BVB-Fan Golombek arbeitet bei den „Roten Teufeln“

Christopher Golombek ganz entspannt nach der Pressekonferenz im Mediencenter des 1. FC Kaiserslautern..

WERNE - Eigentlich ist Christopher Golombek ein treuer Anhänger des BVB, doch so langsam wird er zum „Roten Teufel“. Derzeit absolviert der 22-jährige Werner ein Praktikum beim 1. FC Kaiserslautern.

Ganze sechs Monate lang erhält der ehemalige Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums Einblick in die Medienwelt des Zweitligisten. Drei Monate sind jetzt vorbei – Grund genug, eine erste Bilanz zu ziehen. „Es läuft wirklich gut“, fasst Golombek seine bisherigen Eindrücke zusammen. Er arbeitet in der Pressestelle des Clubs, der auch Gründungsmitglied der Bundesliga war. Doch das Praktikum ist alles andere als ein reiner Bürojob. „Ich arbeite in der Geschäftsstelle, die unmittelbar an den Stadionbereich angrenzt – da bekommt man viel mit“, freut sich Golombek.

Zum seinem Tätigkeitsbereich gehört neben der Erstellung der täglichen Pressespiegel auch der Umgang mit den sozialen Medien und die Berichterstattung von Spielen und Pressekonferenzen. „Ich berichte regelmäßig von den Partien der U17 und U19 Teams“, sagt Golombek, der selbst schon für Südkirchen, Stockum und den Werner SC aufgelaufen ist.

Bei seiner Arbeit profitiert er von den Erfahrungen, die er in den vergangenen Jahren als freier Mitarbeiter der Wener Sportredaktion des WA gesammelt hat. Zudem hat Golombek auch zu den Lizensspielern engen Kontakt. Wenn die Fans nach dem Spiel nach Hause gehen, ist er dabei, wenn sich die Spieler den Fragen der Pressevertretern stellen. Davon schreibt er dann eine Zusammenfassung, die beispielsweise für die Homepage oder den FCK-Newsletter verwendet wird. Auch vor dem Spiel ist er ganz nah dran. So war er Donnerstag bei der Pressekonferenz von Trainer Kosta Runjaic zum anstehenden Spiel gegen den Karlsruher SC dabei und berichtete wenig später bereits darüber.

Mittagessen mit den Profis

An den Tagen, an denen für die Lizenzspieler zwei Trainingseinheiten stattfinden, ergibt es sich, dass er gemeinsam mit den Fußballern zum Mittagstisch geht. Auch Vorstandschef Stefan Kuntz ist er schon des öfteren begegnet. „Das Areal ist schon groß, aber trotzdem läuft man sich immer mal wieder über den Weg.“

Golombek möchte später als Sportjournalist arbeiten. Um sich für dieses Berufsumfeld möglichst gut vorzubereiten, studiert er in Mannheim Medien- und Kommunikationswissenschaften. Im Rahmen des Studiums unternahm er mit dem SWR eine Exkursion zum Betzenberg, wo er erfuhr, dass der Verein auch Praktika im Bereich PR und Pressearbeit anbietet.

Die Stimmung im Stadion hat den Studenten schon beim ersten Heimspiel der Saison fasziniert. „Da hat die Mannschaft aus einem 0:2- Rückstand noch einen 3:2 Sieg gegen 1860 München gemacht – und die Stimmung danach war einfach unbeschreiblich. Jetzt habe ich eine Ahnung davon, was es bedeutet, wenn man davon spricht, dass der Betze brennt“, erinnert sich Golombek, der in aktuell in Ludwigshafen wohnt.

Auswärtssspiele stehen offiziell nicht auf seinem Dienstplan, aber die Fahrt zum Rückspiel bei 1860 München hat er zum Ende seines Praktikums schon fest eingeplant. „Ein Erfolg dort wäre sicher ein krönender Abschluss“, sagt er. - chv

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