Lewandowski muss beim SuS Oberaden gehen

Frank Lewandowski ist nicht mehr Trainer des Bezirksliga-Aufsteigers SuS Oberaden. -  Foto: Eickmann

BERGKAMEN - Verlief der 20. Bezirksliga-Spieltag am Wochenende noch recht ruhig, so ging am Montag im Nachgang mächtig die Post ab. Oberaden setzte Trainer Frank Lewandowski vor die Tür und löste damit eine wahre Protestflut aus.

Reaktion erzeugt Gegenreaktion. Dieses einfache Prinzip galt und gilt seit Montag auch für den SuS Oberaden. Nach der 0:2-Niederlage gegen Westfalia Wethmar sahen sich die Verantwortlichen am Römerberg dazu gezwungen, ihren Trainer Frank Lewandowski von seinem Amt zu entheben. Allerdings ging diese Trennung nicht wirklich geräuschlos über die Bühne, denn die Spieler der ersten Mannschaft stießen sich vor allem an der Begründung, die Chemie zwischen Mannschaft und Trainer habe nicht mehr gestimmt, und machten ihren Unmut in den sozialen Kanälen des Internets auch öffentlich Luft.

„Das habe ich natürlich auch mitbekommen und macht mich in gewisser Weise stolz. Es zeigt, dass es doch nicht ganz so war, wie es dargestellt wurde“, so der Ex-Trainer. Am gestrigen Abend war „Lewa“ letztmals am Trainingsgelände und verabschiedete sich von der Truppe, mit der er in der vergangenen Saison mit lediglich einer Niederlage souverän in die Bezirksliga aufgestiegen war. Zurzeit steht der SuS mit 21 Punkten auf dem 13. Und damit letzten Nichtabstiegsplatz der Liga, wie es nun in Oberaden weitergehen wird, bleibt abzuwarten.

Prekär ist die Lage mittlerweile auch beim FC TuRa Bergkamen. Mit zurzeit 28 Zählern zwar (noch) nicht in Sachen Abstiegskampf, aber den Kickern vom Nordberg gehen langsam aber sicher die Spieler aus. Matthias Freyermuth wird nach abgesessener Sperre im Spiel am 9. März bei Westfalia Wethmar wieder dabei sein, dafür fehlen Patrick Krucinski (Gelb-Rot) und Engin Duman (Rot). Letzterer wird nach seiner Verbalattacke gegen den Schiri möglicherweise noch länger pausieren müssen. Sein Bruder Cengiz Duman musste gegen den VfL Kamen zudem verletzt ausgewechselt werden und humpelte danach mit einem dick geschwollenem Fuß vom Feld. Es wird also personell noch ein wenig dünner, schon im Derby standen Trainer Andreas Bolst neben Ersatzkeeper Christopher Kurpanik gerade noch drei Einwechselspieler zur Verfügung.

Im Niemandsland der Liga ist mittlerweile Aufsteiger FC Overberge angekommen. Nach dem 2:2 gegen die ÖSG Viktoria belegt das Team von Daniel Frieg den zehnten Rang und hat lediglich noch sechs Zähler Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz, den der SuS Kaiserau belegt. „Wir müssen echt aufpassen, dass wir nicht noch tiefer in den Schlamassel rutschen“, hat Frieg die Zeichen der Zeit längst erkannt. Gegen die Dortmunder Vorstädter machte sich der FCO das Leben vor allem durch die frühe Ampelkarte (27.) von Tayfun Basyigit selber schwer. „Darüber wird noch zu reden sein, das war ein Bärendienst“, echauffierte sich der Trainer.

Mit einer tollen Moral kam der FCO aber dennoch zurück, der bärenstarke Lukas Manka legte in Unterzahl erst für Dennis Morch auf und drehte anschließend die Partie mit seinem Treffer zum 2:1. Nur eine Momentaufnahme, denn drei Minuten vor dem Ende kam der Gast doch noch zum Ausgleich. So tat Overberge ein Vorfall in der 57. Minute schlussendlich doppelt weh. Matthias Osmanski war hier im Strafraum gefoult worden, brachte den fälligen Strafstoß aber nicht im Kasten unter. - db

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