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Lars Müller verlässt die Hammer SpVg

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Lars Müller verlässt die HSV nach Saisonende.
Lars Müller verlässt die HSV nach Saisonende.

HAMM -  Nächster Wechsel in der Führungsetage der Hammer SpVg: Der Sportliche Leiter Lars Müller aus Werne hat am Sonntag am Rande des Oberliga-Spiels gegen den SV Schermbeck (2:4)seinen Rücktritt zum Saisonende bekannt gegeben.

Ein Nachfolger für den vor kurzem zurückgetretenen Fußball-Abteilungsleiter Jens Heusener ist dagegen gefunden: Hartmut Weber wird den Posten nach Ablauf der Spielzeit übernehmen.

Private Gründe geben den Ausschlag

Der 63-Jährige „Hatti“ Weber führte die HSV-Fußball-Abteilung bereits zwischen 2008 und 2010: „Als mich der Vorstand gefragt hat, habe ich mich aus persönlichen Gründen mit der Entscheidung schwer getan. Aber mir liegt sehr viel an der HSV, daher habe ich mich entschlossen, das Amt im nächsten Jahr zu übernehmen“, so Weber. Er wird seine Arbeit offiziell nicht vor dem letzten Spieltag aufnehmen. Dann liegt sein Hauptaugenmerk darauf, eine „Mannschaft hinter der Mannschaft“ zusammenzustellen: „Wir müssen im organisatorischen Bereich alles so hinkriegen, wie es für einen Verein dieser Größenordnung notwendig ist. Wir müssen Kontinuität reinkriegen“, so Weber. Konkretes wolle er erst sagen, wenn er sich einen Überblick verschafft hat.

Kontinuität wird es auf dem Posten des Sportlichen Leiters nicht geben, denn Lars Müller wird die HSV nach Saisonende verlassen. „Meine Entscheidung hat zu 80 Prozent nichts mit dem Sportlichen zu tun. Die Entscheidung steht schon länger. Den Ausschlag haben private Gründe gegeben“, sagte der 37-Jährige Ex-Profi von Borussia Dortmund, KFC Uerdingen, FC Nürnberg und RB Leipzig, der vor zwei Jahren aus Leipzig zur Hammer SpVg kam und bis zum November des vergangenen Jahres als Spielertrainer fungierte.

Er will dem Fußball vorerst ganz den Rücken kehren. In den kommenden ein bis zwei Jahren will er keine neue Funktion im Fußball übernehmen.

Müller hat bei der HSV noch einiges zu tun, denn er will seinem Nachfolger einen kompletten Kader hinterlassen. Bislang hatte er die Personalplanung mit Sven Heinze abgestimmt, doch der wird – wie der Verein am Freitag öffentlich machte – in der neuen Spielzeit nicht mehr Trainer des Oberliga-Teams sein. „Die Lage ist sicher nicht optimal. Wir waren schon recht weit mit der Kaderzusammenstellung, aber jetzt ist Sven raus aus der Planung. Jeder Trainer hat zwei, drei Wunschspieler. Es wäre daher wünschenswert, wenn der Neue Einfluss auf die Kaderzusammenstellung nehmen kann, aber überstürzen werden wir nichts“, sagte Müller. Als möglicher Nachfolger gilt Benjamin Doll.

Kandidaten auf die Heinze-Nachfolge sind Karsten Hutwelker und Andreas Zimmermann. Letzterer sah sich die Partie der HSV gegen Schermbeck an. Konkret zur Trainerfrage äußern wollte sich Müller nicht. „Es sollte im Idealfall ein junger, dynamischer Trainer sein, denn wir wollen einen modernen, schönen Fußball zeigen. Aber im Grunde ist es egal, ob der Trainer alt ist oder jung. Es gibt nur gut oder schlecht“, so Müller. - sst

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