Werner SC belohnt sich in Gemen nicht für gute Moral

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Jussef Saado (links) traf zwar sehenswert zum Ausgleich, doch er und Lars Müller mussten die Niederlage in Gemen schweren Herzens akzeptieren. 

Werne - Das Spiel nach einem Rückstand wieder fest im Griff und dann doch am Ende mit leeren Händen dastehen: Das ist die bittere Erkenntnis, die der Werner SC bei der 2:3 (0:2)-Niederlage zum Auftakt bei Westfalia Gemen mitnehmen musste. 

Denn die drei Punkte wären für das Team von Lars Müller letztendlich zum Greifen nah gewesen. Hätte Joel Simon in der 65. Minute den Handelfmeter zur 3:2-Führung verwandelt, dann wäre das Momentum nach der Pause vollends auf Seiten des WSC gewesen. 

Aber wie wusste auch schon Lothar Matthäus zu berichten: „Wäre, wäre, Fahrradkette“. Denn Joel Simon verwandelte eben nicht. Und Gemens Tim Bröcking machte nur vier Minuten später seinen Sahnetag perfekt und traf mit einem Traumschuss aus 25 Metern zur erneuten Gemener Führung, die sich die Gastgeber mit einer defensiven Taktik danach nicht mehr nehmen ließen. 

Dabei lag das Momentum in der zweiten Halbzeit nun wirklich beim Werner SC. Mit einem 0:2-Rückstand nach zwei Treffern von Tim Bröcking ging das Team von Lars Müller in die Kabine. Und mit einer Umstellung von einem 4-4-3 auf ein 3-4-3-System kamen die Werner mit Dampf aus der Kabine. 

Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff legte Jussef Saado für Daniel Durkalic auf, der halbrechts im Strafraum frei vor Gemens Keeper Sven Schneider auftauchte und zum 1:2-Anschluss traf. Kurz darauf lenkte Schneider einen Schuss von Saado so gerade an die Latte (53.), doch zwei Minuten später war er chancenlos, als Jannik Prinz aus dem Zentrum den Ball gefühlvoll vor das Tor gechippt hatte und Saado den Ball zuerst mit der Brust annahm und dann volley zum Ausgleich traf. 

Doch Schneider durchkreuzte mit seiner Parade gegen Simon alle Werner Hoffnungen und Träume. „Das war schon ein Knacks für uns“, gestand Müller und fügte hinzu, „offensiver als wir kann man danach nicht agieren.“ Doch Gemen stellte sich hinten rein, zitterte die Führung über die Zeit und hatte in Tim Bröcking den Matchwinner auf seiner Seite. 

„In der ersten Halbzeit haben wir individuelle Fehler gemacht, es lag noch nicht mal an der Taktik, auch wenn uns die Umstellung in der zweiten Hälfte geholfen hat. Aufgrund der zweiten Hälfte ist die Niederlage natürlich bitter“, stellte Müller fest. 

WSC: Schlossarek – Martinovic, Stöver, Y. Lachowicz, Saado, Durkalic, Oh, Prinz, Beckerling (78. Foroghi), Simon, Seifert (89. C. Lachowicz) Tore: 1:0 (3.), 2:0 (25.) beide Bröcking, 2:1 (47.) Durkalic, 2:2 (55.) Saado, 3:2 (69.) Bröcking 

Bes. Vork.: Joel Simon verschießt einen Handelfmeter (65.)

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