Gemischte Gefühle bei SVH-Trainer Bentrup nach Remis

Auf ihn ist Verlass: Daniel von der Ley (Dritter von rechts) nimmt die Glückwünsche nach dem Treffer zum 1:0 gegen Ahaus von seinen Teamkollegen entgegen. Es war sein 17. Saisontor. - Foto: Zöllner

HERBERN - Am Karsamstag holte der SV Herbern im Landesliga-Mittelfeldduell gegen Eintracht Ahaus einen Zähler – eigentlich entsprechend der Positionen beider Teams. Doch trotz einer frühen Führung und einem furiosen Beginn verpassten die Blau-Gelben damit die große Chance, sich von den Abstiegsrängen abzusetzen und den Grundstein für eine sorgenfreie Restrückrunde zu legen.

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff löste das sechste Unentschieden der Saison gemischte Gefühle bei SVH-Trainer Christian Bentrup aus. „Ich weiß gar nicht, was ich von diesem Ergebnis halten soll. Auf der einen Seite haben wir einen Punkt gewonnen, auf der anderen Seite haben wir zwei Punkte liegen gelassen“, sagte der Coach.

Am Ostermontag nach den weiteren sieben Partien des 23. Spieltages entpuppte sich das Remis gegen Ahaus aber als wertvoller Punktgewinn. Da sich die Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt die Punkte selbst weggenommen haben, beträgt der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz nun immerhin sechs Punkte – wobei ein Trio vom 13. bis 15. Platz nun 27 Punkte aufweist (SG Borken, Emsdetten 05 und Hammer SV II).

„In dieser extrem ausgeglichenen Liga zählt einfach jeder Punkt“, weiß Bentrup. Die Blau-Gelben, die sich auf den sechsten Platz vorgeschoben haben, wollen sich von der Tabellenkonstellation jedoch nicht blenden lassen. „Der sechste Platz ist trügerisch, denn insgesamt stecken zehn, elf Mannschaften im Abstiegskampf“, warnt Bentrup.

Am kommenden Spieltag gastiert der SVH beim TuS Sinsen, der nur einen Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsplatz hat.

An die eigenen Stärken glauben

„Da wollen wir nach drei sieglosen Spielen endlich wieder einen Dreier einfahren und den nächsten Schritt Richtung Klassenerhalt machen“, fordert Bentrup.

Mit TuS Sinsen wartet jedoch ein ganz unangenehmer Gegner auf den SVH. Der Tabellenzwölfte holte in der Rückrunde 16 von möglichen 24 Punkten, blieb dabei ohne Niederlag und belegt in der Rückrundentabelle den dritten Platz. Zudem sorgte Sinsen, das sich in der Winterpause massiv verstärkt hatte, am Montag für eine Überraschung und erkämpfte sich ein 0:0 beim Tabellenführer Preußen Borghorst.

Die Herberner wollen sich jedoch nicht allzu lange mit dem Gegner aufhalten, sondern an die eigenen Stärken glauben. Denn wenn der SVH wieder so auftritt wie in der Anfangsphase gegen Eintracht Ahaus, und wenn Top-Torjäger Daniel von der Ley weiterhin Tore wie am Fließband schießt, dann dürfen sich die Verantwortlichen des SV Herbern auf eine weitere Spielzeit in der Landesliga freuen. - nil

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