die Mitglieder der Rünther Meistermannschaften von 1975 und 1983 zu „ollen Kamellen“ und einem frisch gezapften Bier trafen.

RÜNTHE - Zwei Mannschaften, zwei Aufstiege. Am Freitagabend trafen sich die Spieler ehemaliger Erfolgsmannschaften des SuS Rünthe 08, um nach teilweise mehr als 30 Jahren ein Wiedersehen zu feiern.

Organisator Lothar Münzer schaffte es mit Hilfe von Dieter Lüttecken, etwa 50 ehemalige Kicker der Nullachter in den Vereinskeller am Hafenstadion zu locken – zum einen die der Aufstiegsmannschaft des Jahres 1975, zum anderen die aus dem Aufstiegsteam von 1983. Beide schafften damals den Sprung in die Bezirksliga.

Dieter Grund, Eddy Sorge, Wolfgang „Szepan“ Thiemann, Bernd Rahn oder Heribert Bröcker aus der 1975er Elf, Ernie Krotthoff, Aga Cramer, Lappes Wintjes, Fitti Grams, Timo Knickmeier, Nobert Jesella oder Torhüter Olaf Hirschmann aus der 1983er-Formation – sie stehen exemplarisch für viele Namen, die heutzutage im Zusammenhang mit den großen Vereinserfolgen immer noch genannt werden.

„Einige sehe ich ja jeden Tag, andere haben sich nicht verändert, wie zum Beispiel Jochen Kaddatz – und bei anderen musste ich erst einmal fragen: Sag’ mir doch bitte deinen Namen“, erzählt Lothar Münzer vom Wiedersehen am Freitag. Zwischen den ehemaligen Kollegen habe es auch die eine oder andere Verwechslung gegeben, weiß der Mitorganisator.

Über Monate, sagt Münzer, sei er von Dieter Lüttecken nahezu gequält worden, mit ihm zusammen ein solches Treffen zu organisieren. Münzer knickte ein, man stellte die Spielerlisten zusammen – und stieß auf positive Resonanz. „Es haben alle spontan zugesagt“, erzählt Münzer.

Und wer konnte, der kam: Uwe Remus aus dem 1983er-Team zum Beispiel, inzwischen erfolgreicher Geschäftsmann und auf Mallorca daheim. Er selbst habe mit diesem Zuspruch nicht gerechnet gerechnet, sagt Lothar Münzer.

Die Erzählfreude in den „Katakomben“ des Hafenstadions war groß. „Das war schon ganz schön laut. Viele haben sich seit mindestens 20 Jahren nicht gesehen. Da ist es doch klar, dass es einiges zu bereden gibt“, meint Lothar Münzer, und: „Es war schon erstaunlich, dass sich erwachsene Männer gefreut haben wie die kleinen Kinder im Sandkasten, dass sie sich mal wiedergesehen haben.“

Da schmeckten die „ollen Kamellen“ zum frischgezapften Pils so richtig gut. Kein Thema blieb außen vor: Ob Pleiten, Pech und Pannen, die schönsten Tore oder die Erinnerungen an das gemütliche Beisammensein mit den Profis von Borussia Dortmund nach einem Freundschaftsspiel – wo gibt es das heute noch?

Darüber verging die Zeit: Es war in den frühen Morgenstunden, als die Letzten den Weg über die berüchtigte Treppe aus dem Keller nach oben – und direkt vor den Stadioneingang – genommen haben. Eine Neuauflage ist da schon längst beschlossene Sache. Nicht gleich für 2015. Aber noch einmal 31 beziehungsweise 39 Jahre auf eine solche Gelegenheit zu warten, das funktioniert alleine schon aus biologischen Gründen nicht... - gu/sep

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