Beckum zeigt dem WSC die Grenzen auf

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WSC-Keeper Michael Rockel musste neunmal hinter sich greifen.

WERNE -  Einen „harten Brocken“ wollte der Werner SC mit dem Testspiel gegen den Oberligisten Roland Beckum bekommen. Und der war am Ende mindestens zwei Nummern zu groß, wie das deutliche 1:9 (1:5)-Endergebnis dokumentiert.

„Dass wir hier gewinnen, war nicht zu erwarten“, sagte WSC-Spielertrainer Kurtulus Öztürk: „Aber das Ergebnis fällt viel zu hoch aus, auch wenn man klar die Klassenunterschiede gesehen hat.“

Die Flut an Gegentoren hatte natürlich Gründe. Zum einen nutzte das drei Klassen höher spielende Team von Trainer Ismail Atalan (früher Davaria Davensberg) seine Torchancen gnadenlos aus und bestraften damit auch die vielen Fehler im Spielaufbau beim WSC fast gnadenlos.

Zum anderen fehlte nach der Pause auch zum Teil durch die ins Spiel eingewechselten Akteure die entlastung für das Abwehr-Bollwerk bestehend aus der finalen Dreierkette mit Hisham Saado, Bastian Schöpper und Leon Heese.

„Sie haben am meisten Zweikämpfe gewonnen. Aber was mir nach der Pause nicht gefallen hat, war die läuferische Einstellung einiger Spieler. Da wird noch drüber zu reden sein“, sieht Öztürk aktuell ein Gefälle im eigenen Kader bei einigen zwischen Anspruch und Leistungsbereitschaft.

Zwar ging der Gastgeber sogar in Führung, als Keeper Michael Rockel mit einem weiten Ball Daniel Durkalic frei spielte und der alleine auf das Tor von Sandhowe zulief und vollendete (11.). Das war es dann aber auch. Kurz vor der Pause hatte Heese eher unverhofft eine weitere Chance für die Gastgeber – es sollte die letzte in der Partie gewesen sein (43.).

Dazwischen fielen die ersten fünf Tore für Beckum, wobei der frühere Herberner Angreifer Joachim Mrowiec und Semih Daglar jeweils zweimal trafen. Nach der Pause drängte Beckum weiter. Da die Hausherren phasenweise ihre Ordnung verloren und die außen fast unbesetzt waren, kombinierte sich das Atalan-Team mühelos in den Werner Strafraum. Dabei parierte Rockel noch mehrfach, war bei den meisten Gegentoren zudem chancenlos.

Aber einen Effekt hatte die Partie – und den wollte Öztürk an seine Spieler weitergeben: Sie haben gesehen, wie groß die Intensität und wie hoch das Tempo beim Fußball sein kann.

WSC: Rockel – Schöper, H. Saado, Heese (74. Eisenbach) – Schnee, Seifert (46. Bacak) – Thannheiser (46. Wintjes), Durkalic (66. Akyüz) – J. Saado (80. Öztürk)

Tore: 1:0 (11.) Durkalic, 1:1 (17.) Laumann, 1:2 (25.) Mrowiec, 1:3 (26.) Daglar, 1:4 (41.) Daglar, 1:5 (42.) Mrowiec, 1:6 (67.) Mrowiec, 1:7 (86.) Ucar, 1:8 (88.) Daglar, 1:9 (90.) Dagnar - fraz

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