SVH-Urgestein Bernd Löcke wird flügge

Bernd Löcke

HERBERN - Seit Dienstagabend ist Bernd Löcke als Coach flügge geworden. Mit dem Trainingsauftakt beim Bezirksliga-Absteiger SV Rinkerode übernimmt der 37-Jährige erstmals eine Trainer-Aufgabe außerhalb seines Heimatvereins SV Herbern.

„Da habe ich unheimlich Bock drauf“, sagt Löcke. Als seine erfolgreiche Spielerlaufbahn ausklang, fing er langsam an seiner Trainerkarriere an – zunächst als Assistent für die in der Landesliga spielenden in der A-Jugend des SVH unter Werner Bußmann.

Danach trainierte er drei Jahre lang die in der Kreisliga A (LH) spielende Reserve des SVH – und wurde zweimal Vizemeister. „Zumindest im zweiten Jahr hätten wir aufsteigen müssen“, erinnert sich Löcke an das Kopf-an-Kopf-Rennen mit Westfalia Wethmar um die Meisterschaft und die dominante Rolle, die sein Team und der Klub vom Cappenberger See spielten.

Am Ende der Saison 2012/13 zog er sich aus dem Traineramt zurück, da er sein Haus aufwändig umbaute und zudem eine berufliche Weiterbildung ins Auge fasste.

Die Renovierung ist nun abgeschlossen, die Qualifikation hat sich zerschlagen – so dass Löcke ab der Rückrunde wieder bei der A-Jugend des SVH diesmal an der Seite von Thomas Berndsen mitarbeitete.

Parallel dazu kam das Angebot aus Rinkerode – und Löcke Griff zu. „Ich habe viel Erfahrung gesammelt in Herbern“, sagt Löcke. „Aber jetzt freue ich mich auch mal darauf, bei einer ersten Mannschaft das Sagen zu haben“, ergänzt er.

Für die Aufgabe, den Neustart in Rinkerode zu gestalten, sieht sich Löcke gewappnet. Denn trotz des Abstiegs aus der Bezirksliga bleibt das SVR-Team im Kern erhalten. Lediglich Johannes Fühner und Jannik Homann verlassen den Verein berufsbedingt. „Die beiden zu ersetzen, wird keine leichte Aufgabe. Aber der Kader ist groß und leistungsstark“, erklärt Bernd Löcke, der den Cheftrainersessel von Carsten Winkler übernommen hat.

Der SVR-Obmann Burkhard Weber lobt jetzt schon den neuen Trainer in den höchsten Tönen. Löcke sei der „ideale Mann für den SVR“ und passe „zu einhundert Prozent“ in das bestehende Konzept des Vereins.

Junge und hungige Spieler sollen neben dem Stamm von Löcke gefördert werden.

Um in der neuen, deutlich spielstärkeren Kreisliga – die beiden Kreisligen in Münster wurden zusammengelegt – auch bestehen zu können, will der SVR die Qualität weiter fördern und hoch halten. Die Favoritenbürde weist der Trainer des Absteigers zunächst von sich. „Ich kenne kaum einen der Gegner“, hält sich der Neu-Coach zurück.

Unterstützt wird Löcke von Co-Trainer Norbert Bothen, der dem SVR erhalten bleibt. „Das ist eine sehr gute Nachricht für mich. Er kennt die Spieler. Die ersten Gespräche waren sehr positiv“, freut sich Löcke.

Mit Thorsten Draba und Torwart Lennart Lütke spielte Löcke zudem gemeinsam beim TuS Hiltrup. Das Umfeld beim SVR hat die Entscheidung leicht gemacht, den Trainerposten zu übernehmen.

„Die Anlage ist toll und den SVR habe ich schn immer als sympatischen Verein wahr genommen“, sagt Löcke.

Seine Vorgaben an die Spieler sind „technisch sauberen Fußball“ spielen zu lassen und das Team „taktisch weiterzuentwickeln“. Auch ohne C-Lizenz sieht sich Löcke für die Aufgabe gewappnet. „Ich habe aus meiner Trainerzeit und von meinen früheren Trainern genug mitgenommen“, erklärt Löcke.

Ein schnelles Wiedersehen mit vielen Weggefährten gibt es bereits am Samstag, 19. Juli. Dann bestreitet der SVR ein Testspiel gegen den Landesligisten SV Herbern. „Das ist ganz nett von Christian Bentrup, dass sie gegen uns spielen. Ich wollte ein Spiel in der Vorbereitung haben, wo uns die Grenzen aufgezeigt werden.“ - fraz

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