Der Werner SC hat es wieder selbst in der Hand

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Yannick Lachowicz (links) wurde zu einem wichtigen Faktor für den Werner SC. 

Werne - Mit ihrer herausragenden Einstellung beim 3:2-Sieg gegen Mitkonkurrent Gemen hat sich der Fußball-Landesligist Werner SC eine gute Ausgangsposition für den weiteren Abstiegskampf erarbeitet. Mit ein bisschen Glück kann der Aufsteiger schon am Pfingstmontag alles klar machen.

Vorausgesetzt, der WSC gewinnt das Duell beim Mitkonkurrenten FC Viktoria Heiden. „Ich kann mir schon vorstellen, dass wir mit einem Sieg durch sind, so wie die Konstellation sich im Moment darstellt“, sagt auch Trainer Lars Müller, und: „Wir sind zumindest seit Sonntag wieder da, dass wir es in der eigenen Hand haben. Und ein bisschen Glück darf man vielleicht auch mal haben.“ 

Der Sieg gegen Gemen, vor allem aber die Art und Weise, wie er entstanden ist, wird den Wernern weiteren Schub verleihen. Der ist auch nötig, denn „die Mannschaft hat sich völlig verausgabt und auch schon in Coesfeld haben wir extrem viel Aufwand betrieben“, sagt Lars Müller. Aber schon da habe sich eine positive Stimmung im Team abgezeichnet. 

Entladen hat sie sich schließlich in der 86. Minute des Spiels gegen Gemen mit dem Siegtor von Yannick Lachowicz zum 3:2 – ein Tor des Willens. „Das war wie eine Explosion und in der großen Jubeltraube hatte die Hälfte der Leute Jeanshosen an. Ich weiß gar nicht, wo die auf einmal alle herkamen“, erinnert Müller sich. Er habe Dennis Seifert als defensive Sicherung einwechseln wollen, erzählt der ehemalige Profi, und: „Ich habe ihn ein paar Mal gerufen und irgendwann erst kam er aus der Traube raus, um sich das Trikot anzuziehen.“ 

Es hätte für den Werner SC allerdings auch anders laufen können. Wenn Yannick Lachowicz das Foul von Dings, der nicht den Ball, sondern nur den sprintenden Werner erwischen wollte, nicht so gut weggesteckt hätte. Oder wenn das von Dings, der nur Gelb sah, vorbereitete Tor zum 1:2 entscheidend gewesen wäre und sich vielleicht ein weiterer WSC-Spieler die fünfte Gelbe Karte abgeholt hätte. 

So aber kann Lars Müller sagen: „Ich will nicht mehr darüber reden.“ Denn Lachowicz kam, im Gesicht sichtlich gezeichnet, wieder zurück und gab seine eigene Antwort auf das üble Foul, und auch eine Gelbsperre für das Spiel in Heiden gibt es nicht. Einzig gefährdet war Jannik Prinz – und der hielt sich dieses Mal zurück. So laufen die Vorbereitungen auf das dritte Abstiegsfinale in Folge ohne Nebengeräusche an – und mit dem guten Gefühl des mitreißenden Spiels gegen Gemen im Rücken. „Davon nimmst du definitiv was mit“, sagt Müller. 

Alles läuft in dieser Woche normal ab, einzig der Untergrund wird ein Thema sein. An der Lembecker Straße wird auf Naturgrün gespielt und Lars Müller will da nichts dem Zufall überlassen. „Wir haben schon mit dem SV Stockum Kontakt“, sagt er und würde er gerne dort auf Rasen trainieren. Ansonsten sei alles so wie in den vergangenen Wochen. „Wir wissen eh’ worum es geht“, sagt Müller. Die Mannschaft zeigt es momentan Sonntag für Sonntag – vor allem aber auch auf dem Trainingsplatz.

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